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Nord Bulgare wird im Döner-Laden niedergestochen
Hannover Aus den Stadtteilen Nord Bulgare wird im Döner-Laden niedergestochen
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15:35 04.03.2013
Foto: In diesem Imbiss an der Schulenburger Landstraße wurde der 54 Jahre alte Bulgare am Sonntag niedergestochen.
In diesem Imbiss an der Schulenburger Landstraße wurde der 54 Jahre alte Bulgare am Sonntag niedergestochen. Quelle: Christian Elsner
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Nach einer Notoperation im Nordstadtkrankenhaus ist er inzwischen wieder auf dem Weg der Besserung. Die Umstände der Tat sind noch vollkommen unklar.

Nach einer Notoperation im Nordstadtkrankenhaus ist er inzwischen wieder auf dem Weg der Besserung. Die Umstände der Tat sind noch vollkommen unklar.
Bei dem Opfer soll es sich nach HAZ-Informationen um Ahmet H. handeln. Laut Zeugenaussagen war er in Begleitung eines zweiten Mannes gegen 14.45 Uhr in den Schnellimbiss gekommen. Dort waren beide in Streit geraten, wobei sich die Auseinandersetzung später in die Küche verlagerte. Als beide wieder herauskamen, wies der 54-Jährige eine Stichverletzung am Hals auf; durch die Attacke war auch die Lunge in Mitleidenschaft gezogen worden. Beide verließen den Gastraum. Auf der Straße brach das Opfer zusammen, während der Begleiter unerkannt flüchtete. Der 34-jährige Imbissbesitzer alarmierte umgehend die Polizei.

In Hainholz ist am Sonntag ein Mann lebensbedrohlich verletzt worden. Er wurde mit einem Messer angegriffen und brach an der Schulenburger Landstraße blutüberströmt zusammen.

Die Beamten riegelten den Tatort in Hainholz umgehend ab. Sie befragten Nachbarn und suchten die nähere Umgebung ab. Kriminaltechniker machten sich in dem Imbiss an ihre Arbeit. Auch schalteten die Fahnder die Üstra ein. Die Hoffnung: Videokameras könnten an der nahe dem Tatort gelegenen Haltestelle Fenskestraße Bilder von dem oder den Tätern aufgezeichnet haben. Doch die Hoffnungen zerschlugen sich kurz darauf.

Die Ermittlungen gestalteten sich insgesamt als äußerst schwierig. Der 54-Jährige konnte wegen seines Gesundheitszustands noch nicht weiter zu dem Angriff befragt werden. Die Imbiss-Mitarbeiter konnten nur mit Unterstützung eines Dolmetschers vernommen werden – ein Umstand, der die weitere Aufklärung des Falls massiv verzögerte. Zeitgleich postierten sich Ermittler vor der Wohnung des 54-Jährigen in Linden-Mitte. Dort soll der als verwitwet geltende Mann seit einiger Zeit mit einer neuen Lebensgefährtin zusammen wohnen, die ebenfalls aus Bulgarien stammen soll. Die Suche nach der Frau verlief am Sonntag jedoch erfolglos.

Unklar ist auch, warum sich Ahmet H. am Sonntag in dem Döner-Laden so weit entfernt von seinem Wohnort aufgehalten hat. Die Polizei ermittelt wegen versuchten Tötungsdeliktes. Die Suche nach der Lebensgefährtin des Opfers und der Tatwaffe wird heute fortgesetzt.

Von Tobias Morchner und Bernd Haase

Dieser Artikel wurde erneut aktualisiert.

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