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Nord Engelbosteler Damm soll aufgewertet werden
Hannover Aus den Stadtteilen Nord Engelbosteler Damm soll aufgewertet werden
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08:00 17.01.2013
Ein Zukunftsdialog soll Impulse für eine Verschönerung des E-Damms geben. Quelle: Emine Akbaba
Nordstadt

Ein Förderprogramm soll nun richten, was in den vergangenen Jahren nicht so gut lief für den nördlichen Teil des Engelbosteler Damms. Jener Hälfte des Straßenzugs, in dem das Geschäftsleben einer eher trüben Zukunft entgegendämmert. Der Bezirksrat Nord beantragte in seiner jüngsten Sitzung einhellig, dass das Gebiet zwischen Haltenhoff- und Kopernikusstraße in das städtische Programm „Hannover Quartiere 2025 - Mein Kiez“ aufgenommen wird. Das ist kein Sanierungsprogramm mit üppigem Budget, beispielsweise für Modernisierungsvorhaben, sondern ein moderierter Dialog: Verwaltung, Anlieger, Stadtteilakteure, Politiker und Anwohner sollen dabei in den nächsten Jahren Strategien und Leitbilder für einzelne Quartiere entwickeln.

Der Stadtteildialog begänne nicht bei null: Schon im vorigen Jahr holten Stadtplanerin Edda Rabe und Stadtbezirksmanager Andreas Gebert Geschäftsleute und Anlieger für mehrere Gesprächsrunden zusammen. Beide hatten dem Bezirksrat jüngst eine erste Zusammenfassung der Ergebnisse geliefert. Wie berichtet, leidet der nördliche E-Damm unter dem Schwund früherer Einzelhandelsgeschäfte. Kioske, Dönerbuden, Spielcasinos, zu viel Müll und leer stehende Läden dominieren den Straßenzug; Anwohner klagen über zunehmende Kriminalität. Letzteres hat die Polizei zwar bislang nicht bestätigt, aber es bleibt ein vorherrschender Gedanke: „Man fühlt sich dort nicht mehr wohl“, berichtete Gebert aus den Gesprächsrunden, in denen unter anderem Kaufleute, Hauseigentümer und Bewohner zusammenkamen. Es fehle an Anziehungskraft und einer eigenen Identität für das Quartier.

Dagegen sollten mehr Aufenthaltsqualität, Sauberkeit, die Stärkung des Gewerbes und eine bessere Durchmischung der Anwohnerschaft stehen. „Es gibt sehr viele Sozialwohnungen“, sagte Stadtplanerin Rabe. Auf die noch bestehenden Baulücken sollte deshalb künftig mehr Augenmerk gelegt werden, sagte sie. Anders gesagt: Auch gut situierte Familien sollen sich in diesem Teil der Nordstadt ansiedeln. Vom Bau des Studentenwohnheims Am Kläperberg erhofft sich die Stadt ebenfalls positive Effekte.

Gebert und Rabe stellten zudem eine erste Liste mit Standorten vor, an denen mittelfristig gearbeitet werden sollte. Als „einsame Situation“ bezeichnete Gebert unter anderem den kleinen Platz, der an der Schnittstelle von Heisenstraße und An der Strangriede liegt. Lieblos verteilte Altglas- und Abfallcontainer stehen dort; die Hausfassaden am Platz könnten schöner gestaltet werden.

Auf der Fläche östlich des Hochbahnsteigs „An der Strangriede“ würden oft Autos unerlaubt abgestellt, sagte Gebert. „All das sind erste Ideen, wo eine Aufwertung erfolgen könnte.“ Als Problemzone haben die Anlieger auch die Tunnelausfahrt der Stadtbahn ausgemacht. Die mit weißen Streifen markierte Sperrzone vor der Ausfahrt sei sehr groß, sagte Stadtplanerin Rabe. „Insgesamt herrscht dort das Gefühl vor, dass der Verkehr sehr dominant ist und Radfahrer sowie Fußgänger eher zweitrangig sind.“ Auch die Graffiti an den Wänden des Tunnels störten die Anwohner, sagte sie.

Eine weitere Idee ist, die Fassade der benachbarten Caritas-Werkstätten neu zu gestaltet. „Das Erdgeschoss der Werkstätten könnte zudem eine offene Nutzung bekommen“, sagte Rabe. Mehr Leben würde dadurch in diesen Teil des E-Damms einziehen. Zu wenig Treiben gebe es auch auf der Fläche vor der Nordstadtbibliothek. All diese Gedanken und Ideen seien zunächst „noch sehr zarte Pflänzchen“, betonte Gebert. „All das müsste über Jahre hinweg begleitet werden.“ Der städtische Zukunftsdialog „Mein Kiez“ soll das absichern.

Marcel Schwarzenberger

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