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Nord Fahrbahnsanierung kostet 40 Parkplätze
Hannover Aus den Stadtteilen Nord Fahrbahnsanierung kostet 40 Parkplätze
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12:13 18.11.2010
Um die Bäume vor parkenden Autos zu schützen, will die Stadt Absperrbügel aufstellen. Quelle: Schwarzenberger

Mit der Sanierung der Wilhelm-Busch-Straße in der Nordstadt soll auch die Position der Fußgänger gestärkt werden. Unter dieser Bedingung, die auf einen Änderungsantrag von SPD und Grünen zurückgeht, stimmte der Bezirksrat Nord den Plänen der Stadt für die Sanierung der Straße einmütig zu. Demnach soll der Fußweg nicht wie geplant 2,50 Meter, sondern drei Meter breit werden. Bedenken äußerten einige Bezirksratsmitglieder auch zu dem Vorhaben der Stadt, insgesamt gut 40 Parkplätze wegfallen zu lassen. Dieser Verlust erschien manchem Stadtteilpolitiker denn doch als zu hoch.

Anfang 2011 will die Stadt mit dem Umbau der Wilhelm-Busch-Straße beginnen. Zunächst soll der Abschnitt zwischen Oberstraße und dem Haus Nummer 14 für 272.000 Euro von Grund auf erneuert werden. Der Bezirksrat warf jedoch auch schon einmal einen Blick auf den zweiten Bauabschnitt, der 2012 in Angriff genommen werden soll. Viel Neues gibt es dabei nicht: Es soll bei einer Straßenbreite von 5,20 Meter und zwei Aufpflasterungen bleiben – an den Kreuzungen zur Straße Am Judenkirchhof und zur Nienburger Straße.

Allein bei diesen Aufpflasterungen und den neuen Parkflächen wird das historische Kopfsteinpflaster verlegt. In den übrigen Teilen erhält die Straße eine Asphaltdecke. An der Ostseite soll es künftig Längsparkplätze und an der Westseite Senkrechtparkplätze geben. „Bisher gibt es ja keine markierten Stellflächen“, erläuterte Stadtplanerin Edda Rabe.

Die Stadt will den üppigen Baumbestand besser schützen und die Wurzeln mittels Absperrbügeln von parkenden Autos freihalten. Grob geschätzt würden deshalb nach der Sanierung bis zu 40 Autos weniger einen Parkplatz finden, sagte Rabe. „Das ist viel“, bemerkte Fares Rahabi (Linke). Der Parkdruck in dem Viertel sei recht hoch. „Ließe sich der Verlust im zweiten Bauabschnitt noch etwas abmildern?“, hakte er nach.

In diesem südlichen Bauabschnitt sollen immerhin gut 26 Parkplätze wegfallen. Dafür plant die Stadt, dort einige Fahrradbügel aufzustellen. Würde die Entscheidung zu Gunsten von mehr Stellplätzen fallen, müsste auf einige Fahrradbügel verzichtet werden, stellte die Stadtplanerin klar. „Das hieße also weniger Radabstellfläche, dafür mehr Platz für Autos?“, versicherte sie sich und ergänzte: „Das müssen wir noch klären.“

Zu knapp bemessen erschien dem Bezirksrat auch der Parkraum innerhalb der Senkrechtparkplätze, für die die Stadt eine Länge von 4,30 Metern angibt. Viele Autotypen sind jedoch um etliche Zentimeter länger. „Es gibt ja einen Puffer, weil die Stoßstange über den Bordstein reicht“, erläuterte Rabe. Sie sagte aber zu, diese Maße noch einmal zu überprüfen. Allerdings würden die Parktaschen dann noch weiter in den Straßenraum hineinreichen. Noch etwas enger wird die Straße, wenn die Stadt den Änderungswünschen des Bezirksrats folgt. Die Stadtteilpolitiker wollen einen drei Meter breiten Fußweg – und damit 50 Zentimeter mehr als von der Stadt vorgesehen.

Dass die Fahrbahn dadurch schmaler wird, nehmen die Stadtteilpolitiker in Kauf. „Es soll ja eine Anliegerstraße sein, die unattraktiv für den Durchgangsverkehr ist“, sagte Grünen-Fraktionschef Stefan Winter. Zudem verlangte das Gremium, dass der Zebrastreifen erhalten bleibt. Den will die Stadt durch eine Fahrbahnverengung ersetzen. Das reiche nicht, befand SPD-Fraktionschef Detlev Schmidt-Lamontain. „Nur am Zebrastreifen sind Autofahrer zum Halten verpflichtet.

Marcel Schwarzenberger

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