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Nord Festival „World of Orient“ in Hannover lockt mit Bauchtanz
Hannover Aus den Stadtteilen Nord Festival „World of Orient“ in Hannover lockt mit Bauchtanz
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19:43 13.03.2011
Von Stefanie Kaune
Getanzte Anmut: Die Künsterin Sharzé bei einer Bauchtanzdarbietung. Quelle: Nico Herzog

Eigentlich hat es so gar nichts Exotisches an sich, das Freizeitheim an der Vahrenwalder Straße. Doch im mittlerweile zwölften Jahr verwandelt sich der schlichte Flachbau, stets im Frühjahr, in eine orientalische Oase direkt an der Ausfallstraße. Denn dann wird dort das Tanz- und Musikfestival „World of Orient“ gefeiert. Mit einem Tag im Expo-Jahr 2000 und 800 Besuchern hatte es angefangen. Inzwischen lassen Initiatorin und Bauchtänzerin Asmahan El-Zein und ihr Team drei Tage lang arabisches Lebensgefühl in Hannover zelebrieren, und die Besucherzahl ist auf insgesamt rund 2500 Orientfans angestiegen.

Am Freitag hatte es eine Eröffnungsgala im Theatersaal Langenhagen gegeben, am Sonnabend und Sonntag drängten sich die Menschen dann im mit bunt gemusterten Stoffbahnen geschmückten Freizeitheim, schauten sich Bauch- und Schleiertänzerinnen an, nahmen an Tanzworkshops teil oder stöberten auf dem orientalischen Basar, der sich über alle Etagen des Gebäudes verteilte. Jeweils 60 Tänzerinnen pro Festivaltag aus zusammen 15 europäischen Nationen zeigten alle Varianten orientalischen Tanzes, die Jüngste war gerade mal zwölf Jahre alt. Vom klassischen Hüftschwingen in knapper Bekleidung bis zum „Usbekischen Harems-Tanz“, den die Tänzerinnen in Kombinationen aus hochgeschlossenen Jacken, weiten Hosen und Röcken darüber zeigten, war alles dabei.

Die Besucher der „World of Orient“ kommen längst nicht mehr nur aus der Region, sondern aus dem gesamten norddeutschen Raum, aus Nordrhein-Westfalen oder Sachsen-Anhalt. Aus Borgholzhausen bei Bielefeld etwa war Ute Weigel gekommen, die seit vier Jahren Bauchtanz praktiziert, um sich eine neue Haremshose und ein Tuch für ihre Auftritte zu kaufen. „Das Festival und der Basar haben einen überregionalen Ruf“, meinte sie. 60 Aussteller präsentierten auf der Orientmesse das gesamte Spektrum vom glitzernd bestickten Bauchtanzrock zuzüglich klimpernden Gürteln und Schellen über orientalische Wohnaccessoires bis hin zu einer Vielzahl von Düften.

Da schnupperte Bauchtanzlehrerin Bea Kleine-Wolf am Stand „1001 Duft“ intensiv an den geschwungenen Glasflacons. „Orientalischer Tanz prägt insgesamt den Lebensstil“, meinte sie. Annette Reda und ihr aus dem Libanon stammender Mann Ghassan Reda, Aussteller aus Bad Neuenahr, präsentierten an ihrem Stand aber nicht nur flüssige Düfte, sondern auch Weihrauch, Myrrhe und anderes Räucherwerk oder sogenannte Duftwürfel, die aus gehärtetem Parfümöl bestehen und angeblich „ewig“ duften sollen. Falls das nicht funktionieren sollte, gibt es ja im Frühjahr 2012 die nächste „World of Orient“.

Die Serie von Brandstiftungen in Hannover reißt nicht ab. Nachdem es seit Dezember im Südwesten Hannovers bereits achtmal in Kellern gebrannt hatte, verursachte ein Brandstifter in der Nacht zu Sonntag ein Feuer in einem Keller in der Vahrenwalder Husarenstraße. Bei dem Brand erlitt ein 26-jähriger Bewohner eine Rauchvergiftung und kam in ein Krankenhaus.

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