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Nord Geschke als Bezirksbürgermeisterin gewählt
Hannover Aus den Stadtteilen Nord Geschke als Bezirksbürgermeisterin gewählt
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10:41 01.12.2011
Von Kristian Teetz
Diese 19 Kommunalpolitiker werden in den kommenden fünf Jahren im Bezirksrat Entscheidungen für den Stadtbezirk Nord treffen (v. l.): Thomas Grote (Piratenpartei), Matthias Briese (FDP), Bernd Huneke, Angelika Jagemann, Wolfgang Kalesse (alle CDU), die Bezirksbürgermeisterin Edeltraut-Inge Geschke (SPD), Anne-Catrin Trocka (CDU), Michael Demus, die stellvertretende Bürgermeisterin Christine Deja, Petra Schischke, Monika Neveling, Stefan Winter (alle Grüne), Julia Laube, Benjamin Köster (dahinter), Yasin Herar, Florian Schön, Bärbel Meyer, Detlev Schmidt-Lamontain (alle SPD) und Monika Windhorn (Linke). Quelle: Kristian Teetz
Hannover-Nord

Die fehlende Stimme gehörte Geschke selbst, sie enthielt sich. Damit stimmten die Vertreter aller sechs in dem kommunalpolitischen Gremium vertretenden Parteien für die Vinnhorsterin, die seit fünf Jahren als Bürgermeisterin amtiert.

Geschke bedankte sich für das Vertrauen und schwor ihre Kollegen auf eine gute Zusammenarbeit im Sinne der nördlichen Stadtteile ein: „Die Bürger des Bezirks verbinden ihr Vertrauen in uns mit der Erwartung, dass unseren Entscheidungen nicht parteipolitische oder sachfremde Gründe im Wege stehen.“ Bei der Bürgermeisterwahl war Geschke die einzige Kandidatin, weshalb die Bezirksratspolitiker auf eine geheime Abstimmung verzichteten und ihre Zustimmung per Handzeichen signalisierten.

Bei der Wahl zum stellvertretenden Bürgermeister hingegen kam es zu einer Kandidatur zwischen der Grünen Christine Deja und dem Christdemokraten Wolfgang Kalesse. Nach geheimer Wahl konnte Deja elf Stimmen auf sich vereinen, Kalesse sieben. Ein Bezirksratsmitglied enthielt sich.

Der Bezirksrat Nord steht vor einer Zäsur: Elf der 19 Mitglieder sind neu. „Ich kann mich an eine solche Fluktuation nicht erinnern“, sagte der alte und neue CDU-Fraktionsvorsitzende Wolfgang Kalesse, der als dienstältester Politiker eine kleine Ansprache hielt. „Der Bezirksrat steht deshalb vor einer großen Herausforderung“, erklärte er. Die Mehrheit in dem Gremium bilden die Fraktionen von SPD und Grünen. Die Sozialdemokraten stellen sieben der 19 Abgeordneten, die Grünen fünf. Als drittstärkste Fraktion kommen die Christdemokraten auf vier Sitze. FDP, Linke und Piratenpartei entsenden jeweils einen Einzelvertreter.

Im Vorfeld der Sitzung hatten sich SPD und Grüne auf eine erneute Kooperation geeinigt. „Wir werden die erfolgreiche Zusammenarbeit der vergangenen fünf Jahre fortsetzen,“ sagte Detlev Schmidt-Lamontain, Fraktionsvorsitzender der SPD. Auch bei den beiden Mehrheitsfraktionen müssen sich viele Politiker erst einmal mit der Arbeit im Bezirksrat vertraut machen. Doch für Grünen-Fraktionschef Stefan Winter stellt das kein Problem dar: „Mit insgesamt sieben neuen Mitgliedern nehmen die beiden Fraktionen mit einer Mischung aus erfahrenen Kommunalpolitikern und engagierten Neueinsteigern die Arbeit auf.“

Ihre Ziele für die kommenden fünf Jahre haben die beiden Parteien in einer siebenseitigen „Koalitionsvereinbarung“ festgehalten. Demnach soll „der Schwerpunkt der Arbeit im Stadtbezirksrat die weitere Gestaltung der sozialen und ökologischen Entwicklung des Stadtbezirkes sein“. So wolle man sich mit den Mitteln des Bezirksrats gegen Tendenzen richten, „die die Verdrängung von armen Menschen und Menschen mit geringen Einkommen fördern“. Dies betreffe sowohl das Angebot von Wohnraum als auch die Entwicklung von Angeboten im Einzelhandel.

Unter anderem legen die Parteien ihren Schwerpunkt auf folgende Themen: Sie fordern generell Tempo 30 vor Schulen, Kindergärten, Kindertagesstätten und Spielplätzen sowie den Ausbau verkehrsberuhigter Bereiche. Ferner sollen die Grundschulen in ihren Bemühungen für eine Ausgestaltung zur Ganztagsschule unterstützt werden. Die beiden Parteien setzen sich für den Erhalt des Naturbads Hainholz ein. Um den Stadtbezirk zu fördern, soll eine Stadtteilstiftung gegründet werden. Außerdem wollen die beiden Parteien die Leibniz Universität, die eine Vielzahl ihrer Gebäude in der Nordstadt hat, in die Entwicklung des Stadtbezirks mit einbeziehen.

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