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Nord Graffiti am „Chemieschloss“ zu Leibe gerückt
Hannover Aus den Stadtteilen Nord Graffiti am „Chemieschloss“ zu Leibe gerückt
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14:46 14.01.2015
Von Bärbel Hilbig
Die Mauer am Institut für Chemie in der Callinstraße soll zukünftig frei von Graffiti bleiben. Quelle: Tobias Kleinschmidt
Hannover

Das neue Jahr bringt auch für Freunde des Chemieinstituts an der Callinstraße neue Hoffnung. Die Leibniz-Universität und das staatliche Baumanagement haben sich mit einer Nachbarschaftsinitiative darauf verständigt, das schmucke Bauwerk in Zukunft frei von Graffiti zu halten. Das Problem springt tatsächlich ins Auge: Die Mauer rund um das repräsentative denkmalgeschützte Haus und zum Teil sogar das Gebäude selbst sind zunehmend von Graffiti, Plakaten und Tags überzogen. Und die Uni selbst sieht sich angesichts ihrer 169 Gebäude und eines beträchtlichen Sanierungsstaus nicht in der Lage, überall Kritzeleien zu entfernen.

Nun dürfen die engagierten Bürger aus den umliegenden Straßen den Graffiti zu Leibe rücken. Angeboten hatte die Gruppe ihre Hilfe der Leibniz-Uni bereits Anfang Mai 2014. Die Anlieger wollen eine Art Patenschaft für das „Schloss des Chemie“ übernehmen, wie das Bauwerk nach seiner Eröffnung anno 1909 schnell genannt wurde. Im Dezember kam es dann endlich zu einem Treffen, bei dem Einzelheiten vereinbart wurden. Die Fachleute der Leibniz-Uni wollen zunächst dafür Sorge tragen, dass die historische Mauer komplett neu gestrichen und Plakate von den kunstvollen schmiedeeisernen Toren und Gittern entfernt werden. Das soll geschehen, sobald die Witterung es zulässt.

Die Nachbarn rund um Initiator Jürgen Rehmer wollen danach aktiv werden, sobald wieder Graffiti auf den Putzflächen der das Gebäude umgebenden Mauer auftauchen. „Die Reinigung der sensiblen Sandsteinflächen werden wir selbst in der Hand behalten“, sagt Ralph Haas vom Baudezernat der Uni, der das Engagement der Anwohner lobt und von einer guten Lösung spricht.

Die Anwohner, zu denen auch Uni-Mitarbeiter wie Prof. Peter Nyhuis gehören, haben zugesagt, neue Graffiti innerhalb von 24 Stunden in Eigenarbeit zu überstreichen. Sie übernehmen die Kosten für Farbe und anderes Material. Außerdem sichern sie eine fachgerechte Arbeit zu. Von der Uni haben sie genaue Angaben zur Beschaffenheit der Farbe bekommen. Jürgen Rehmer, beruflich als Projektentwickler tätig, muss sich keine Sorgen machen, dass der Nachbarschaftsinitiative das Geld ausgeht. „Es kommen viele Leute auf mich zu, die uns unterstützen wollen“, berichtet der Ingenieur der Elektrotechnik.

Auf rund 20 bis 25 Mitstreiter ist die Gruppe inzwischen angewachsen, die ihren Plan im Klein-Kröpcke vis-à-vis dem Institut für Chemie ausgeheckt hatte. Zum harten Kern gehören sechs Nachbarn, die sich beim Malern abwechseln wollen. „Also wird auch in Urlaubszeiten immer einer von uns vor Ort sein“, betont Rehmer. Und das historische Schmuckstück im Auge behalten.

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