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Nord Große Pläne für die nördlichen Stadtteile
Hannover Aus den Stadtteilen Nord Große Pläne für die nördlichen Stadtteile
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14:39 02.03.2012
Von Felix Klabe
Die Fahrradpiktogramme auf dem Engelbosteler Damm werden bald erneuert. Quelle: Klabe
Stadtbezirk Nord

Für die laufende Legislaturperiode liegt dem Bezirksrat Nord ein volles Programm vor. In der vierten Sitzung des im vergangenen September gewählten Gremiums gaben Stadtbezirksmanager Andreas Gebert und Vertreter des Fachbereichs Planen und Stadtentwicklung einen Überblick über die Bauvorhaben und Projekte für die kommenden Jahre - einige waren bereits bekannt, andere neu.

Neben großen Bauprojekten - wie dem geplanten Studentenwohnheim auf dem städtischen Grundstück am Weidendamm, Ecke Am Kläperberg, und der neuen Feuerwache am Weidendamm, Ecke Kopernikustraße - stellte Gebert den Fraktionen noch weitere Pläne für die Stadtteile Nordstadt, Hainholz, Vinnhorst und Brink-Hafen vor.

Schon in der Einwohnersprechstunde zu Beginn der Sitzung wies ein besorgter Anwohner auf eine vermeintliche Lärmbelästigung durch Fahrzeuge der geplanten Feuerwache hin. Er forderte eine Ampelschaltung, die den Feuerwehrfahrzeugen eine freie Fahrt über Kreuzungen ohne Martinshorn im Bereich Am Weidendamm ermöglicht. Edda Rabe vom Fachbereich Planen und Stadtentwicklung versicherte, dass ein Verkehrskonzept mit der Feuerwehr erarbeitet werde, das ein Befahren ohne Sirene möglich mache.

Engelbosteler Damm: In den kommenden Monaten sollen die Fahrradpiktogramme am südlichen Teil der Straße erneuert werden. Sie hätten viele Radfahrer ermutigt, die Straße als Radweg zu nutzen, sagte Gebert. "Für den nördlichen Teil der Einkaufsstraße muss ein Stadtteildialog stattfinden", sagt der Stadtbezirksmanager. Von Anwohnern und Passanten seien in der Vergangenheit immer wieder Anfragen zu Leerstand und Sauberkeit im Bereich um die Bahnstation "An der Strangriede" gekommen. Auf die dort ansässigen Geschäfte hätte die Stadt jedoch keinerlei Einfluss, beantwortete Gerber eine Anfrage vom Michael Demus. Der Grünen-Politiker schlug indes vor, in absehbarer Zeit Kaufkraft und soziale Struktur in diesem Bereich zu prüfen. Seitens der Stadt sei der Dialog für März oder April geplant.

Familienkonferenz: Welche Probleme gibt es im Wohnumfeld, welche Verbesserungsvorschläge für das Miteinander zwischen Stadt und Familien gibt es? 2008 bescheinigte eine Studie der Stadt zwar, dass sie eine ordentliche Familienpolitik macht, doch müsse sie Wege schaffen, die Bedürfnisse von Familien besser zu verstehen und zu berücksichtigen. Ausgewählt wurden von den nördlichen Stadtteilen die Nordstadt und Vahrenwald. Der Start sei für 2012 geplant, sagte Gebert.

Für den Stadtteil Hainholz standen am Montagabend auch das Sanierungsgebiet um die Ortsmitte auf dem Programm.

Voltmerstraße, Hainhölzer Markt und "Grüne Mitte": Die Voltmerstraße verbindet etliche Baustellen rund um die "Grüne Mitte" in Hainholz. Die Straße wird in Teilen saniert und im Sommer gesperrt. Zwischen dem im Bau befindlichen Familienzentrum an der Voltmerstraße 36 und dem Zaun der Grundschule Fichteschule im nördlichen Teil der Straße werden Fahrbahn und Fußwege saniert. Wegen der Umbauarbeiten ist dieser Abschnitt zwischen 19. Juli und 11. Oktober voll gesperrt.

Für das Geschäftszentrum "Hainhölzer Markt" - zentrales Element im Konzept für die Umgestaltung der Ortsmitte - gibt es noch immer keine detaillierten Pläne, was nicht nur bei Detlev Schmidt-Lamontain für Kritik sorgte. "Wir diskutieren schon seit Jahren darüber", sagte der SPD-Fraktionsvorsitzende. Bezirksbürgermeisterin Edeltraut-Inge Geschke kündigte weitere Sondersitzungen zum Thema an.

In den vergangenen Wochen haben auch die Arbeiten zum dritten Bauabschnitt an der "Grünen Mitte" begonnen. Im Zuge dessen seien Bäume rings um den Rodelberg gefällt worden, teilte die Gebietsbeauftragte für das Sanierungsgebiet Hainholz, Marion Lahner, mit - zum Missfallen der Grünen-Fraktion. "Einige Bäume waren krank, andere werden nach Möglichkeit umgepflanzt", rechtfertigte Lahner die Aktion.

Schulenburger Landstraße: Wegen der Leitungsarbeiten am geplanten Hochbahnsteig "Hainhölzer Markt" zwischen den Stationen "Bertramstraße" und "Chamissostraße" wird am Sonnabend und Sonntag, 24. und 25. März, 14. und 15. Juli und 11. und 12. August, die Schulenburger Landstraße in beide Richtungen voll gesperrt. Der Bahnsteig soll zum Fahrplanwechsel im Dezember fertig sein.

Sportplätze des VfV von 1887 Hainholz: Seit der Fusion der beiden Sportvereine TSV von 1887 Hainholz und VfV Hainholz zum VfV von 1887 Hainholz verfügt der Klub über Sportplätze an der Helmke- und Voltmerstraße. Die Bauarbeiten am Vereinshaus des VfV an der Voltmerstraße, das um zwei weitere Sanitärtrakte erweitert und energetisch saniert werden soll, hat am vergangenen Dienstag begonnen. Die Sportplätze sollen im Herbst oder Winter von der Stadt erneuert werden; dann ziehen die Sportler übergangsweise auf die alten Plätze an der Helmkestraße.

Der Vorstandsvorsitzende des Vereins, Heinz Niehoff, lud indes für kommenden Sonntag die Kommunalpolitiker zu einem Gespräch ein. Dann informiert er über Schwierigkeiten beim Verlegen von Gas, Wasser und Elektro. In der Bürgersprechstunde kritisierte Niehoff: "Projekte, die nicht im Sanierungsgebiet liegen, haben es schwer, finanzielle Unterstützung zu bekommen."

Soziale Projekte: Neben den zahlreichen Baustellen im Stadtteil soll in Zukunft auch soziales Engagement gefördert werden. Bei dem Projekt "Starkes Hainholz" in Kooperation mit dem Diakonischen Werk lernen junge Menschen mit Aggressionen besser umzugehen. Auch Mitarbeiter sozialer Einrichtungen werden geschult.

Das Projekt "Jedes Kind zählt - eine Bildungsoffensive", das jüngst einen Bewegungstag für Kinder und Jugendliche in Hainholz veranstaltet hatte, wurde den Kommunalpolitikern kurz vorgestellt. Ein neues Projekt für den Stadtteil trägt den vorläufigen Titel "Gut und grün leben". Es richtet sich ausschließlich an Migranten. Ab Mai sollen Interessierte in Hainholz und Sahlkamp für die Umwelt aktiviert werden.

Ein Vorhaben im Stadtteil Vinnhorst sieht den eventuellen Neubau des Vereinsheims vom BV Werder und den möglichen Neubau eines Nahversorgers an dieser Stelle vor.

Kreuzung Schulenburger Landstraße / Mecklenheidestraße: Die erneute Umgegestaltung der Kreuzung - an der im Jahr 2007 bei einem Unfall mit einem Lastwagen ein neunjähriger Junge starb - habe bei der Stadt eine hohe Priorität, teile Ingeborg Lampe-Fuhst vom Fachbereich Planen und Stadtentwicklung mit.

Im Stadtteil Brink-Hafen erfreue sich der Business-Park an der Vahrenwalder Straße großer Beliebtheit, teilte Lampe-Fuhst mit. Nördlich der Reinholdt-Schleese-Straße beabsichtige ein Investor einen Supermarkt zu bauen, erklärt Lampe-Fuhst. Auch ein südkoreanisches Unternehmen habe sich jüngst im Business-Park angesiedelt. Dabei handele es sich um Hankook Tire, einen Reifenhändler, der in Hannover keine Reifen verkaufe, sondern wissenschaftlich an deren Entwicklung arbeite, sagte Lampe-Fuhst.

Ein Programmpunkt, den alle Stadtteile im Bezirk Nord betrifft, ist der Kommunale Seniorenservice Hannover (KSH). Die Einrichtung hat ein neues Büro an der Kopernikusstraße 5 in der Nordstadt. Außerdem plant die Einrichtung, die sich um die Freizeitbetreuung alter Menschen kümmert, ein neues Faltblatt zum Thema Nahversorgung und Bewegung.

Die IGS Stöcken wird bis Herbst kommenden Jahres für 20 Millionen Euro erneuert. Neben einem Neubau soll es auch eine neue Mensa geben. Während der Bauarbeiten müssen Schulklassen ausgelagert werden.

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