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Nord Grundschüler forschen auf der Miniphänomenta
Hannover Aus den Stadtteilen Nord Grundschüler forschen auf der Miniphänomenta
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11:26 10.11.2011
Phänomenal: Lilith (v.l.), Aleyna, Gina und Sophie wundern sich bei der Ausstellung in der Nordstädter Grundschule über die Klebeluft. Quelle: Schmidt
Nordstadt

„Ich kann zaubern“, erklärt Sahin und hält triumphierend seine Hände über einen Luftballon, der vor ihm in der Luft schwebt. Als keiner so richtig von dem Kunststück Notiz nimmt, geht Sahin weiter. Der Ballon schwebt immer noch. Ein paar Meter weiter wundern sich Ceren, Aleyna, Lilith und Gina über eine Holzscheibe, die unter einem Luftstrom in der Luft hängt. „Bernoulli-Ball“ und „Klebeluft“ heißen diese beiden Stationen der Miniphänomenta, die derzeit in den Fluren der Grundschule Auf dem Loh aufgebaut ist. Die Ausstellung macht Physik für Grundschüler auf spielerische Weise erfahrbar. Die Stiftung NiedersachsenMetall hat die Versuchsreihe initiiert, um schon bei Kindern Begeisterung für Technik zu wecken.

Reza, Volkan und Sahin sind hellauf begeistert von dem Angebot. Abwechselnd halten sie ihre Hände auf zwei Metallplatten, eine aus Kupfer, die andere aus Zink. Je nachdem, wie kalt oder warm ihre Hände sind, zeigt ein Strommesser an, wie viel Strom fließt. „Das ist eine Handbatterie“, erklärt Reza, und er sei Teil dieser Batterie. „Wenn ich die Hände auf die anderen Metallplatten lege, geht es nicht.“ Die anderen Platten sind nicht aus Kupfer und Zink.

Die drei Jungs haben beim Thema Technik Feuer gefangen. Etwa so hat sich Professor Lutz Fiesser von der Universität Flensburg das Wirken der Miniphänomenta vorgestellt. Fiesser erfand vor sechs Jahren insgesamt 52 Versuche für die Ausstellung. „Kinder sind von Natur aus Forscher, das Einzige, was beim Lernen stört, sind Erwachsene“, sagt er recht drastisch. Die Lehrer sind angehalten, unterstützend beim Forschen dabeizusein, sich aber sehr zurückzuhalten. Einige Jahre nach den ersten Durchläufen der Miniphänomenta hat die Universität Flensburg festgestellt, dass die teilnehmenden Schüler später effizienter lernen.

Knapp 30 Miniphänomenta-Versuche machen für zwei Wochen Station in der Nordstädter Grundschule. Alle Klassen bekommen Zeit, sich mit den Versuchen auseinanderzusetzen. Reza, Volkan und Sahin stehen mittlerweile etwas ratlos vor zwei Holzstücken, die gleich groß sind, wenn man sie aufeinanderlegt, aber sehr unterschiedlich groß aussehen, wenn sie nebeneinander liegen. „Das ist eine optische Täuschung“, erklärt Volkan. Wie sie zustande kommt, verstehen die drei nicht – wie auch immer sie die Holzstücke auf den Tisch legen. „Es liegt auch nicht am Tisch“, sagt Volkan ratlos.

Eine andere Täuschung der Augen fasziniert derweil eine Gruppe Mädchen einen Flur höher. „Das sieht so Hammer aus“, meint Sophie und blinzelt immer wieder durch die Ritzen des „Kinorads“, um den richtigen Blickwinkel auf das zweite Rad zu bekommen. Beide Räder drehen sich über dieselbe Achse. Die aufgemalten Pfeile zeigen abwechselnd in unterschiedliche Richtungen, wenn sich die Räder drehen. An der Wand hängen schriftliche Erläuterungen zu diesem Phänomen. Aber Sophie und ihre Schulkameradinnen sind viel zu aufgeregt, um sie durchzulesen. Es gibt noch so viele andere interessante Versuche.

Die Miniphänomenta ist am heutigen Donnerstag, 10. November, zwischen 16 und 18 Uhr auch für Schuleltern geöffnet, die zusammen mit ihren Kindern physikalische Phänomene erkunden möchten.

Karin Vera Schmidt

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