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Nord Bezirksrat fordert neues Baugebiet 
Hannover Aus den Stadtteilen Nord Bezirksrat fordert neues Baugebiet 
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12:15 18.01.2018
Am Karl-König-Platz (Helmkestraße) entsteht ein Flüchtlingswohnheim. Der Bezirksrat Nord will, dass in der Nachbarschaft ein neues Wohngebiet entsteht.  
Am Karl-König-Platz (Helmkestraße) entsteht ein Flüchtlingswohnheim. Der Bezirksrat Nord will, dass in der Nachbarschaft ein neues Wohngebiet entsteht.   Quelle: Foto: Heidrich
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Hainholz

 Ein neues Wohngebiet am ehemaligen Sportplatz des VfV Hainholz hat der Bezirksrat Nord jetzt angeregt. „Es gibt starke Nachfrage nach Wohnraum, und wir sehen dafür Potenzial in Hainholz“, erklärt SPD-Bezirksratsherr Sven Abend. Durch steigende Mieten bestehe die Gefahr, dass Menschen mit geringem Einkommen aus dem Stadtteil verdrängt werden. Zusätzliche Wohnungen könnten den Markt entlasten. Die Politiker fordern von der Stadtverwaltung zeitnah ein städtebauliches Entwicklungskonzept für das Areal am Sportplatz. 

„Die Anzahl der Wohnungen und Höhe der Gebäude haben wir bewusst offen gelassen, damit Fachleute eventuell auch unterschiedliche Wohnformen vorschlagen“, erläutert der SPD-Politiker. Nach der Prüfung, welche Gebäude baurechtlich in dem Bereich Helmkestraße und Karl-König-Platz zulässig sind, soll ein Bauleitverfahren eingeleitet werden. Im Bezirksrat fand der Antrag von SPD und Grünen einhellig Zustimmung.

Aktuell entsteht auf einem Teil der Freifläche bereits ein Wohnheimkomplex, in dem die Stadt zeitlich befristet Flüchtlinge unterbringen will. Diese Gebäude sind inzwischen fast fertiggestellt, die Außenflächen allerdings nicht. Die Verwaltung geht davon aus, dass sie die ersten Flüchtlinge im Laufe des Jahres dort einquartieren wird. Das Gelände des früheren VfV-Sportplatzes ist damit jedoch nicht ausgeschöpft, außerdem sollen angrenzende Flächen bis zur Helmkestraße in die Planungen einbezogen werden.

Nach den Vorstellungen des Bezirksrats sollen die Planer die Flüchtlingsunterkunft in das neue Wohnbaukonzept integrieren und außerdem öffentliche Grünflächen wie einen Spiel- und Bolzplatz ausweisen. Bisher fehlt der angrenzenden Vereinigte Schmirgel- und Maschinen-Fabriken AG (VSM) noch eine Trasse für ihre seit Längerem geplante zusätzliche Ausfahrt vom Firmengelände. Der Bezirksrat wünscht, dass der Trassenverlauf bei den Wohnbauplanungen in Abstimmung mit den benachbarten Kleingärtnern geklärt wird.

Die Politiker heben hervor, dass der Stadtteil Hainholz sich in den vergangenen Jahren speziell durch das Sanierungsprogramm Soziale Stadt positiv entwickelt habe. In öffentliche Einrichtungen wie das Kulturhaus, die Fichteschule und die Parkanlagen der „Grünen Mitte“ sind Fördermittel in zweistelliger Millionenhöhe geflossen. Durch diese Verbesserungen sowie die fortschreitende Modernisierung von Wohngebäuden wachse die Bedeutung des Stadtteils als zentrumsnahes Viertel für Familien.

Von Bärbel Hilbig