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Nord Jugendzentrum FRE!RAUM hat neuen Standort in Vahrenheide
Hannover Aus den Stadtteilen Nord

Hannover-Vahrenheide: Jugendzentrum FRE!RAUM hat neuen Standort in Vahrenheide

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00:15 20.05.2019
gelassene Stimmung Quelle: Amelie Rook
Vahrenheide

Billardtisch, Tischtennisplatte oder Gesellschaftsspiele – im neuen Standort des Jugendzentrums FRE!RAUM gibt es viele Möglichkeiten zum Spielen, Entspannen und Freunde treffen. Knapp 50 Besucher haben mit alkoholfreiem Sekt und Musik den 30. Geburtstag sowie die neuen Räumlichkeiten des Jugendzentrums in Vahrenheide gefeiert.

Angefangen in der Güntherstraße in Döhren, über das Haus der Evangelischen Jugend in Linden, in dem sie zwölf Jahre waren, hat das neue inklusive Evangelische Jugendzentrum FRE!RAUM seit Mai 2018 einen neuen Platz in der Tituskirche in Vahrenheide gefunden. „Die Suche nach einem neuen Standort hat sich nicht einfach gestaltet“, sagt Organisator Udo Radtke. Zudem habe das Jugendzentrum mit dem Image von Vahrenheide zu kämpfen, der Zulauf sei deutlich geringer als in Linden, erst seit zwei Monaten kommen Jugendliche aus den Stadtteilen. „Aber insgesamt sind wir mit dem Standort zufrieden, wir fühlen uns hier wohl“, sagt Radkte.

Das Jugendzentrum FRE!RAUM bietet Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit und ohne Handicap viele Projekte, Freizeiten und einen Raum zum Freunde treffen. In Kooperation mit der Kunstschule Lotus ist das Projekt „Kunst öffnet und verbindet“ entstanden, bei dem sich die Jugendlichen ausprobieren und miteinander arbeiten können. Neben einem großen Gemeinschaftsraum mit Tischtennisplatte, Billardtisch, Fernseher, Gesellschaftsspielen und einer Sofaecke, gibt es auch ein Medienzimmer mit Computern und einen großen Außenbereich. Besonders im Bereich Freizeit unternehmen die Jugendlichen mit und ohne Handicap viel: es gibt Mädchenfreizeiten, Fußballcamps, Sommerfreizeiten oder Wochenendfreizeiten. „Die Freizeiten haben mir immer sehr viel Spaß gemacht“, sagt Lisa Herrmann. Zwölf Jahre war sie Teil des Jugendzentrums, es sei wie eine kleine Familie geworden. „Ich konnte mit meinen Problemen immer zu den Betreuern kommen, ich habe mich sehr wohl gefühlt“, sagt Herrmann.

Das Jugendzentrum FRE!Raum feiert 30. Geburtstag und die offizielle Eröffnung des neuen Standorts in Vahrenheide. Dieses bietet Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit und ohne Handicap viele Projekte, Freizeiten und einen Raum zum Freunde treffen.

Auch Organisatorin Ines Jüttner, Bürgermeister Thomas Hermann, Superintendentin Bärbel Wallrath-Peter, Harry Grunenberg, Bezirksbürgermeister Bothfeld-Vahrenheide und Vorsitzende des Kirchenvorstands Irene Schwulera gratulieren zum neuen Standort und bedanken sich bei allen Mitwirkenden. Seit 2010 sei Hannover auf dem Weg zu einer inklusiven Stadt. „Diesen Weg werden wir weiter gehen, ein gutes und respektvolles Miteinander ist ganz wichtig“, sagt Hermann. Der neue Standort, der sowohl Herausforderung als auch Chance ist, sei ein idealer Begegnungsort mit vielen Freiräumen. „Hier gibt es einen Ort, da kann ich einfach so sein wie ich bin“, sagt Wallrath-Peter.

Kommentar: Chance annehmen

Bei der Eröffnung der Einrichtung sind die Begriffe Herausforderung und Chance gefallen. Dahinter verbirgt sich die Tatsache, dass ein seit drei Jahrzehnten erfolgreiches evangelisches Jugendzentrum zum wiederholten Male den Standort gewechselt und seine Zelte nun in Vahrenheide aufgeschlagen hat. Das Frei!Raum hat nicht nur für Jugendliche eine offene Tür, sondern versteht sich vor allem auch als integrative Einrichtung. In Döhren und dann Linden hat das Konzept gut funktioniert. Jetzt also Vahrenheide. Die Teenager haben schon ein wenig Schwellenangst gezeigt, bevor sie sich aus den südlichen und westlichen Stadtteilen in den Osten aufgemacht haben. Aber es beginnt zu funktionieren. Die Herausforderung Vahrenheide kann schon bewältigt werden, wenn man den Stadtteil nicht von vornherein in ein kritisches Licht rückt. Erst mal gucken zu kommen lohnt sich, die Arbeit geht ja einfach nur woanders weiter. Natürlich gibt es am Vahrenheider Markt ein paar Probleme mehr als in der Güntherstraße in Döhren. Doch für die jungen Leute in dem Viertel ist das Frei!Raum eine große Chance für kreative Abwechslung und Anlaufstelle bei Langeweile oder Problemen. Jugendliche müssen nicht gleich sein, um voneinander zu profitieren. Sie sollten diese Chance unbedingt annehmen, die aus Vahrenheide genauso wie die „Zugereisten“.

Von Amelie Rook

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