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Nord Stadt sucht weiter Platz für Flüchtlinge
Hannover Aus den Stadtteilen Nord Stadt sucht weiter Platz für Flüchtlinge
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00:16 07.12.2014
Um weitere Flüchtlinge unterzubringen, sollen Wohncontainer wie diese auch in Hannover aufgestellt werden. Quelle: David Ebener/dpa
Hannover

„Wenn nicht schnell etwas passiert, dann haben wir ein Problem.“ Mit diesem Satz fasste Marc Schalow, Bereichsleiter für Wohnen und Stadterneuerung der Stadtverwaltung, in der vergangenen Woche die Situation der Flüchtlingsunterbringung in Hannover zusammen. In der Konsequenz müssen dringend neue Unterbringungsmöglichkeiten geschaffen werden, möglicherweise auch im Stadtbezirk Stöcken-Herrenhausen.

In der jüngsten Sitzung des Bezirksrats Herrenhausen-Stöcken berichtete der Mitarbeiter der Stadtverwaltung vergangene Woche über die Flüchtlingsunterbringung im Stadtteil. Die an der Ecke Fuhsestraße/Eichsfelder Straße geplanten Wohncontainer sollen demnach noch vor Weihnachten aufgestellt werden. Die CDU-Fraktion kündigte an, dass sie Container nur über einen überschaubaren Zeitraum im Stadtbezirk akzeptiert. Es solle nicht zu einer Situation wie in den neunziger Jahren kommen.

„Wir wollen nicht wieder erleben, dass wir über die Dauer von Verträgen getäuscht werden“, erklärte CDU-Bezirksratsherr Norbert Dragon. Damals wurden einmal an der Fuhsestraße aufgestellte Wohnmodule nach der Nutzung als Flüchtlingsunterkunft nicht wieder entfernt, sondern an Nachnutzer vermietet. Eine Zeit lang lebten dort Industriearbeiter, bis die Container mit der Zeit verfielen und das Gelände verwahrloste. „Das werden wir in der Fuhsestraße so nicht akzeptieren“, kündigte Dragon an. Die CDU-Fraktion unterstütze dabei grundsätzlich die Unterbringung von Flüchtlingen im Stadtbezirk. Vermieden werden solle lediglich die unkontrollierte Dauernutzung der Fläche als Modulstandort.

Im Zuge eines Notfallprogramms sollen in die geplante Containersiedlung schnellstmöglich hundert Flüchtlinge einziehen. Die Brachfläche wird derzeit für die Wohnmodule vorbereitet, die voraussichtlich noch vor Weihnachten geliefert werden. Stadtvertreter Schalow erklärte, dass die Module von der Stadt zunächst lediglich für die Dauer von zwei Jahren angemietet werden. „Wir bauen sie so schnell wie möglich wieder ab. Aber wir nutzen sie so lange wie nötig“, so Schalow. Das Ziel sei, alle Flüchtlinge auf dem schnellsten Weg in reguläre Unterkünfte zu überführen.

Derzeit leben im Stadtbezirk Stöcken-Herrenhausen 190 Flüchtlinge in drei Wohnprojekten. Das sind etwa 10 Prozent der insgesamt 1824 Flüchtlinge in Hannover. In einem ausführlichen Vortrag beschrieb Schalow dem Bezirksrat und den anwesenden Bürgern die aktuelle Situation im Stadtbezirk. Besonders problematisch, aber aktuell unumgänglich sei die vorübergehende Unterbringung von Flüchtlingen in Sporthallen. Die Turnhalle der Feuerwehr in Stöcken wird bereits als Notunterkunft genutzt. Derzeit sucht die Stadt nach weiteren Sporthallen, um ihrer Pflicht zur Beherbergung der Asylsuchenden im Notfall gerecht werden zu können. Weitere Unterkünfte im Stadtbezirk, ob angemietet oder als Neubauten, sind also nicht ausgeschlossen.

Die Vorsitzende des Integrationsbeirats Herrenhausen-Stöcken, Hildegard Thimm, bemängelte die häufig kurzfristigen Maßnahmen der Stadt. „Wir sind jederzeit sofort bereit zu helfen, wenn wir informiert werden“, so Thimm. Der Integrationsbeirat verfügt über eigene Mittel, mit denen er etwa kurzfristig Fahrkarten für Flüchtlinge zur Verfügung stellen kann. Grundsätzlich begrüßten die Bezirksratspolitiker fraktionsübergreifend den detaillierten Bericht des Bereichleiters Schalow.

Von Mario Moers

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