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Nord Hannovers Norden fühlt sich bei Müllentsorgung benachteiligt
Hannover Aus den Stadtteilen Nord Hannovers Norden fühlt sich bei Müllentsorgung benachteiligt
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14:18 10.03.2011
Schandflecken: Am Engelbosteler Damm stellen Anwohner den Müll zu früh vor die Tür. Quelle: Teetz

Der Bezirksrat Nord will das Müllproblem in der Nordstadt lösen: Anwohner klagen immer wieder über zerfledderte Gelbe Säcke, die sich tagelang auf Bürgersteigen türmen. Auch Streusand und Split lagen noch Wochen nach dem Schmelzen des Schnees am Engelbosteler Damm und in anderen Straßen. „Und das, obwohl in anderen Stadtteilen schon längst geräumt wurde“, kritisierte Bezirksbürgermeisterin Edeltraut-Inge Geschke in der jüngsten Bezirksratssitzung. Kornelia Hülter, Geschäftsführerin des Abfallwirtschaftsbetriebs aha, stellte einige Verbesserungen zumindest in Aussicht.

Bei aha werde über eine neue Regelung des Winterdienstes und der Straßenreinigung nachgedacht. Dieser Bereich umfasse rund 300 Mitarbeiter, sagte Hülter. Diese würden Hannovers Straßenzüge nach vorgegebenen Plänen abarbeiten. Allerdings seien Kehrmaschinen aus technischen Gründen bei kaltem Wetter nur bedingt einsetzbar. Bei Temperaturen unter zwei Grad Celsius müssten die Mitarbeiter mit Schaufel und Besen ans Werk gehen. Entsprechend länger dauere es auch, das Streugut wieder einzusammeln. Möglicherweise sollen künftig aber Mitarbeiter anderer Unternehmensbereiche bei Bedarf im Winterdienst aushelfen; zum Beispiel aus der rund 750 Angestellte umfassenden Müllabfuhr. „Das ist aber noch nicht fest eingeplant“, betonte Hülter.

Vorerst wenig ändern wird sich auch bei der Müllentsorgung. Alle 14 Tage holt aha die Gelben Säcke vor den Häusern in der Nordstadt ab. In einigen anderen Stadtteilen geschehe das wöchentlich. „Die dichtbesiedelte Nordstadt ist dadurch benachteiligt. Ließe sich das nicht auch einmal tauschen?“, fragte Stefan Winter (Grüne). Die Abholtermine seien vor Jahren festgelegt worden, sagte Hülter. „Ein kurzfristiger Tausch brächte nur Unruhe.“ Denn dann hätten eben andere Wohnviertel das Nachsehen. Überall auf wöchentlichen Turnus umzustellen, erlaube der Vertrag mit dem Dualen System nicht. Das bundesweit agierende Unternehmen hat aha mit der Abholung der Säcke beauftragt. Der Vertrag läuft Ende 2013 aus, dann wird neu verhandelt. Womöglich installiert aha in Hannover ein neues System. Der Abfallwirtschaftsbetrieb testet derzeit in einigen Gebieten der Region die sogenannte O-Tonne für Wertstoffe, die den Gelben Sack ersetzt. „Das würden wir gern auch in Hannover anbieten“, sagte Hülter. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass es vor Häusern mit vielen Mietparteien genug Platz für solche Tonnen gibt“, entgegnete Brigitte Nieße (Grüne). Es könne sich dann auch um große Säcke handeln, erwiderte Hülter. Der Vorteil wäre der gleiche: Zusätzlich zu Verpackungen können in den O-Tonnen auch kleine Elektrogeräte, Metalle und Kunststoffe entsorgt werden, was so manche Fahrt zu Wertstoffhöfen unnötig macht. „Und wir könnten den Abholturnus selbst bestimmen“, betonte Hülter.

Den Umgang mit den Gelben Säcken sieht der Bezirksrat jedenfalls als Problem. „Der Müll bleibt an vielen Stellen einfach zu lange liegen“, sagte Christian Nieße von den Grünen. „Zum Beispiel türmt sich in der Straße Am Kleinen Felde Abfall an den Baumscheiben“, fügte der Sozialdemokrat Robert Nicholls hinzu. „Das Problem ist, dass die Säcke zu früh vor die Tür gestellt werden“, sagte Hülter. Viele Anwohner würden die Säcke schon mehrere Tage vor dem Abholtermin herausbringen; Tiere und Wind verteilten dann den Inhalt. Lande der Müll auf der Straße, räume ihn aha auch weg. „Aber auf den Gehwegen sind die Anlieger zuständig.“ Hülter schlug vor, dass aha an geeigneten Stellen Gitterboxen für die Gelben Säcke aufstellt. Der Bezirksrat will dafür Standortvorschläge machen.

Marcel Schwarzenberger

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