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Nord Gemeinsam gegen das Alleinsein im Alter
Hannover Aus den Stadtteilen Nord Gemeinsam gegen das Alleinsein im Alter
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01:15 10.03.2019
Mit Fahrradwerbung macht das ZWAR-Netzwerk auf sich aufmerksam. Quelle: Foto: Hoffmann
Stöcken

Was tun, sobald der Beruf nicht mehr den Alltag bestimmt? Dieser Frage widmet sich das erste Zwar-Netzwerk Hannovers in Herrenhausen-Stöcken. Sich untereinander vernetzen und gemeinsame Aktivitäten organisieren: Das Projekt soll Einsamkeit und Langeweile nach der Rente vorbeugen. Am 7. März lädt das Zwar-Netzwerk zu seinem ersten Treffen.

„Ü55 – und dann?“ oder „Was heißt schon alt?“ steht auf den plakatierten Fahrrädern geschrieben, die sich aktuell im Stadtteil Herrenhausen-Stöcken verteilen. Mit der Werbeaktion machen die Evangelische Kirchengemeinde Ledeburg-Stöcken und ihre Kooperationspartner wie das Stadtbezirksmanagement Hannovers, das Quartiersmanagement Stöckens, die Kommunale Seniorenarbeit und der Stadtteilkultur auf ihre neue Aktion aufmerksam.

Zwar steht abgekürzt für „Zwischen Arbeit und Ruhestand“ und spricht angehende Senioren ab etwa 55 Jahren an. Eine genau festgelegte Zielgruppe gebe es aber nicht, betont Johannes Meyer von der Evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde. „Wer bei den Treffen gerne mitmachen möchte, ist herzlich eingeladen“, sagt Meyer.

In Nordrhein-Westfalen hat sich das Projekt bereits etabliert: Rund 70 Netzwerkstellen des Zwar-Projekts laden regelmäßig zu ihren Treffen unterschiedlichster Art. Ob Spieleabende, Kinobesuche oder sportliche Aktivitäten – die Teilnehmer bestimmen selbst, wie sie ihre Freizeit gemeinsam gestalten wollen. „Bei dem Projekt steht die Selbstständigkeit im Vordergrund“, erklärt Carmen Müller von der Stadtteilkultur. „Was da genau auf uns zukommt, können wir also noch gar nicht genau sagen.“

Zwar-Netzwerk Herrenhausen Stöcken. Quelle: privat

In einem ersten Treffen wird deshalb erst einmal organisiert: Welche Interessen zukünftig umgesetzt werden sollen, bestimmen die angehenden Senioren. So sollen sich Gruppen bilden, die ihre zukünftigen Treffen selbst organisieren. „Ich möchte, das wir den Menschen etwas zutrauen“, sagt Müller optimistisch. Veranstaltungen für alle Zwar-Teilnehmer sollen dennoch etwa alle sechs Wochen stattfinden. Ob dann Referenten eingeladen oder Feste gefeiert werden, bestimmen ebenfalls die Teilnehmer.

Entstanden ist die Idee, um Menschen noch vor der Rente eine selbstbestimmte Perspektive zu bieten. Gerade Zugezogene oder Alleinstehende, die sich überwiegend auf ihren Beruf konzentriert haben, sollen so noch neue soziale Kontakte finden. „Es gibt hier zwar bereits Seniorenarbeit, aber sie erreicht nicht die breite Masse“, sagt Meyer. „Und die Beobachtung der Gemeinde zeigt, dass sich nicht wenige im Alter alleine fühlen.“

Wer an dem ersten Zwar-Treffen teilnehmen möchte, kann am 7. März ab 18.30 Uhr die Aula der IGS Stöcken, Eichsfelder Straße 38, besuchen. Ein Mitgliedsbeitrag wird bei den Treffen nicht erhoben.

Von Nina Hoffmann

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