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Nord Hochhaus-Casting an der Vahrenwalder Straße
Hannover Aus den Stadtteilen Nord Hochhaus-Casting an der Vahrenwalder Straße
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06:15 12.07.2012
Von Conrad von Meding
So könnte das neue Gebäude an der Vahrenwalder Straße aussehen. Ein Vorschlag des Architekturbüros Gibbins. Quelle: Gibbins Europeans Architects
Hannover

Manchmal muss man die Dinge seinem Kunden schmackhaft machen. Das ist bei Groschenartikeln zuweilen nicht anders als bei Multimillionenprojekten. Für das seit 20 Jahren leerstehende ehemalige Opel-Verkaufsgrundstück an der Vahrenwalder Straße hat eine hannoversche Investorengruppe jetzt eine pfiffige Idee gehabt. Drei Architekturbüros aus Hamburg und Hannover sind gebeten worden, Planungsvarianten zu entwickeln, um der Phantasie möglicher Mieter oder Käufer auf die Sprünge zu helfen. Ob eine davon wirklich realisiert oder am Ende ganz anders gebaut wird, ist noch offen.

Eine Investorengruppe stellt Varianten für eine Bebauung an der Vahrenwalder Straße vor: Das „City Gate Nord" könnte bis zu 70 Millionen Euro kosten.

„City Gate Nord“ hat das Firmentrio, bestehend aus den beiden Entwicklerfirmen Hannover Region Grundstücksgesellschaften (HRG) sowie Delta Bau, das Projekt genannt. Sie haben das 14.000 Quadratmeter große Grundstück gemeinsam gekauft und wollen es bebauen. „Der Vorteil des Grundstücks ist außer der exzellenten Lage die schnelle Realisierbarkeit“, sagt Delta-Geschäftsführer Dirk Streicher. Weil der Bebauungsplan bereits existiert, können die Investoren sofort eine Baugenehmigung beantragen, wenn ein Nutzer gefunden ist. Oder mehrere Nutzer. „Die Büros lassen sich in Flächen ab 500 Quadratmeter aufteilen“, sagt HRG-Chef Thomas Heinemann. Derartige Einheiten zählen laut Immobilienmarktbericht zu den nachgefragtesten Größenordnungen, betont HRG-Geschäftsführer Matthias Böhle.

Vorgaben für die drei Planungsbüros war die maximale Bruttogeschossfläche von 38.000 Quadratmetern und eine Mindestbauhöhe von 22 Metern – beides gibt der Bebauungsplan vor. Aus diesen Vorgaben haben die Planer völlig unterschiedliche Konturen und Konzepte entwickelt.

Mit LED-Fassadenbändern: Das Büro Gibbins Europeans Architects hat einen sehr massiven Baukörper entwickelt, der das gesamte Grundstück bestmöglich ausnutzt. Das zur Ecke achtgeschossige Bauwerk könnte mit Fassadenbändern aufgelockert werden, die abends leuchten.

Die runde Variante: Mit klassisch-zeitgemäßer Architektur präsentiert das hannoversche Büro Berneit/Kopmann/Radtke (BKR) seinen Entwurf. So hätte das Gebäude allerdings nur 26.000 Quadratmeter Geschossfläche – statt 33.000 wie beim Hamburger Entwurf. Deshalb gilt das BKR-Konzept als das hochwertigste, aber auch teuerste. Es ermöglicht dank intelligenter Fassadengliederung auch Handelsansiedlung in mehreren Etagen.

Die steile Moderne: An fortschrittliche holländische Gewerbearchitektur erinnert der Entwurf der hannoverschen Planerschmiede Martienssen, der seinen Charakter aus dem hoch aufragenden Baukörper zur Vahrenwalder Straße hin speist. Das Konzept ist mit 25000 Quadratmetern Geschossfläche beziffert, lässt sich aber erweitern.

Die Investorengruppe rechnet fest damit, dass das Grundstück in mehreren Abschnitten bebaut wird. Wann es losgehen soll, ist unklar. „Wir wollen Qualität und keinen Schnellschuss“, sagt Heinemann. Das Grundstück hat eine bewegte Geschichte. Wie ausführlich berichtet, hatte es unter anderem Pläne für ein Multiplexkino gegeben. Der ehemalige Eigentümer hatte versucht, sich umzubringen, er soll ein Pflegefall sein.

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