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Nord Hausgarten wächst in die Höhe
Hannover Aus den Stadtteilen Nord Hausgarten wächst in die Höhe
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08:18 19.04.2015
Von Isabel Christian
Peter Endebrock genießt seine begrünte Wand. Ein Spiegel (li.) erweitert das Blickfeld. Quelle: Michael Thomas
Nordstadt

Eine kleine Holzterrasse und ein winziger Streifen Rasen waren alles, worauf Peter und Cornelia Endebrock bei ihrem Einzug in das neu gebaute Reihenhaus in der Warstraße blickten. Für die beiden Gartenliebhaber eine ernüchternde Aussicht. Also fragten sie einen Gartendesigner um Rat - und bekamen den Vorschlag, wenn man nicht in die Breite gehen könne, müsse man eben in die Höhe pflanzen. Und so schauen die Endebrocks inzwischen vom Terrassenfenster aus auf ein vertikales Beet, das immer grüner wird.

„Als wir dem Gartengestalter den L-förmigen Grundriss unseres Gartens zeigten, meinte er erst, das sei eine echte Herausforderung“, sagt Peter Endebrock und schmunzelt. Doch im Entwurf löste der Designer das Platzproblem mit einigen ungewöhnlichen Elementen. Wie ein Kunstwerk sieht der kleine Garten mittlerweile aus, auch wenn die Endebrocks den Entwurf nicht eins zu eins umgesetzt haben. Auf der Rasenfläche wachsen jetzt Büsche und lange Gräser, die von drei Seiten mit kniehohen Spiegelscheiben umrahmt sind. Dadurch wirkt das Grün gleich doppelt so üppig. Die Bäumchen auf der Terrasse werden mit Licht angestrahlt, und über die gesamte Steinfläche verläuft kreuzförmig eine Lichtleiste, die je nach Geschmack in unterschiedlichen Farbtönen leuchtet.

Doch der Hingucker sind die Grünpflanzen, die sich aus der Wand gen Himmel winden. Eingebettet sind sie in Metallgehäuse, die mit speziellem Granulat gefüllt sind. Es saugt die Feuchtigkeit auf und bietet den Pflanzen Halt für ihr Wurzelwerk. „Als Garten für draußen sind vertikale Beete hier im Norden noch relativ selten“, erklärt Endebrock. In südeuropäischen Ländern verschönern sie dagegen so manchen Hinterhof. Doch für diese Pflanzen ist es in Deutschland einfach zu kalt. „Die Hersteller empfehlen deshalb Gras, wenn man etwa an der Fassade einen vertikalen Garten anlegen will“, sagt Endebrock.

Doch das möchte der Mathematiker im Ruhestand nicht. Und lässt sich deshalb auf ein Experiment ein. Neben Gräsern wachsen aus seinem Beet auch Farne, Schilf und sogar Blumengewächse. Einen Monat lang hat eine Gärtnerei die Pflanzen angezogen, dann wurde die Wand mithilfe von Stahlträgern im Garten aufgestellt. Der Spezialgarten hat allerdings seinen Preis. Zwischen 1000 und 1500 Euro kostet der Quadratmeter vertikales Beet - ohne die Bewässerungsanlage, die die Pflanzen regenunabhängig wässert.

„Mal sehen, ob die Rechnung langfristig aufgeht“, sagt Endebrock. Doch er ist optimistisch. „Einige Blumen haben vergangenes Jahr schon geblüht, und die Wand wird langsam, aber stetig grüner.“

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