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Nord In der Nordstadt ticken die Uhren anders
Hannover Aus den Stadtteilen Nord In der Nordstadt ticken die Uhren anders
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13:26 28.01.2015
Wer sich an der linken Uhr orientiert, der hat die falsche gewählt. Quelle: Benjamin Behrens
Hannover

Eigentlich hat ja jeder eine Uhr dabei heutzutage, sei es eine Armbanduhr oder die Zeitanzeige auf dem Handy - man bräuchte Turmuhren eigentlich gar nicht mehr. Aber wenn der Weg in der Nähe vorbeiführt, dann schauen viele Passanten doch mal eben hoch zur Uhr der Christuskirche. Wer das in den letzten Tagen getan hat, dürfte sich ordentlich gewundert haben, denn das Zifferblatt, das in Richtung Engelbosteler Damm zeigt, geht ganz gewaltig nach. Über eine Stunde hängt es den beiden anderen hinterher. Bis letzten Dienstag funktionierte auch die gegenüberliegende Zeitanzeige nicht. „Es ist eine alte Uhr“, sagt Küsterin Claudia Stenzel, Küsterin der Christuskirche, da gehe dann schon mal was kaputt. Seit 2011 betreut sie die 150 Jahre alte Kirche.

Anfang vergangener Woche stattete Bernd Motzek, Techniker der Firma Herforder Elektromotoren Werke, der Turmuhr einen Besuch ab, um sie zu reparieren, seitdem funktioniert immerhin eine der beiden Uhren wieder. Die Firma stellt neben Elektromotoren auch Läutemaschinen und Kirchturmuhren her. Technik des 1892 gegründeten Unternehmens bringt namhafte Kirchen zum Klingen: Auf der Auftragsliste stehen der Kölner Dom, der Michel in Hamburg, der Frankfurter Dom, St. Pauls in London oder die Kathedrale in Canterbury. Und auch in der Christuskirche sorgen die Herforder für Geläut und zuverlässige Zeitanzeige. Meistens jedenfalls.

„Als vergangenes Jahr auf Sommerzeit umgestellt werden sollte, ging gar nichts mehr“, berichtet Küsterin Stenzel. „Die Hauptuhr und ihren Funkempfänger haben wir dann ausgetauscht“, erläutert Techniker Motzek. Diese steuert die drei Zifferblätter an. „Jedes hat seinen eigenen Motor“, erklärt Claudia Stenzel. Eventuell müsse jetzt der Motor der defekten Anzeige ersetzt werden. Die Küsterin ist froh, dass sich ein Fachmann um die komplizierte Anlage kümmert. „Sie ist wie ein kleiner Computer“, beschreibt es die Küsterin. „Mehr als die Glocken läuten kann ich nicht.“

Und auch das passiert natürlich nicht von Hand, sondern per Programmierung im Computer. „Wir haben drei Glocken, eine kleine, eine mittlere und eine tiefe große“, berichtet Küsterin Stenzel. Alle Termine und Uhrzeiten, zu denen geläutet werden soll, lassen sich vorher eingeben. Fest geplante Gottesdienste kann man so schon für das ganze Jahr einprogrammieren, der Rest läuft dann automatisch. Und hoffentlich geht demnächst dann auch die Uhr wieder zuverlässig.

Von Benjamin Behrens

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