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Nord Kita in Vahrenwald wird nicht gebaut: 216 Kindergartenplätze fehlen
Hannover Aus den Stadtteilen Nord Kita in Vahrenwald wird nicht gebaut: 216 Kindergartenplätze fehlen
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17:44 24.02.2011
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Der Bezirksrat Vahrenwald-List sorgt sich um die Kinderbetreuung im Stadtbezirk. Dort müssten in den nächsten zwei Jahren noch 216 Betreuungsplätze geschaffen werden, um die im städtischen Kindertagesstättenbericht 2010 genannte Mindestzahl von rund 760 Plätzen zu erreichen. Das könnte schwierig werden: Ein Neubauprojekt an der Vahrenwalder Rotermundstraße etwa sollte auch eine Kita umfassen. „Aber dieser Kindergarten ist dort gar nicht mehr geplant“, sagte Wilfried Lorenz (CDU) in der jüngsten Bezirksratssitzung.

Voraussichtlich ab Mai entsteht an der Rotermundstraße ein Pflegezentrum für Senioren. Wie berichtet, gehört zum Komplex auch ein gesonderter Pflegebereich für stark übergewichtige Menschen. Rund 8,6 Millionen Euro sollen investiert werden; die Eröffnung ist für 2012 vorgesehen. Vor gut zwei Jahren wurde das Projekt auch dem Bezirksrat vorgestellt. Damals gehörten zum Bauprogramm noch Arztpraxen und eine Kita mit drei Gruppen. Dafür hatte die Stadt auch eine Baugenehmigung erteilt. Der Bauträger, die Hamelner Firma Kontur Bau Vision, hat aber inzwischen einen neuen Betreiber des Pflegeheims als Partner gefunden – die Goslarer Gesellschaft für soziale Aufgaben (GesA). Beide Unternehmen sind auch Partner bei einer Seniorenresidenz in der List, die gerade entsteht (der Stadt-Anzeiger berichtete).

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Im Januar reichte Kontur Bau Vision einen neuen Bauantrag bei der Stadt ein. „Der beinhaltet keine Kita und keine Arztpraxen mehr, sondern lediglich den Bau eines Altenheims“, sagte Stadtplaner Karl Schuchert. GesA-Geschäftsführer Kenneth Woods begründet die neuen Pläne mit einem veränderten Konzept. Ursprünglich sollte der Komplex größer gebaut werden und unter anderem bis zu 130 Senioren Platz bieten. Nun sollen es lediglich gut 100 Plätze sein. „Damit sind wir ausgelastet“, betonte Woods auf Nachfrage des Stadt-Anzeigers. Zwar würden Seniorenzentrum und Kindergarten prinzipiell gut zusammenpassen. Aber die Dimensionen des Neubaus werden nun bescheidener; für eine Kita reicht es nicht. Zudem habe der ursprüngliche Plan für den Kita-Betreiber lediglich einen Pachtvertrag für zehn Jahre vorgesehen. „Und was wäre, wenn die Kita danach nicht mehr gebraucht würde?“, fragte Woods. Einen Gebäudetrakt für eine Untervermietung zu reservieren, halte er für riskant. Die Stadt muss den neuen Bauantrag noch überprüfen. „Aber den Investor können wir natürlich nicht zum Bau einer Kita zwingen“, betonte Stadtplaner Schuchert. Das verstehe sich von selbst, erwiderte Lorenz. „Aber es muss geklärt werden, wo denn nun die Betreuungsplätze abbleiben“, forderte er.

Immerhin habe die Stadt bislang mit den Kita-Plätzen an der Rotermundstraße kalkuliert, betont die CDU-Fraktion. Die Verwaltung müsse nun schnellstens Alternativen suchen. Eine Möglichkeit stellte Schuchert bereits in Aussicht: „Wir prüfen Liegenschaften, um zusätzliche Krippenplätze zu schaffen.“ Auch Elterninitiativen sollen gefördert werden. Dem Bezirksrat ist das alles aber noch zu vage. Einmütig stimmte das Gremium einem Antrag der Grünen zu. Die forderten, dass die Stadt so schnell wie möglich eine detaillierte Statistik zu Bedarf und vorhandenem Angebot vorlegt. „Vor allem der Ausbau der Kleinkindbetreuung soll dabei ein Schwerpunkt sein“, sagte Monica Plate (Grüne). Auf Wunsch der CDU bezog der Bezirksrat auch die Versorgung des Stadtbezirks mit Hortplätzen in die Forderung ein. „Auch dazu wollen wir Perspektiven hören“, betonte Fraktionschef Lars Pohl.

Marcel Schwarzenberger

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