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Nord Kita sucht dringend neue Räume
Hannover Aus den Stadtteilen Nord Kita sucht dringend neue Räume
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09:27 23.02.2012
Von Christian Link
Den nächsten Fasching will die Nordstädter Kita an zwei Standorten feiern. Quelle: Link
Nordstadt

Die Landesbehörde fordert, dass für jedes Kind mindestens zwölf Quadratmeter auf einem Außengelände in direkter Nähe der Kita zur Verfügung stehen. Bei einer Gruppengröße von 15 Kindern werden also 180 Quadratmeter Außenfläche benötigt – solche Orte sind in der Nordstadt jedoch Mangelware.

„Seit Dezember vergangenen Jahres sind wir auf der Suche nach geeigneten Immobilien“, sagt die Vorsitzende der Elterninitiative Kristina von Scheidt. Im Bereich der Nordstadt sei es jedoch nahezu unmöglich den bürokratischen Vorgaben gerecht zu werden. Gesucht werden Räume, die mindestens 120 Quadratmeter Innenraum bieten, ebenerdig erreichbar sind und ein Außengelände mit wenigstens 120 Quadratmetern haben. Außerdem sollte die Miete im Idealfall 865 Euro betragen. So hoch ist der Mietkostenzuschuss der Stadt. „Wenn die Gesamtsituation stimmt, zahlen wir aber auch mehr“, sagt von Scheidt.

Einen Vorschlag der Elterninitiative lehnte das Kultusministerium ab. Dieser sah vor, neue Räume nur wenige Meter entfernt von der bestehenden Kita zu mieten. Mit dem künftigen Vermieter war sich die Initiative bereits einig. Als Außengelände sollte ein 400 Quadratmeter großer Schrebergarten in der Kolonie „Georgengarten“ dienen. Doch das reichte der Landesbehörde nicht aus. Laut Elterninitiative scheiterte es daran, dass der Landesbehörde das Außengelände zu weit von den neuen Kitaräumen entfernt lag. „Eine solche Entscheidung ist immer vom Einzelfall abhängig und wird von den Beteiligten vor Ort getroffen“, sagte eine Ministeriumssprecherin auf Anfrage des Stadt-Anzeigers.

Das Absurde daran ist: Für die bestehenden Kitaräume wird diese Lösung bereits akzeptiert. Denn die Kindertagesstätte hat selbst nur einen kleinen Innenhof. Als offizieller Außenbereich wird bereits ein Schrebergarten im Georgengarten genutzt – und auch vom Kultusministerium anerkannt. Dasselbe Modell soll für die neue Kitagruppe aber nicht gelten, obwohl die neuen Räume sogar etwas näher liegen. „Das ist verrückt“, sagt Betreuer Christian O‘Farrell.

Der neue Raumbedarf der Kita Gartenzwerge hat finanzielle Gründe. Derzeit werden in der Elterninitiative eine Vor- und eine Nachmittagsgruppe betreut. Die finanzielle Förderung der Nachmittagsgruppe seitens des Landes ist nach den Worten der Vorsitzenden aber zu niedrig. „Die Gruppe rechnet sich einfach nicht“, sagt von Scheidt. Darum will die Kita zukünftig zwei Vormittagsgruppen anbieten, die Nachmittagsgruppe soll entfallen.

Die Kita Gartenzwerge sei die letzte Einrichtung im Stadtgebiet, die überhaupt noch eine reine Nachmittagsbetreuung anbiete. Ursprünglich war diese für Studenten gedacht, aber durch die neuen Studienabschlüsse haben sich die Vorlesungszeiten verschoben, und der Bedarf hat sich geändert. Die Stadt und der Dachverband Kinderladeninitative Hannover hätten den Gartenzwergen daher geraten, das Angebot in Zukunft umzustellen.

In der Kita werden derzeit 30 Kinder im Alter von ein bis drei Jahren in zwei Gruppen betreut. Die Betreuung findet von 8.30 bis 14 Uhr und von 14.30 bis 18.30 Uhr statt.

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