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Nord Kleingärten sollen Wohnungen weichen
Hannover Aus den Stadtteilen Nord Kleingärten sollen Wohnungen weichen
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14:28 10.10.2013
Von Christian Link
Verkleinern, nicht verkaufen: Der Kleingartenverband hat kein Interesse an der Veräußerung von Parzellen am Vinnhorster Weg – vielmehr möchte er aus einer drei Parzellen machen. Quelle: Michael Wallmüller
Hannover

Die Pächter fürchten nun um den Fortbestand ihrer Lauben. Bis die ersten Kleingärten mit Häusern bebaut werden, kann es aber noch Jahre dauern – wenn es überhaupt dazu kommt.

Seit Bekanntwerden der städtischen Pläne herrscht bei den Kleingärtnern in Burg „allgemeine Unruhe“, sagt Michael Wefing, Vorsitzender der Kolonie Herrenhausen-Burg. Am Vinnhorster Weg will die Stadt in den nächsten Jahren 200 neue Wohnheinheiten schaffen. Vier Kleingartenvereine auf der östlichen Straßenseite wären betroffen: Die Kolonien Burgfrieden, Rehagen, Burgland und Herrenhausen-Burg. Wefing bereitet das Wohnkonzept 2025 aber keine schlaflosen Nächte. „Wir sind in die Planungen nicht involviert. Solange man nicht mit uns spricht, interessiert uns das Thema nicht“, sagt er. Der Verein sehe auch keinen Grund, Parzellen aufzugeben. Es gebe fast keinen Leerstand und großes Interesse an den Lauben im Stadtteil. „In letzter Zeit haben wir viele junge Leute und Migranten im Verein, die Gärten übernommen haben“, sagt Wefing. Rückendeckung bekommt er von Kleingartenpräsident Karl-Heinz Rädecker. „Es ist allein Wunsch der Verwaltung, die Kleingärten am Vinnhorster Weg in Bauland umzuwandeln. Wir wollen unsere Gärten behalten“, sagt der Bezirksverbandsvorsitzende. Allerdings sei der Verband daran interessiert, die teilweise sehr großen Parzellen am Vinnhorster Weg zu verkleinern. „Einige Gärten sind 600 Quadratmeter groß – da kann man zwei oder drei draus machen“, sagt Rädecker. Derartige Strukturprobleme gebe es in vielen Kolonien.

„Wir brauchen ein stadtweites Sanierungsprogramm“, fordert Rädecker. Diese Umstrukturierung müsste jedoch die Stadt als Eigentümer der Flächen finanzieren. n??Baugebiet Im Othfelde: Der Garten von Alba Gehrmann und Bernd Jockel in Vahrenwald misst sogar stolze 1100 Quadratmeter. Es ist einer von zwei Dauerkleingärten der Kolonie Feierabend, die nicht auf dem Vereinsgelände liegen, sondern vom Grabeland der Kirchengemeinde Hainholz umgeben sind. Auf diesem Gebiet zwischen den Straßen Im Othfelde, Hans-Meinecke-Weg und Rübekamp sollen 180 Wohneinheiten entstehen – sofern die Gemeinde ihre Grundstücke verkauft. Bisher habe die Stadt jedoch noch kein Kaufangebot gemacht, sagt die Kirchenvorstandsvorsitzende Ursula Wille. Die Kirche hat das Grabeland zum größten Teil an Kleingärtner verpachtet – sie müssten ihre Lauben räumen, wenn dort zusätzlicher Wohnraum für junge Familien geschaffen wird. „Wir werden vermutlich das Pech haben, dass unser Garten wie das Grabeland behandelt wird“, befürchtet Jockel, der seinen Kleingarten seit 19 Jahren betreibt. Unerwartete Hilfe könnten die Kleingärtner von der SPD Vahrenwald-List erhalten, die ursprünglich die Idee für das Baugebiet hatte. Allerdings kommen den Sozialdemokraten mittlerweile Bedenken. „Wir wollen keine langfristig verpachteten Kleingärten platt machen“, sagt Ratsherr Bruno Gill. Die SPD wolle die Bebauung nun noch einmal überdenken und „die Sachlage prüfen“. n??Klärendes Gespräch: Am 27. August ist ein Treffen zwischen dem Bezirksverband der Kleingärtner und der Rathausspitze angesetzt. „Dann wird Tacheles geredet“, kündigt Verbandschef Rädecker an. Nach dem Gespräch will die Stadtverwaltung ein Kleingartenkonzept für Hannover erarbeiten. „Die Ergebnisse der Gespräche mit dem Bezirksverband werden den Ratsgremien zur Entscheidung vorgelegt“, sagt Stadtsprecher Alexis Demos

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