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Nord Kursangebot in zweisprachiger Erziehung
Hannover Aus den Stadtteilen Nord Kursangebot in zweisprachiger Erziehung
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09:15 02.02.2012
Von Felix Klabe
Im neuen Kursangebot in der Nordstadt lernen Eltern, wie sie ihren Kindern zwei verschiedene Sprachen und Kulturen spielerisch näherbringen können. Quelle: Steiner (Symbolbild)
Nordstadt

Kinder im frühkindlichen Alter bilingual – also zweisprachig – zu erziehen, kann funktionieren. „Dann aber ohne Druck“, sagt Felicitas Kröger. Die studierte Politik-, Kultur- und Literaturwissenschaftlerin bietet ab Ende Februar in der Nordstadt Kurse für Eltern an, die ihre Jüngsten gerne zweisprachig erziehen wollen. Das Angebot ist auch für Elternpaare geeignet, die in einem Haushalt leben, in dem zwei Sprachen gesprochen werden. „In der Nordstadt treffen viele Kulturen aufeinander“, sagt Kröger, „zweisprachige Erziehung ist für viele ein wichtiges Thema.“ Mit ihrem Kursangebot in den Räumen Am Judenkirchhof 14 will sie aber auch Schüler, Studenten und Senioren ansprechen.

Eltern trauten sich häufig nicht, ihre Kinder zweisprachig zu erziehen, sagt Kröger. „Ich kenne Paare, die einen unterschiedlichen muttersprachlichen Hintergrund haben, aber sich vor Zweisprachigkeit im Haushalt scheuen“, erzählt die Wissenschaftlerin, die an der Uni Hildesheim lehrte, Fachbereichsleiterin der Volkshochschule Nienburg war und jetzt in der Familienbildung in Hannover tätig ist. Das Ergebnis der elterlichen Scheu: „Die Kinder lernen keine der beiden Sprachen richtig.“

In den Kursen sollen Eltern und Kinder künftig die Möglichkeit haben, sich Sprache und Kultur „mit Kopf, Herz und Hand“ zu nähern – denn schließlich solle Lernen Spaß machen. „Und Kinder wollen lernen“, da ist sich Kröger sicher. Mit ländertypischen Liedern und Spielen will sie Wissen vermitteln.

Abseits von Babymassagen gibt es auch das Angebot „Mit allen Sinnen ins Leben hinein – Wahrnehmung, Bewegung, Musik, Spiel und Spaß“ für Babys und Kleinkinder. In dem Kurs, der sich an Eltern und Großeltern mit Kind richtet, wird Deutsch und Englisch gesprochen. „Ganz spielerisch, ganz ohne Druck“, sagt Kröger. Neben Englisch wird es auch Kurse in anderen Sprachen – wie Chinesisch, Schwedisch, Finnisch, Türkisch, Spanisch, Französisch, Russisch, Polnisch und Niederländisch – geben. Auch Kröger erzieht ihre Tochter zweisprachig. „Ich habe lange in Großbritannien gelebt, und Englisch ist meine ‚Sprache des Herzens‘“, erklärt sie. Sie wechsele situativ zwischen den Sprachen.

Für Jugendliche und Senioren soll es ebenfalls Kurse geben. „An der Universität habe ich Studenten kennengelernt, die nicht frei sprechen konnten“, erinnert sich Kröger. In Rhetorik-Workshops will sie Schülern beibringen, worauf es bei einem guten Vortrag ankommt. Es ginge in ihren Kursen nicht um Nachhilfe, betont die Dozentin. Senioren sollen außerdem beim „Senioren-Yoga“ im Sitzen Entspannung finden. Derzeit besteht Krögers Team aus acht Mitarbeitern, die über die Gebühren der Teilnehmer finanziert werden.

Weitere Informationen und die Möglichkeit, sich für einen Kurs anzumelden, gibt es bei Felicitas Kröger unter Telefon 85 00 78 06. Die Sprachwissenschaftlerin sucht auch noch Lehrende. Wer Lust hat, Kinder, Eltern und Senioren zu unterrichten, kann über die gleiche Telefonnummer oder per E-Mail unter info@studienatelier.de Kontakt aufnehmen. Das Kursangebot gibt es auch unter www.studienatelier.de im Internet.

Felicitas Kröger bietet Interessierten am Sonnabend, 11. Februar, zwischen 14.30 und 17.30  Uhr einen „Nachmittag der offenen Tür“ an. Den ersten Vortrag der Reihe „Elternabende“ gibt es am Dienstag, 21. Februar, um 19.30 Uhr. Das Thema: „Das schlaue Rotkäppchen und der liebe Wolf – sind Grimms Märchen heute noch für Kinder geeignet?“

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