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Nord Mit Herzen den Kampf gegen Gewalt führen
Hannover Aus den Stadtteilen Nord Mit Herzen den Kampf gegen Gewalt führen
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11:16 25.02.2010

Der Kampf gegen Gewalt ist dem Sozialforum Nordstadt eine Herzensangelegenheit: Zurzeit liegen in Geschäften, Kneipen und Kindergärten zwischen Georgengarten und Güterbahnhof rote Pappherzen aus. Auf diesen können die Nordstädter Gewalttätern und Kriminellen eine Botschaft übermitteln und ihre Sicht von Gewalt zum Ausdruck bringen. Diese Herzen sollen von möglichst vielen Einzelbürgern, Gruppen, Institutionen oder Vereinen ausgefüllt werden. Der auf der Rückseite abgedruckte Satz „Das ist für mich Gewalt“ soll dabei Impulsgeber sein.

„Wir haben 10 000 Herzen drucken lassen“, sagt Mitinitiatorin Bettina Harborth vom Sozialforum. „Wenn eine vierstellige Zahl zurückkommt, sind wir hochzufrieden.“ Die Herzen liegen in Kneipen, Vereinsheimen und Geschäften aus. „Die Akzeptanz ist bislang ganz unterschiedlich“, konstatiert Harborth. In Kneipen würden die Herzen eher als Schmierzettel missbraucht, in Geschäften dagegen sei das Interesse größer. „Wir haben Vereine, Eltern-Kind-Gruppen, Senioreneinrichtungen, Kindergärten und viele andere Multiplikatoren angeschrieben, in der Hoffnung, dass viele mitmachen.“

Noch bis zum 1. März liegen die roten Herzen aus. Anschließend werden sie eingesammelt, ausgewertet und wahrscheinlich ab Mitte März im öffentlichen Raum ausgestellt. „Sie werden in Schaufenstern und Bibliotheken liegen sowie an Bäumen und Straßenschildern hängen“, kündigt Harborth an. Es werde ein paar Tage dauern, bis die Herzen nach dem Einsammeln ans Licht der Öffentlichkeit gelangen. Denn die Exponate, die draußen liegen und hängen sollen, müssen zunächst noch laminiert werden. „Wir wollen mit der Aktion drei Dinge erreichen“, erläutert Harborth. Erstens setze sich derjenige, der das Herz beschriftet, mit dem eigenen Begriff von Gewalt auseinander. „Zweitens kann man sehen, wie viele andere mit Gewalt umgehen.“ Und drittens erhoffe man sich von dem Projekt mehr Zivilcourage. Laut Bettina Harborth ist das Projekt bislang einzigartig in Hannover.

Die künstlerische Mitmachaktion ist Teil eines groß angelegten, mehrjährigen Projekts zur Gewaltprävention, das den Namen „Gemeinsam gegen Gewalt in der Nordstadt“ trägt. Am Freitag, 23. April, bietet das Sozialforum einen Stadtteilspaziergang an, auf dem sich die Teilnehmer mit Sätzen auseinandersetzen sollen, die Gewaltbegriffe beinhalten: „Zum Beispiel ,Jemandem eins auf die Glocke hauen’ oder ,Hau rein’.“

In Zusammenarbeit mit der katholischen Kirche etwa werde das Thema „Auf die Glocke hauen“ mit Glockengeläut in der St.-Marienkirche untermalt und vor Ort diskutiert. Insgesamt bezuschusst der Bezirksrat Nord die sieben Teilprojekte mit 7.000 Euro. Die zweite Hälfte der 14.000 Euro, die für die laufende zweite Phase der Gewaltprävention veranschlagt sind, wird über Drittmittel finanziert.

Am Sozialforum sind etwa 30 Vereine, Gruppen und Institutionen beteiligt. In das Projekt „Herzschlag“, das die Rote-Herzen-Aktion trägt, sind der Verein für Bildungsmaßnahmen im Arbeits- und Freizeitbereich (Baf), der Verbund sozialtherapeutischer Einrichtungen (VSE), der Verein für Sport, Kultur und soziale Arbeit (Spokusa) sowie das Jugendwohnen der AWO eingebunden.

Kristian Teetz

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