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Nord Moritzwinkel wird moderner Sport-Campus
Hannover Aus den Stadtteilen Nord Moritzwinkel wird moderner Sport-Campus
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07:49 23.02.2012
Von Felix Klabe
Neben dem alten Hallenkomplex am Moritzwinkel entsteht ein Neubau. Quelle: Peters
Nordstadt

Im Zeitplan, trotz Frost und Kälte: Der Erweiterungsbau des Zentrums für Hochschulsport (ZfH) am Moritzwinkel in der Nordstadt soll im kommenden Oktober an die Leibniz Universität übergeben werden. Die Inneneinrichtung und die Umgestaltung des Außengeländes wird jedoch erst im Dezember oder Januar abgeschlossen sein. Der Bau mit drei neuen Hallen, die Umgestaltung der Außenfläche zu einem Campus und ein neues Beachvolleyballfeld sollen rund 10,2 Millionen Euro kosten. Einen Wermutstropfen müssen die Studierenden allerdings schlucken – trotz Aufwertung des Geländes und Platzgewinns: Der beliebte Studenten-Treff „Baracke“ muss neuen Fahrradstellplätzen weichen.

Von den 37 000 Studenten aus allen hannoverschen Hochschulen nutzten derzeit 7000 Studierende das Programm des Hochschulsports – mit steigender Tendenz. Mit dem Neubau will die Uni gerade diesem Trend gerecht werden, auf den auch Wissenschaftsministerin Johanna Wanka bei der Grundsteinlegung im vergangenen Oktober hinwies: Durch die zu erwartene steigende Zahl der Studienanfänger in den kommenden Semestern werde es auch mehr Nutzer des Hochschulsports geben, sagt Katrin Wernke, Pressesprecherin der Leibniz Universität.

Der Neubau auf dem ZfH-Gelände wird in verschiedenen Blautönen daherkommen und auf zwei Etagen die beiden alten Hallen am Moritzwinkel ergänzen. Gleich drei neue Hallen sind im Erweiterungsbau östlich des alten Hallenkomplexes geplant: eine Multifunktionshalle, eine Kampfsporthalle und eine zwölf Meter hohe Kletterhalle; jede wird eine Größe von 350 Quadratmetern haben. Darüberhinaus soll ein 750 Quadratmeter großer Fitnessraum und ein Tanzstudio entstehen. 21 Büros, Neben- und Seminarräume für das Institut für Sportwissenschaften finden ebenfalls Platz im Gebäude.

Ende des vergangenen Jahres gab die Leibniz Uni die Hallen an der Bismarckstraße in der Südstadt auf. „Nach dem Wegfall war eine Erweiterung dringend nötig“, sagt Wernke. Die Finanzierung des millionenschweren Baus bestreitet die Uni zu drei Vierteln aus eigenen Rücklagen. Den Rest übernimmt das Land Niedersachsen. Auf weitere Sportstätten will die Uni aber nicht verzichten, sagt die Pressesprecherin. „Uns ist der Erhalt der stadtweiten Sportstätten wichtig“.

Gibt es in Zukunft freie Kapazitäten bei der Belegung der Hallen, sollen auch Vereine oder Kindertagesstätten die Chance bekommen, die neuen Hallen zu nutzen. Doch Vorrang haben Studierende und Bedienstete. Das Ziel des ZfH sei die Motivation zum Sport und eine bestmögliche Ausbildung der Studierenden, sagt Wernke. Außerdem gebe es die Idee, mit der Niedersächsischen Landesschulbehörde zu kooperieren. „Dann könnten Sport-Workshops für Schulkinder in den Hallen stattfinden“, sagt Wernke. Einen konkreten Plan dafür gebe es jedoch noch nicht.

Auch wenn der Neubau drei moderne Hallen bietet, sollen die bestehenden Hallen am Moritzwinkel weiter genutzt werden. Dass die Halle 1, die in den fünfziger Jahren gebaut wurde, trotz ihres Alters hohen Ansprüchen genügt, zeigt sich, wenn die Basketballer der UBC Tigers Hannover spielen. Bei Heimspielen des Zweitligisten ist die Halle mit etwa tausend Zuschauern voll besetzt.

Die neuen Hallen werden über die gewohnte Adresse Am Moritzwinkel 6 erreichbar sein. Zugang finden Studierende dann über den Altbau, in dem sie die Treppe hinunter und hinaus auf das Freigelände – den „Sport-Campus“ – gehen. „So nennt die Uni das Gelände intern“, erklärt Michaela Röhrbein vom Zentrum für Hochschulsport. Dabei handele es sich allerdings um eine Übergangsbezeichnung. Ein offizieller Name steht noch zur Diskussion.

„Sicher ist aber, dass der Umbau umfangreich und sehr schön wird,“ lobt Röhrbein das Vorhaben. Zwischen altem und neuem Hallenkomplex und der Bootshalle entsteht ein Campus mit Sitzmöglichkeiten und Baumbestand. Auch zwei Basketballkörbe werden in diesem Bereich installiert. Angrenzend ist ein neues Beachvolleyballfeld geplant; die vorherige Sandgrube musste dem Neubau weichen.

Was vielen Studierenden jedoch missfallen wird, ist der Abriss der „Baracke“, in der Studenten aller Fakultäten häufig ihre Partys veranstalten. Der Zugang, der hinter dem Gebäude der alten Sporthalle an der „Baracke“ vorbei zum neuen Gebäude führt, wird zu einer barrierefreien Rampe mit einer Steigung von vier Prozent umgebaut. „Somit ist der Sport-Campus auch für körperlich eingeschränkte Studierende erreichbar“, sagt Röhrbein.

Auch Kleinbusse erreichen über die Schräge die Stellplätze, die hinter der Sporthalle 2 errichtet werden. „Mit den neuen Hallen werden auch mehr Besucher kommen“, sagt Wernke. Studierende werden künftig ihre Räder dort abstellen, wo jetzt noch die „Baracke“ steht. 75 Fahrradbügel sind an dieser Stelle geplant. Über Alternativen zur „Baracke“ werde nachgedacht, sagt Röhrbein.

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