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Nord Müllmassen stören Kleingärtner am Asternweg
Hannover Aus den Stadtteilen Nord Müllmassen stören Kleingärtner am Asternweg
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14:07 12.05.2011
Rita Moll und Enkeltochter Nora Müller ärgern sich über den Müll in der Nähe ihres Kleingartens. Quelle: Link

Einigen Kleingärtnern des Vereins Abendfrieden in Hainholz stinkt es: Seit Jahren gibt es ein Müllproblem im Asternweg, einem Fuß- und Radweg, der zwischen Voltmerstraße und der Straße Im Othfelde verläuft. Zwischenzeitlich stapelt sich der Müll schon säckeweise. Am vergangenen Freitag wurden zwei der drei Müllberge, die sich an den Problemstellen türmen, von Unbekannten auch noch angezündet. Laut Polizeisprecher Stefan Wittke entstand dabei aber kein Schaden, die Überreste seien inzwischen entfernt worden.

Im Asternweg stehen drei öffentliche Mülleimer an drei verschiedenen Standorten, die regelmäßig überfüllt sind. Das hält viele Leute dennoch nicht davon ab, ihren Abfall dort abzuladen, so dass sich der Unrat weitflächig verteilt. „Das Gelände gilt als Naherholungsgebiet, aber es ist eine Müllkippe“, beklagt Kleingärtnerin Rita Moll und ihre Nachbarin Jutta Rogoll macht ihrem Ärger ebenfalls Luft: „Man muss sich schämen, dass man hier einen Garten hat.“ Der Abfall ziehe auch Marder und Ratten an und werde im Sommer zum Geruchsproblem. „Das Problem besteht seit mindestens sechs Jahren“, sagt Moll, die seit 1986 im Asternweg einen Garten gepachtet hat.

Gelegentlich ertappe sie Leute dabei, wie sie ihren Müll unerlaubt abladen. Die spreche sie dann auch an, aber zur Antwort bekomme sie stets: „Da liegt doch sowieso schon Abfall.“ Diese Erwiderung kennt auch Werner Rogoll. „Neulich ist hier sogar eine alte Dame mit ihrem Rollator vorbeigekommen und wollte eine Tüte mit Müll abladen“, berichtet er.

Alle Pächter im Asternweg ärgern sich über den Müll – auch der Vereinsvorsitzende von Abendfrieden, Rolf Behnsen: „Der Müll stört uns sehr“, sagt er. Allerdings befinde sich der Unrat auf öffentlicher Fläche, weshalb der Verein nicht zuständig sei. Kleingärtner Klaus Koch versucht zumindest das Gelände um seinen Garten sauber zu halten, aber vergebens: „Vor ein paar Wochen habe ich die ganze Ecke sauber gemacht. Nach ein paar Tagen sah es wieder genauso aus“, sagt Koch.

Für die Stadtverwaltung ist das Problem der Kleingärtner des Vereins Abendfrieden nicht neu. „Diese Schmutzecke ist uns bekannt“, sagt Stadt-Pressesprecher Klaus Helmer. Die Stadt reinige dort in der Regel alle zwei Wochen, auch Park-Ranger würden gelegentlich kontrollieren. Diese könnten aber nur dann einschreiten, wenn sie ein Vergehen beobachten. Das seit Jahren bestehende Müllproblem könne aber weder durch Kontrolle noch durch Verbotsschilder gelöst werden. Darum habe die Stadtverwaltung vor zwei Jahren den Bezirksrat Nord gebeten, die Bänke und Papierkörbe im Asternweg abzubauen. „Das ist aus unserer Sicht die einzige Möglichkeit das Problem zu lösen“, so Helmer. Der Antrag der Stadt wurde aber abgelehnt.

In einer der nächsten Bezirksratssitzungen will es die Stadt erneut mit einem solchen Antrag versuchen. Die Kleingärtner im Asternweg würde das freuen. „Am besten wäre es, wenn die Mülleimer hier entfernt würden“, findet etwa Jutta Rogoll. Diese Lösung habe beim benachbarten Regenrückhaltebecken schließlich auch funktioniert.

Christian Link

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