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Nord „Nature’s Pirates“ machen die Nordstadt unsicher
Hannover Aus den Stadtteilen Nord „Nature’s Pirates“ machen die Nordstadt unsicher
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20:03 19.06.2009
"Piratin" Christina gießt den Wildwuchs nahe dem Engelbosteler Damm regelmäßig. Quelle: Felix Spangenberg

Erste Einsatzorte für die selbsternannten Piraten waren ein kleines Stückchen Erde an der Ecke Engelbosteler Damm und Horst-Fitjer-Weg in der Nordstadt und am Klagesmarkt im Stadtteil Mitte.

In einer Nacht-und-Nebel-Aktion pflanzten die autonomen Gärtner im Mai Kartoffeln, Lilien, Begonien, Ringelblumen und vieles mehr. Die Pflanzen stammen aus den Müllcontainern der umliegenden Geschäfte und Supermärkte. „In ein bis zwei Monaten wird das hier alles ganz bunt blühen“, freuen sich die beiden Piraten Gustav und Christina, die die Gruppe ins Leben riefen. Da die Pflanzaktion ohne Erlaubnis seitens der Stadt und des Besitzers des am Gehwegs gelegen Grünstreifens erfolgt ist, wollen beide lieber nicht mit vollen Namen genannt werden.

Das sogenannte „Guerilla Gardening“ ist eine vergleichsweise neue Protestform, die sich – von Großbritannien ausgehend – seit einigen Jahren insbesondere in den Metropolen der westlichen Welt – allen voran New York – verbreitet. Tatsächlich gibt es schon einige solcher Gruppen in deutschen Städten. Die Aktivisten protestieren gegen brachliegende Flächen und triste Innenstädte. Dabei sind die Pflanzaktionen meist illegal, da die Besitzer der Grundstücke vorher häufig nicht gefragt werden. Jedoch sind juristische Folgen für die autonomen Gärtner die Ausnahme.

Auch Christina und Gustav brauchen sich um etwaige Folgen keine Sorgen zu machen. Mittlerweile habe ihnen der Besitzer der Fläche am Engelbosteler Damm sogar seinen Gartenschlauch zum regelmäßigen Gießen angeboten. „Wir hoffen natürlich, dass die Anwohner das Beet schön finden und auch selber mit dem Gießen anfangen“, sagt Christina. Ob es noch weitere nächtliche Pflanzaktionen geben wird, ist im Moment noch nicht absehbar, aber genug Ecken, die eine Begrünung nötig hätten, gebe es in Hannover.

von Felix Spangenberg

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