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Nord Neue Seniorenwohnanlage bietet viele Vorzüge
Hannover Aus den Stadtteilen Nord Neue Seniorenwohnanlage bietet viele Vorzüge
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08:00 22.11.2012
Die neue Seniorenwohnanlage der GBH ist nun offiziell eröffnet.
Die neue Seniorenwohnanlage der GBH ist nun offiziell eröffnet. Quelle: Schwarzenberger
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Die Einrichtung bietet älteren Menschen ein Zuhause, in dem sie selbstbestimmt leben können und nicht auf altersgerechte Besonderheiten verzichten müssen. Die 32 Wohnungen sind bereits komplett vermietet; die letzten Mieter zogen Anfang Oktober ein. Barrierefrei sind alle Wohnungen, vier sind zudem für Rollstuhlfahrer ausgebaut.

Zu den ersten Bewohnern zählt Ingrid Wemheuer. Die Stöckenerin zog bereits Ende Juli in den Neubau. Eine Ein-Zimmer-Wohnung habe sie zuvor gehabt. Nun trennt eine Schiebetür das Schlaf- vom Wohnzimmer. „Auch das Bad ist besser ausgebaut“, erzählt sie. Breite Türen und ein Fahrstuhl sorgen für ein bequemes Vorankommen im Gebäude. Passivhäuser arbeiten mit einer ausgeklügelten Lüftungsanlage und müssen eigentlich nicht zusätzlich beheizt werden. „Aber eine kleine Heizung haben wir trotzdem in den Wohnungen“, sagt Wemheuer. Gebraucht habe sie die bislang noch nicht.

Vor allem der Preis brachte viele Senioren schon vor einem Jahr dazu, sich für das Wohnprojekt zu bewerben. Die monatliche Kaltmiete je Quadratmeter liegt bei 5,40 Euro. Hinzu kommt ein Büro der Diakoniestationen im Haus. 24 Stunden am Tag ist es besetzt. Die Mitarbeiter bieten den Bewohnern auch ohne Pflegevertrag kleine Hilfen im Alltag. „Das können Beratungen sein, aber auch mal eine Blutdruckmessung“, sagt die zuständige Geschäftsstellenleiterin der GBH, Ursula Schroers.

Der Komfort im Haus ist für Stöckener Verhältnisse ungewöhnlich. Zum Konzept „wohnen plus“ der GBH gehört auch, die Wohnanlage mit der Nachbarschaft zu vernetzen. So hat das Stöckener Quartiersmanagement im August sein neues Büro im Erdgeschoss des Hauses bezogen; mit einem separaten Eingang an der Freudenthalstraße 32. „Dort sind wir gut und barrierefrei erreichbar“, sagt Quartiersmanagerin Agnes Skowronneck. Das alte Büro an der Ithstraße lag im ersten Stock und war nur über eine Treppe zu betreten.

Es gibt zudem etwas im GBH-Neubau, das Bewohnerin Wemheuer besonders wichtig ist: das Wohncafé. Als eine Art gemeinschaftliches Wohnzimmer steht es allen Bewohnern zur Verfügung. „Jeden Mittwoch kochen wir dort gemeinsam“, sagt Wemheuer. Auch sie beteilige sich dann an den Vorbereitungen. Wer sich vorher anmeldet, kann am gemeinsamen Mittagessen teilnehmen. Auch Nachbarn aus den umliegenden Wohnhäusern können vorbeikommen.

An anderen Tagen wollen die Senioren das Café ebenfalls mit Leben füllen. Daran werde noch gearbeitet, sagte Wemheuer. „Aber dienstags, das steht fest, wird es künftig ein Kulturcafé geben.“ Immer von 15 bis 17 Uhr öffnen die Bewohner das Wohncafé dann für Besucher. Alle können gemeinsam Kaffee trinken. Auch Vorträge soll es an diesem Tag geben. Bürgermeister Scholz lobte das Projekt als besonders integrativ. „Die GBH schließt damit im Stadtteil eine Lücke“, sagte er.

Marcel Schwarzenberger

Christian Link 22.11.2012
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