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Nord Neue Spielorte für „Nordstadt-Konzerte“
Hannover Aus den Stadtteilen Nord Neue Spielorte für „Nordstadt-Konzerte“
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08:30 09.02.2012
Von Kristian Teetz
Mit dem neuen Konzept der „Nordstadt-Konzerte“ will Dirigent Hans-Christian Euler häufiger zeitgenössische Musik spielen. Quelle: Behrendt/ Teetz
Nordstadt

Geht es nach Hans-Christian Euler, können Freunde klassischer Musik bald in der Galerie Kubus Konzerte in der Mittagspause hören. Der Dirigent und Orchesterleiter will seinen Verein „Nordstadt-Konzerte“ neu strukturieren und dessen Programm erweitern. Neben den Mittagskonzerten plant er unter anderem, die katholische Kirche St. Maria in der Marschnerstraße als neuen Spielort zu gewinnen. Die traditionellen Nordstadt-Konzerte des Orchesters Pro Artibus bleiben in der Lutherschule. Als vierten Schwerpunkt setzt Euler die Vermittlung von Musik an Schul- und Kindergartenkinder.

Mit dem neuem Konzept soll neben der Alten Musik häufiger als bisher zeitgenössische Musik gespielt werden. „Bislang waren die Konzerte von Pro Artibus bestimmt von einer Programmausrichtung, die einen Schwerpunkt in der Musik des 18. Jahrhunderts sah – ohne sich allerdings darauf zu beschränken“, sagt Euler. In der Veranstaltungsreihe „Kubus-Lunch-Concerts“ will Euler nun auch vermehrt zeitgenössische Musik spielen. Dies sei zwar in der Vergangenheit zum Teil bereits durch das Ensemble Musica Viva geschehen, doch soll dies nun intensiviert werden.

Die Idee zu den Konzerten zur Mittagszeit, die jeweils um 13.05 Uhr beginnen und etwa 45 Minuten dauern sollen, ist Euler während seines Studiums in London gekommen. „In der City of London findet man solche Konzerte häufiger. In der Kirche St. Martin in the Fields lauschen schon mal 600 Menschen in ihrer Mittagspause der Musik“, erzählt der Orchesterleiter. Noch sind die Planungen und Gespräche nicht abgeschlossen, betont Euler. Aber geht es nach ihm, sollen in der Galerie am Theodor-Lessing-Platz in acht Konzerten im Jahr jeweils zwei Werke erklingen – „eins aus dem Repertoire der Tradition und eins aus der Moderne, die in gewissen inhaltlichen Zusammenhängen stehen“, so Euler. „Eine Kurzmoderation soll den Hörern dabei das jeweilige inhaltliche Konzept näherbringen.“ Die „Kubus-Lunch-Concerts“ könnten in die gerade laufenden Kunstausstellungen integriert werden. Eine Kurzführung durch die Ausstellung solle sich jeweils an die Musik anschließen. Hinter dieser Konzertreihe stecke auch ein akademischer Gedanke. „Moderne Musik erfordert eine andere Behandlung von Instrumenten. Die Konzerte sollen die Studenten, die Mitglieder in unseren Ensembles sind, auch schulen“, sagt Euler, der als Dozent an der Hochschule für Musik und Theater lehrt.

Als weitere Spielstätte will Euler die katholische Kirche St. Maria in der Nordstadt gewinnen. „Die Idee wurde im vergangenen Jahr an mich herangetragen. Eine Konzertreihe an diesem Ort schafft für uns die Möglichkeit, Alte Musik noch mehr ins Zentrum zu stellen.“ Jedoch sei auch neue Kirchenmusik ein interessantes Thema, für das die Musiker offen sein wollen. Neben der musikalischen Gestaltung von Gottesdiensten soll in Konzerten vor allen Dingen Kammermusik erklingen. Ob es zu einer Zusammenarbeit mit St. Maria kommt, sei allerdings ebenfalls noch nicht entschieden.

Fortsetzen will Hans-Christian Euler die Arbeit mit Kindergarten- und Schulkindern. Die ganz Kleinen will er weiterhin mit seinem Projekt „Klingender Spielplatz“ erreichen. Dabei geben Musiker seiner Ensembles kleine Konzerte auf Spielplätzen und vermitteln den Kindern die verschiedenen Instrumente. „In Zusammenarbeit mit der Stadtteilkulturarbeit haben wir in den vergangenen Jahren rund 3000 Kindern Musik nähergebracht.“ Zudem will Euler weiterhin interkulturelle Veranstaltungen anbieten. So werde es beim diesjährigen Kultursommer der Region ein Konzert gemeinsam mit dem Jazz-Ensemble „Cyminology“ geben. Ferner sollen die Nordstadt-Konzerte in den Lehrplan der Lutherschule eingearbeitet werden. „Von der fünften Klasse bis zum Abitur können dann die Schüler Lehrstoff, der sowieso im Unterricht behandelt wird, mithilfe unserer Musiker lernen.“ Es sei etwas anderes, ob sich die Schüler musikalische Werke vom Band anhören oder live von einem Orchester gespielt.

Neu ist auch die Vereinbarung des Vereins mit der Stadt Hannover, dass Zuschauer mit Aktiv-Pass nur einen Euro Eintritt bezahlen müssen, Kinder und Jugendliche mit dem Aktiv-Pass können der Musik sogar folgen, ohne zu zahlen.

Das erste Nordstadt-Konzert in diesem Jahr ist am Freitag, 17. Februar, um 19.30 Uhr zu hören. In der Aula der Lutherschule, An der Lutherkirche 18, spielen Studenten der Meisterklasse von Prof. Krzysztof Wegrzyn an der Hochschule für Musik, Theater und Medien anlässlich des 50. Todesjahrs des legendären Geigers Fritz Kreisler. Der Eintritt kostet zehn, ermäßigt sieben Euro.

Jutta Hinsch ist seit mehr als 30 Jahren ehrenamtliche Schiedsfrau im Stadtbezirk Bothfeld-Vahrenheide. Mit einer Erfolgsquote von rund 70 Prozent hat sie in zahlreichen Nachbarschaftsstreitigkeiten vermittelt.

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