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Nord Neue Zukunft für die Grundschule in Marienwerder
Hannover Aus den Stadtteilen Nord Neue Zukunft für die Grundschule in Marienwerder
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12:36 25.02.2011
Die Schließung der Grundschule in Marienwerder ist vorerst vom Tisch. Doch die Stadt hält sich noch bedeckt, wie ein leerstehender Gebäudetrakt genutzt werden soll. Quelle: Marcel Scharzenberger

So manche Schule in Hannover nahm an dem vor einigen Jahren gestarteten städtischen Programm „Schule im Stadtteil“ teil, bevor sie den Sprung zur Ganztagsschule wagte. Dieser Schritt bleibt der Leitung in Marienwerder vorerst noch verwehrt. „Einen Antrag haben wir gestellt, aber es wird wohl nicht klappen“, sagte die kommissarische Schulleiterin Ilona Schneider. Neue Schulen werden gegenwärtig nicht in das Programm aufgenommen. Dabei hatte schon Schneiders Vorgänger Helmut Meffert vor Jahren einen Antrag gestellt. Nur, dass seinerzeit die Einrichtung vor dem Aus stand. Von einer Schließung ist inzwischen nicht mehr die Rede. Aber noch hat sich die Stadt nicht geäußert, wie sie das Gebäude künftig nutzen will. Im Sommer 2010 legte der Rat der Stadt fest, dass ein Schulkonzept erarbeitet werden soll, dass die Familienfreundlichkeit des Stadtteils stärken soll. Schon damals bot auch Schneider ihre Mitarbeit an; darauf zurückgekommen ist die Schulverwaltung bislang nicht. Sie will voraussichtlich erst Anfang 2012 ihr Konzept fertigstellen.

Dennoch haben sich Schneider und ihre Kollegen eigene Gedanken darüber gemacht, was in den nächsten Jahren in Marienwerder realisiert werden könnte. Die Ganztagsschule ist ein Punkt. Ein anderer ist die Profilschärfung: Seit dem vergangenen Jahr wird bereits in den ersten beiden Klassenstufen altersgemischt unterrichtet. „Das wollen wir auch in den Jahrgängen drei und vier anbieten“, sagte Schneider. Zudem gibt es einen Montessori-Zweig in der Schule; den möchte die Leitung ebenfalls ausbauen. Auch an die Stärkung des technischen Profils und die Etablierung als inklusive Schule – bei der Kinder mit und ohne Behinderungen gemeinsam lernen – denkt die Schulleitung. Schon jetzt gibt es einen Mittagstisch, zahlreiche Arbeitsgemeinschaften und Hausaufgabenhilfe. Diese Nachmittagsbetreuung soll mit neuen Angeboten bestückt werden. Für all das könnte die Schule auch mehr Platz benötigen als ihr jetzt zur Verfügung steht. Elternvertreter und Bezirksratspolitiker fordern längst, dass auch der leer stehende Schultrakt für die Bedürfnisse der Grundschule geöffnet wird. „Am genauen Raumkonzept arbeiten wir noch“, sagte Schneider. Voraussichtlich Mitte März will sie das Konzept der Stadtverwaltung vorlegen.

Inzwischen hat die Stadt über einen Antrag des Bezirksrats Herrenhausen-Stöcken entschieden. Das Gremium hatte im Herbst gefordert, dass die Miete für die private Vorschule von Liliana Koglin vorerst nicht um fast das Vierfache angehoben wird. Einige Jahre hatte Koglin für einen Raum in der Grundschule monatlich 120 Euro bezahlt; ab August dieses Jahres soll die Miete 435 Euro betragen. Die Stadt begründete die Anhebung mit dem Grundsatz der Gleichbehandlung – die neue Miete entspreche den Gepflogenheiten in allen städtischen Schulen. Als Folge muss Koglin auch den Elternbeitrag anheben. Die meisten Bezirksratsmitglieder hatten diese Entscheidung der Stadt als verfrüht abgelehnt. „Erst sollte ein Schulkonzept vorliegen. Bis dahin müsste die Mieterhöhung zurückgestellt werden“, hatte CDU-Fraktionschef Wolfgang Neubauer bei der Antragstellung gefordert.

Marcel Schwarzenberger

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