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Nord Neues Studentenwohnheim entsteht am Georgengarten
Hannover Aus den Stadtteilen Nord Neues Studentenwohnheim entsteht am Georgengarten
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18:03 18.06.2014
Von Bärbel Hilbig
Wird saniert: Altbau am Lodyweg. Quelle: Philipp von Ditfurth
Hannover

Die Lage am Georgengarten könnte für das neue Studentenwohnheim kaum besser sein: Auf dem Dreieck zwischen Lodyweg, Jägerstraße und Bremer Damm errichtet das Studentenwerk Hannover vier moderne dreistöckige Kuben mit Wohnräumen für 80 Studenten und reagiert damit auf die immense Nachfrage nach erschwinglichen Zimmern. Jeweils zwei Gebäude bilden eine Einheit und werden mit einem offenen überdachten Treppenhaus verbunden. Das Studentenwerk wird dort auf 1750 Quadratmetern Wohnfläche vor allem Ein-Zimmer-Apartments anbieten, aber auch sieben Drei-Zimmer-Wohnungen. Zwischen den locker gruppierten Häusern entsteht ein geschützter, gemeinschaftlich nutzbarer Innenhof.

„Der Standort ist optimal, denn besonders in der Nordstadt fehlen uns Wohnheime“, sagt Eberhard Hoffmann, Studentenwerk-Geschäftsführer. Er stellte jetzt im Bezirksrat Nord die Pläne vor. Auf dem Gelände in unmittelbarer Nähe zur Leibniz Universität betreibt das Studentenwerk bereits zwei Wohnheime. Der 1964 erbaute Komplex Jägerstraße ist schon saniert worden. Von den vier Häusern des Wohnheims Lodyweg sollen zwei Gebäude in schlechtem Zustand abgerissen werden, um Platz für die Neubauten zu schaffen. Dadurch fallen jedoch auch Wohnheimplätze weg. Unterm Strich entstehen durch den Neubau rund 64 zusätzliche Studentenzimmer.

Allerdings liegt das Grundstück im Hochwassergebiet, deshalb bestehen für den Neubau erhebliche Auflagen. Im Erdgeschoss durften die Architekten keine Wohnräume einplanen. Gemeinsam mit der Leibniz-Uni will das Studentenwerk im Parterre eines der Häuser auf 250 Quadratmetern Arbeitsräume für Studenten schaffen. „Auf dem Campus besteht ein großer Mangel daran, denn viele Studenten lernen heutzutage nicht mehr zu Hause“, sagt Hoffmann. In den anderen drei Häusern werden im Erdgeschoss Räume für gemeinsam genutzte Waschmaschinen sowie Büros des Studentenwerks angesiedelt.

Möglich wird der seit Langem geplante Neubau nur, weil das Land dem Studentenwerk 1,5 Millionen Euro als zinslose Darlehensförderung für 20 Jahre zur Verfügung stellt - und damit die gesamte jährliche Landesförderung für neue Studentenwohnheime. Die Gesamtkosten für die neuen Wohnheimplätze am Lodyweg betragen rund 5,5 Millionen Euro. Die beiden alten Wohnhäuser in der Straße von 1952, die erhalten werden sollen, will das Studentenwerk außerdem im kommenden Jahr für rund 2,5 Millionen Euro sanieren. Die Bauarbeiten für das neue Studentenwohnheim sollen voraussichtlich Ende 2014 mit den Abbruch von zwei alten Häusern starten. Die Fertigstellung ist für Frühjahr 2016 geplant.

Von den rund 90 Bäumen auf dem Grundstück werden in Abstimmung mit dem städtischen Fachbereich Umwelt wohl acht bis neun gefällt. Ganz besonderen Wert hat die Stadt dabei auf die Unversehrtheit zweier stattlicher Bäume am Lodyweg - einer Blutbuche und einer Hängerotbuche - gelegt. „Wir haben den Ehrgeiz, möglichst viel zu erhalten und die leichte Bebauung ermöglicht es, den Baumbestand nahezu unangetastet zu lassen“, sagt Hoffmann.

Studenten werden für die 19,5 Quadratmeter großen möblierten Zimmer mit Internetanschluss 270 Euro Kaltmiete sowie rund 60 bis 70 Euro Nebenkosten zahlen. Im Mietpreis ist die Nutzung von Gemeinschaftsräumen wie etwa Küche enthalten. Nach drei Jahren könnte die Miete um drei Prozent steigen. Miete und Zimmergröße liegen gleich auf, egal, ob Studenten ein Ein-Zimmer-Apartment oder einen Raum in einer Drei-Zimmer-Wohnung beziehen. Kostendeckend lässt sich der Neubau damit nicht finanzieren. Das Studentenwerk zahlt rund 50 bis 60 Euro monatlich Zuschuss pro Platz. Auch deshalb steigt der Semesterbeitrag für das Studentenwerk zum Wintersemester 2014/15 von 65 auf 80 Euro. Knapp ein Drittel der Erhöhung ist für den Wohnungsbau gedacht.

Ausreichen wird der eine Neubau jedoch nicht. Hoffmann sieht Bedarf für bis zu 300 neue Wohnheimplätze. Für einen zweiten Neubau mit 125 Plätzen an der Wilhelm-Busch-Straße fehlt aber bisher die Finanzierung. Und weitere eigene Grundstücke will die Leibniz Uni bisher nicht freigeben. „Bei allem Wohlwollen uns gegenüber hat die Hochschule immer viele Pläne für Forschung und Lehre“, sagt Hoffmann. Selbst wenn die Maschinenbauinstitute 2017 aus der Nordstadt weggehen, ist nicht ausgemacht, dass Flächen für Studentenwohnheime frei werden.

Die Unbeherrschtheit eines Augenblicks kostet einen Angestellten des Stöckener Bads wahrscheinlich seinen Arbeitsplatz bei der Stadtverwaltung - einen Arbeitsplatz. Er hatte im April einen Büroschrank zerlegt. „Demontiert, um Platz zu schaffen“, wie er behauptet; „kaputt getreten“, wie die Stadt es nennt.

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