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Nord Lutherkirche feiert 120. Geburtstag
Hannover Aus den Stadtteilen Nord Lutherkirche feiert 120. Geburtstag
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16:00 02.09.2018
Seit 120 Jahren gibt es die Lutherkirche in der Nordstadt. Das wird gefeiert. Quelle: Nele Schröder
Nordstadt

1898 wurde die Lutherkirche als letzte der drei großen Nordstädter Kirchenbauten fertiggestellt. Über die 120 Jahre seit der Eröffnung hat das Kirchengebäude schwere Schläge hinnehmen müssen: Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs wurde die Kirche 1945 von einer Fliegerbombe getroffen, die Dach und Kirchengestühl, Altar, Orgel und Glockenstuhl zerstörte. Nach jahrelangem Leerstand wurden die Aufbauarbeiten erst 1957 abgeschlossen. Seit Anfang der 2000er ist die Lutherkirche eine Jugendkirche. 2006 folgte ein weiterer Schlag, als die Kirche bei einem Kirchturmbrand erneut stark beschädigt wurde. Seit 2008 befindet sie sich jedoch wieder in gutem Zustand. Heute dient das Innere der Kirche neben Gottesdiensten auch Konzerten und Theateraufführungen.

Ein Festwochenende mit zweitägigem Programm – damit hat die Lutherkirche ihr 120-jähriges Bestehen gefeiert. Das Wochenende begann mit einem Gemeindefest. Von 13 bis 18 Uhr hatten viele Organisationen und Vereine ihre Stände um die Kirche aufgebaut. Mit dabei: der Freundeskreis der Lutherkirche, das Straßenmagazin „Asphalt“, die Kitas und der SV Odin. Jeder dieser Stände bot ein anderes Programm an, von Korbball beim SV Odin zum Tellerbemalen bei der Kita Die Arche. Über fünf Stunden trotzten die Organisatoren wechselhaftem Wetter mit starkem Wind und Regenschauern. „Das ist ja richtig kühl heute“, sagte eine Besucherin zu einer Freundin und zog die Jacke enger um sich. Das Programm jedoch lenkte vom schlechten Wetter ab: Auf der Bühne neben dem Kircheneingang spielten den ganzen Tag über Bands wie The Green Rockits aus Hannover, Dialogue aus Porta Westfalica – und auch der Nordstädter Posaunenchor kam zum Zuge. Die Besucher wurden eingeladen, an einer Tombola teilzunehmen, auch ein Märchen-Ratespiel lud zum Mitmachen ein. Die Gewinner erhielten ihre Preise im gut geschützten Gemeindehaus.

Höhepunkte und Einbrüche

„Heute wollen wir das Feuer noch einmal so richtig zum Qualmen bringen!“, sagte Pastor Matthias Grießhammer in seiner Begrüßungsrede, in der er auf die Geschichte der Lutherkirche einging. Dabei erwähnte er sowohl die Höhepunkte als auch die – teils buchstäblichen – Einbrüche. Dennoch gab es, trotz Kriegszerstörung und Dachbränden, immer Hoffnung. „Der brennende Docht wurde trotz allem nie ausgelöscht“, sagte Grießhammer und ging damit auf den Wochenspruch ein.

Auch am Sonntag ging das Programm abwechslungsreich in dem Kirchengebäude weiter. Vormittags lud die Regionalbischöfin und Landessuperintendentin Dr. Petra Bahr zu einem Festgottesdienst. Das Festwochenende endete mit einem Konzert des bekannten christlichen Liedermachers Clemens Bittlinger. Der „Rockpfarrer“ spielte mit zwei Begleitmusikern aus seinem neuen Album „Unerhört“. Er spielte jedoch auch bereits bekannte Stücke und brachte die Zuschauer damit zum Mitsingen.

„Es war ein Auf und Ab in den letzten 120 Jahren“, sagte Pastor Grießhammer und ging damit auf die Geschichte der Kirche ein. „Aber was wir sagen können: Es war viel Schönes hier.“

Von Nele Schröder

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