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Nord Ein Segen für die Nordstadt
Hannover Aus den Stadtteilen Nord Ein Segen für die Nordstadt
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13:38 10.10.2013
Von Kristian Teetz
Pfarrer Bernd Langer segnet die neuen Räume des Familienzentrums. Quelle: Philipp von Ditfurth
Nordstadt

Das Internationale Katholische Zentrum (IKZH) in der Nordstadt hat ein weiteres Etappenziel erreicht: Jetzt ist das neue Familienzentrum mit Kita eröffnet worden. Bislang war die Kita in einem anderen Gebäude der katholischen Einrichtung untergebracht. Nun sind zwei der drei Häuser, die auf dem Areal rund um die Kirche St. Maria zwischen dem Weidendamm, der Paulstraße und der Marschnerstraße saniert und umgebaut werden, fertig.

Pfarrer segnet die neuen Räume

Die Kita mit ihren fünf Gruppen und 100 Kindern hat das Gebäude zwar schon im April bezogen. Aber nachdem nun fast alle Arbeiten beendet und auch die letzten Schrauben auf dem Außengelände festgezogen worden waren, segnete der Pfarrer der Gemeinde, Bernd Langer, am Sonntag die neuen Räume mitsamt den Außenbereichen. „Wir mussten allerhand verändern“, sagt der Koordinator des IKZH Markus Breuckmann. Das Gebäude mit Haupteingang in der Paulstraße stammt noch aus den siebziger Jahren und wurde zunächst als Gastarbeiterzentrum genutzt. „Seitdem ist nicht mehr viel an dem Haus passiert. Wir mussten unter anderem die gesamte Elektrik und die Sanitäranlagen erneuern.“ Zudem wurde der Eingang behindertengerecht mit einer Rampe versehen.

Neues Gebäude bietet viel Platz

Mit dem Umzug der Kita aus dem alten Haus auf dem Gelände wurden auch die Innenräume erneuert. „Jede der fünf Gruppen hat ihr Zimmer anders gestaltet“, sagt die Leiterin des Familienzentrum, Marianne Brodmann. Sie zeigt sich sehr zufrieden mit der neuen Situation. „Im Gegensatz zu anderen Familienzentren in der Stadt haben wir hier einen ganz großen Vorteil: die Räume“, sagt Brodmann. „Wir können unseren Kindern, aber auch unseren 18 Mitarbeitern viel Platz bieten.“ Ein Rundgang durch die drei Geschosse beweist das: Außer den Gruppenräumen finden sich dort ein großzügiger Speisesaal, Schlafräume, Konferenzzimmer, eine Bibliothek sowie weitere Räume. Zudem verfügt jede Kindergartengruppe - von der Krippe über die Halb- und Ganztagsgruppen bis hin zum Hort - über einen eigenen Waschraum mit Toilette.

Eltern-Café erleichtert Kommunikation

Zudem können Mütter und Väter Zeit im Eltern-Café verbringen. Dieses betreut die Koordinatorin des Familienzentrums. „Sie sorgt unter anderem dafür, dass Kindern und Eltern die Eingewöhnungszeit leichter fällt. Der Weg zu den Eltern ist dann für die Kinder nicht so weit, wenn diese im Nebenraum sitzen“, erläutert Brodmann. Sie arbeitet seit 1980 als Kita-Leiterin und ist seit 2000 in dieser Funktion im heutigen Familienzentrum beschäftigt. „Ein solcher Raum für Eltern bietet aber auch den Vorteil, dass sich die Mütter und Väter untereinander helfen können.“ Die Koordinatorin soll mit ihrem Wirken die Erzieherinnen entlasten. „Unsere Kolleginnen haben genügend Aufgaben. Die Liste muss nicht noch länger werden.“ Deshalb sei die Betreuung der Eltern auf anderen Schultern verteilt.

Weitere Steckenpferde der Kita sind Bewegung und das spielerische Sprachenlernen. Den Kindern steht ein großer Bewegungsraum zur Verfügung. „Früher war dieser im Pfarrsaal“, erzählt IKZH-Koordinator Breuckmann. Andere Gruppen hätten den Saal damals während der Öffnungszeiten der Kindertagesstätte nicht nutzen können. Solche Probleme sollen nun mit der Neuorganisation des IKZH aus der Welt geschafft werden.

Verschiedene Sprachen

Sprachen lernen die Kinder nebenbei. „Wir haben hier Eltern mit verschiedenen Muttersprachen. Manche setzen sich dann mit fünf bis zehn Kindern zusammen hin, spielen Spiele aus ihrer Heimat und sprechen mit den Kindern“, sagt Brodmann. „Damit folgen wir aber keineswegs irgendwelchen besonderen Plänen, nach dem Motto: Unsere Kinder müssen unbedingt zweisprachig aufwachsen“, ergänzt Breuckmann.

Es folgen im Familienzentrum, in dem zurzeit keine Kita-Plätze frei sind, nun noch ein paar Arbeiten auf dem Außengelände, außerdem wird ein großer Zaun um das Areal gezogen. „Dieser wird 2,40 Meter hoch“, sagt Breuckmann. Er soll aber mehrfarbig sein und trotz der Höhe nicht störend aussehen. Der Zaun soll der Sicherheit der Kinder dienen und vor Lärm schützen.

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