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Nord Nordstadt zählt zu den attraktiven Baugebieten
Hannover Aus den Stadtteilen Nord Nordstadt zählt zu den attraktiven Baugebieten
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13:47 23.01.2014
Von Christian Link
In der Nordstadt wird in den kommenden Jahren viel gebaut – unter anderem soll dort das Studentenwohnheim Am Kläperberg (auf der rechten Seite des Fotos) entstehen. Quelle: Link
Nördliche Stadtteile

Hannover wächst rasant. Doch die Neubürger zieht es vor allem in den Südosten der Landeshauptstadt. In den nordwestlichen Stadtteilen wird in den nächsten Jahren vergleichsweise wenig gebaut. Laut Wohnkonzept 2025 sollen stadtweit rund 12.300 neue Wohnungen entstehen. Nur etwa 2100 dieser Wohnungen sind im Nordwesten geplant. Der ist aufgrund der geringeren Wohnungsmieten und Grundstückspreise offenbar nicht ganz so attraktiv für Investoren.

Das bestätigt auch der jüngste Marktreport der Immobilienfirma Engel & Völkers. Darin sehen die Analysten mit der Nordstadt nur einen Stadtteil in „guter Lage“. Herrenhausen und das südliche Vahrenwald werden immerhin noch als „mittlere Lage“ einstuft. Die übrigen Stadtteile liegen im untersten Preissegment Hannovers. Der durchschnittliche Mietpreis beträgt laut Marktreport dort pro Quadratmeter vier bis sechs Euro. In der Nordstadt werden teilweise bis zu zehn Euro pro Quadratmeter verlangt.

Im Stadtbezirk Nord lassen sich die geplanten Neubauprojekte an einer Hand abzählen. Die meisten Bauvorhaben sind in der Nordstadt zwischen Weidendamm und Hauptgüterbahnhof geplant. Letzterer ist 1997 außer Betrieb genommen worden, doch nur ein Bruchteil der insgesamt 38.000 Quadratmeter großen Fläche wurde seitdem wieder reaktiviert. Für den Rest sucht Grundstückseigentümer Aurelis noch einen Investoren. Die Verwaltung rechnet damit, dass hier 240 Wohnungen entstehen werden. Das ist aber noch völlig offen.

Folgt man der Bahnstrecke etwas weiter nach Norden, wird dort bereits gebaut. Für die neue Hauptfeuerwache in der Nordstadt ist der Rohbau weit fortgeschritten, der erste Bauabschnitt soll Mitte 2014 fertig sein.

Dagegen herrscht beim geplanten Studentenwohnheim gegenüber noch Stillstand. Die Peiner Firma „Quartier am Kläperberg“ will insgesamt 15 Millionen Euro in das Wohnheim am Weidendamm investieren. Ursprünglich sollte das Gebäude zum Semesterstart im Herbst 2013 stehen. Dem machte aber unter anderem die Bürokratie einen Strich durch die Rechnung. Das Projekt war erst in diesem August vom Verwaltungsausschuss endgültig genehmigt worden. Außer einem Bauzaun gibt es deswegen dort noch nichts zu sehen. Insgesamt sieben Stockwerke soll das Wohnheim am Ende haben und Platz für 309 Studierende bieten. Ein erster Gebäudeteil könnte aber noch 2014 fertig werden.

Ein weiteres geplantes Projekt in direkter Nachbarschaft taucht im Wohnkonzept 2025 gar nicht auf. Zwischen Vorderer Schöneworth, Möhringsberg und Alter Ladestraße wird ein privater Investor ein L-förmiges Wohngebäude mit fünf Stockwerken errichten. Dabei muss das Unternehmen bei dem millionenschweren Bauvorhaben jedoch einige Vorgaben der Stadt beachten, die ihr Grundstück mit einer öffentlichen Ausschreibung verkauft hatte. So muss das Passivhaus auch eine Kita mit Platz für fünf Gruppen beinhalten. Ein großes Außengelände ist im Innenhof geplant. Diese Räumlichkeiten muss der Investor für mindestens 25 Jahre an die Stadt vermieten. In den oberen Etagen sind Wohnungen geplant.

Weitere 90 Wohnungen sollen auf dem Gelände der Landesfrauenklinik im Herrenhäuser Kirchweg entstehen. Durch den Umbau des Nordstadtklinikums wird das imposante Haus mit Tausenden Quadratmetern Nutzfläche nicht mehr benötigt. Die Region Hannover verkauft das Anwesen nun ebenfalls an einen Investor.

Vinnhorst will die Stadt das Wohngebiet Grashöfe erweitern. Zwischen Fischteichweg, Heinescher Hof und der Straße Unter den Eichen befinden sich mehrere Wiesen, auf denen 47 neue Einfamilienhäuser gebaut werden könnten. Bislang grasen dort nur Pferde, obwohl ein entsprechender Bebauungsplan hier schon längst den Bau von Wohnhäusern vorsieht. 2005 war der Weiterbau aber auf Eis gelegt worden, nachdem das Gewerbeaufsichtsamt Geruchsimmissionen vom nahe gelegenen Industriegebiet bemängelt hatte. Dieses Problem habe sich nach Einschätzung der Behörde aber nun verbessert, sodass hier bald neue Eigenheime entstehen können.

Herrenhausen-Stöcken:
Viel Bedarf für neuen Wohnraum gibt es im äußersten Nordwesten offenbar nicht. Gerade mal 600 neue Wohnungen sollen nach dem städtischen Konzept in den nächsten Jahren entstehen. Einige Baulücken rund um den Herrenhäuser Markt werden geschlossen und die Grundschule Kreuzriede abgerissen. Nach dem Auszug der IGS Stöcken sollen hier mehrere Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 26 Wohnungen gebaut werden.

Die drei großen Projekte im Stadtbezirk liegen aber in Leinhausen und noch in ferner Zukunft. An der Fuhsestraße soll direkt neben dem Üstra-Betriebshof ein Grundstück der Deutschen Bahn zum Wohnquartier mit insgesamt 150 Wohneinheiten werden; die Hälfte der Wohnungen soll aus Reihen- und Einfamilienhäusern bestehen. Ein vergleichbares Quartier ist auf dem angrenzenden Gelände zwischen Einbecker Straße und den Stadtbahngleisen geplant. Beide Projekte werden voraussichtlich aber nicht vor 2017 begonnen.

Früher wird auch die umstrittene Umwandlung von Kleingärten am Vinnhorster Weg nicht in Angriff genommen. 200 Wohnungen, davon 80 Einfamilienhäuser, sollen hier nach dem Wohnkonzept 2025 entstehen. Die Kleingärtner wehren sich allerdings noch gegen diese Pläne.

Vahrenwald:
Im dicht besiedelten Stadtteil sucht die Stadt verzweifelt nach neuen Wohnbauflächen. Nur zwei Areale hat die Verwaltung gefunden: Langfristig sollen auf dem Üstra-Depot an der Vahrenwalder Straße 60 Einfamilienhäuser und 20 Geschosswohnungen entstehen. Weitere 180 Wohnungen sind in der Straße Im Othfelde geplant, darunter 50 Reihenhäuser. Bebauungspläne gibt es noch nicht.

Vahrenheide und Sahlkamp:
Am ehemaligen Reiterstadion in Vahrenheide will die Stadt ein großes Wohngebiet mit 220 Einfamilien- und Reihenhäusern aus dem Boden stampfen. Details und der Baustart sind aber noch völlig offen. Auch im Sahlkamp werden neue Eigenheime gebaut. Im Märchenviertel entstehen derzeit 22 Neubauten.

Calenberger Neustadt:
Für Abstellplätze viel zu schade findet die Stadt den Parkplatz südlich der Benno-Ohnesorg-Brücke an der Ohestraße. Bisher können dort bis zu 100 Autos abgestellt werden, die Stadt würde hier aber lieber 120 Wohnungen bauen lassen. Der Bebauungsplan wurde bereits entsprechend geändert. Reine Gedankenspiele sind dagegen noch zwei neue Wohnbauflächen in der Adolfstraße und Am Kanonenwall. Dort möchte die Stadt jeweils 50 neue Wohneinheiten schaffen - aber erst ab 2017. Weitere 118 Wohnungen sollen nach den Plänen der Stadt im südlichen Bereich der Königsworther Straße entstehen. In der Dreyerstraße baut die Firma Hochtief Solutions bereits 38 Wohnungen. Frühestens ab kommendem Jahr könnten die Bauarbeiten in der Königsworther Straße 31 beginnen. Dort sind 50 Wohnungen geplant. Und ab 2017 soll an der Ecke zur Braunstraße ein neues Haus mit 30 Wohneinheiten entstehen.

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