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Nord Piktogramme sollen Radfahrern in Hannover helfen
Hannover Aus den Stadtteilen Nord Piktogramme sollen Radfahrern in Hannover helfen
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13:47 28.04.2011
Von Kristian Teetz
Fahrradfahrer fühlen sich auf dem Engelborster Damm oft von Autofahrern bedrängt. Quelle: Teetz

Für die Verkehrsprobleme auf dem Engelbosteler Damm zeichnet sich eine erste Lösung ab. „Grüne Fahrradpiktogramme sollen Autofahrer darauf hinweisen, dass sie die Fahrbahn nicht für sich allein haben“, kündigte Stadtbezirksmanager Andreas Gebert an. Viele Radfahrer fühlen sich auf dem E-Damm von dicht auffahrenden Autos bedrängt und weichen deshalb auf den Bürgersteig aus. Das wiederum kritisieren Fußgänger und Betreiber von Lokalen mit Außengastronomie.

Die Piktogramme sind ein zentrales Ergebnis des zweiten Erfahrungs- und Ideenaustausches zu der Problematik, der vor Kurzem im Stadtteilzentrum Nordstadt stattgefunden hat. An ihm hatten neben der Stadtverwaltung und Bezirksratspolitikern auch Anwohner, Polizei, Üstra und der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) teilgenommen. Die Piktogramme sollen in einer „fachlich angeleiteten Gemeinschaftsaktion“ auf die Fahrbahn gemalt werden. „Die Zeichen sollen Signalcharakter haben“, erläuterte Gebert, der den Runden Tisch moderiert hatte. „Es muss sichergestellt sein, dass jeder auf der Straße Platz hat.“

Ein rechtlich ordentlicher Fahrradweg scheitert daran, dass der E-Damm nach der Verwaltungsvorschrift zur Straßenverkehrsordnung (VwV-STVO) einige Zentimeter zu schmal ist. Deshalb dürfen die Piktogramme auch keine Ähnlichkeit mit regulären Verkehrszeichen haben. Wie das Symbol für den E-Damm aussehen soll, ist allerdings noch unklar. Die Ideenfindung für einen Entwurf läuft noch. Aufgebracht werden sollen die Piktogramme dann während eines Aktionstages im Juni. „Dann sollen Autofahrer mit Flugblättern auf die Situation aufmerksam gemacht werden“, sagte Gebert an. Aber auch Radfahrer werden dann daran erinnert, dass sie nicht auf dem Fußweg fahren dürfen. Trotz der Piktogramme wird die Straße weiterhin komplett von allen Verkehrsteilnehmern befahren werden dürfen – einen Streifen ausschließlich für Radler wird es aber nicht geben.

Darüber hinaus soll der Autoverkehr auf dem E-Damm entzerrt werden. Dazu soll nach dem Willen der Teilnehmer des Runden Tisches die Ampelschaltung des Linksabbiegerverkehrs von der Arndtstraße in Richtung Weidendamm „intelligent geschaltet“ werden. „Bislang kommen die Linksabbieger nicht recht zum Zuge“, sagte Gebert. Das Abbiegen soll fließender vonstatten gehen. So soll der Rückstau, der zu mancher Tageszeit bis auf den E-Damm zurückreicht, reduziert werden. „Die Teilnehmer erhoffen sich eine stärkere Nutzung des Weidendamms und damit eine Entlastung des E-Damms“, sagte Gebert weiter. Die Neuschaltung der Ampel könnte noch vor den Sommerferien erfolgen.

Außerdem erhofft sich der Runde Tisch eine Besserung der Verkehrssituation auf dem E-Damm durch eine geschicktere Organisierung des Lieferverkehrs. „Die Verwaltung hat in den vergangenen Wochen mit mehreren Gewerbetreibenden über den den Verkehrsfluss störenden Anlieferverkehr gesprochen“, so Gebert. Die Firma Bumke, die ihr Geschäft am Anfang des E-Damms gegenüber dem Internationalismus-Buchladen hat, schlage zum Beispiel vor, den Rangierbereich für große Lastwagen zu vergrößern. So könne die Rangierzeit deutlich verkürzt werden. „Dazu müsste allerdings in die umliegenden Parkzonen baulich eingegriffen und gegebenenfalls auch die in der Nähe befindliche Bushaltestelle (stadtauswärts) versetzt werden“, heißt es im Protokoll der Sitzung des Runden Tisches. Diese Idee werde von der Verwaltung weiter verfolgt – konkrete Vorschläge würden erarbeitet. Stadtbezirksmanager Andreas Gebert zeigte sich zufrieden mit dem Verlauf der Sitzung. „Es ist gut, dass wir zu konkreten Ergebnissen gelangt sind.“

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