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Nord Polizei bezieht neue Wache an der Alten Ziegelei
Hannover Aus den Stadtteilen Nord Polizei bezieht neue Wache an der Alten Ziegelei
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09:00 07.02.2013
Von Christian Link
Die Polizisten Katrin Prange und Mathias Blum verrichten Dienst am neuen Wachtresen. Quelle: Christian Link
Stöcken

Die neue Wache des Polizeikommissariats (PK) Stöcken an der Stöckener Straße 85 ist seit vergangenem Freitag offiziell geöffnet. Zunächst sind dort nur die 32 Beamten des Einsatz- und Streifendienstes untergebracht. Spätestens im Jahr 2015 soll das Gebäude an der Einmündung zur Straße Alte Ziegelei aber die einzige Dienststelle im Zuständigkeitsgebiet sein. Die Polizeistation an der Herrenhäuser Straße wird schon bald schließen.

Rund 500000 Euro hat die Firma Boden & Wert Immobilien in den Umbau der ehemaligen Schlecker-Filiale zu einer Polizeiwache investiert. „Es war vorher nur ein Ladengeschäft mit einem einzigen Raum, in dem viele Regale standen“, erzählt Geschäftsführer Wolfgang Toenne im Rahmen der offiziellen Schlüsselübergabe.

Um die Ansprüche der Polizei zu befriedigen, mussten zahlreiche Änderungen vorgenommen werden. Mehrere Zwischenwände wurden eingezogen, eine Klimaanlage installiert und schusssichere Fenster eingebaut. Die neue Wache verfügt über einen Eingangsbereich mit Warteraum und Wachtresen, mehrere Büro- und Besprechungsräume, eine Waffen- und Asservatenkammer sowie eine Zelle.

Zurzeit ist das PK Stöcken damit in drei Dienststellen untergebracht. Das wird sich aber bald ändern. Die nur anderthalb Kilometer entfernte Polizeistation Herrenhausen soll „zeitnah“ geschlossen werden. „Durch den Umzug ist eine zusätzliche Präsenz in Herrenhausen entbehrlich geworden“, sagt Polizeisprecher Thorsten Schiewe.

Die Beamten sind von ihrer neuen Wache begeistert. „Unsere Arbeitsbedingungen haben sich wesentlich verbessert“, sagt der Leiter des PK Stöcken, Thomas Broich. Seine Abteilung habe sich „extrem“ um einen Auszug aus der alten Dienststelle bemüht. Das Gebäude ist nach 30 Jahren ohne Renovierungen nicht mehr zeitgemäß und außerdem zu klein für die 57 Beamten.

Auch Polizeipräsident Axel Brockmann räumt ein, dass der Umzug lange überfällig war. Die gute Arbeit des PK Stöcken verdiene auch eine gute Dienststelle. „Die neue Wache ist hell und freundlich - das ist auch das, was der Bürger erwartet“, sagt Brockmann. Außerdem sei das Gebäude hervorragend mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. Die Stadtbahnhaltestellen „Hemelingstraße“ und „Stadtfriedhof Stöcken“ liegen jeweils knapp 200 Meter entfernt. Dort verkehren die Linien 4 und 5.

Dafür, dass der Umzug überhaupt möglich wurde, bedankt sich Einsatz- und Streifendienstleiter Franz Behrens bei der gesamten Polizeiinspektion West. Diese habe ihre Mittel solidarisch zusammengelegt, um die neue Ausstattung der Dienststelle zu ermöglichen. „Allein aus unserem eigenen Budget hätten wir das nicht leisten können“, sagt Behrens. Dafür werde das PK Stöcken in den nächsten Jahren kürzer treten.

Neben den Gesetzeshütern hat aber auch ein Verbrecher zum Umzug beigetragen. Dieser machte nämlich 2011 Mieter und Vermieter miteinander bekannt. „Der Kontakt mit Herrn Broich ist entstanden, als ich einen versuchten Einbruch anzeigen wollte“, berichtet Toenne. Ein mittlerweile gefasster Täter hatte versucht, die Türen des Hauses Stöckener Straße 85 aufzubrechen. Bei dem Besuch in der Station sei Toenne dann der schlechte Zustand der Dienststelle aufgefallen. Daraufhin habe er das leer stehende Ladenlokal als neue Wache angeboten. 2012 unterzeichneten beide Seiten schließlich den 20 Jahre andauernden Mietvertrag mit Verlängerungsoption. Zum Jahreswechsel 2014/2015 soll auch der Ermittlungsdienst in dem Haus einziehen.

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