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Nord Private Solaranlage auf dem Schuldach
Hannover Aus den Stadtteilen Nord Private Solaranlage auf dem Schuldach
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13:45 30.08.2012
Harmut Rosendahl investiert in Solarmodule auf dem Dach der IGS Badenstedt. Quelle: Holzki
Nordstadt

„Mir ist es wichtig, den Ausstoß von Kohlendioxid zu verringern“, sagt der freie Ingenieur. Deshalb habe er sich als Privatmann dazu entschlossen, sein Geld nicht in Aktien anzulegen, sondern in Photovoltaik-Anlagen zu investieren. Wie viel Geld er dafür auf den Tisch legen musste, will Hartmut Rosendahl nicht sagen. „Es waren auf jeden Fall weit über 100000 Euro.“ Finanziert habe er das Projekt mithilfe der Sparkasse. Die Organisation von den Finanzierungsverhandlungen über die Auswahl der Versicherung bis hin zur Erstellung einer Ertragsvorschau übernahm der studierte Maschinenbauer dann selbst.

Rainer Konerding von der Klimaschutzstelle der Stadt Hannover freut sich über derartiges Engagement und jede weitere Photovoltaik-Anlage in der Stadt. „296 Module bringen im Jahr mehr als 50000 Kilowattstunden ein, damit können etwa 23 Haushalte versorgt werden“, rechnet er vor. Das reduziere den CO2-Ausstoß um etwa 40 Tonnen pro Jahr. „Das ist für einen Privatmann schon kräftig“, sagt Konerding.

Um die Emission der klimagefährdenden Treibhausgase zu verringern, will die Stadt bis 2020 auf einer Million Quadratmetern im Stadtgebiet Solaranlagen installieren. Momentan seien es schätzungsweise 640 Anlagen, eine Bestandsaufnahme der genutzten Flächen werde vorerst nicht vorgenommen. Um die hohen Ziele zu erreichen, hat die Stadt eine Spezialfirma beauftragt, alle Dächer in Hannover mithilfe von 3D-Aufnahmen auf ihre Sonneneinstrahlung zu überprüfen. Außerdem vermietet sie Dachflächen von Schulen und Kindertagesstätten an Unternehmen und Privatleute. Die Preise variieren je nach Standort und Eignung des Gebäudes. „Unbedingt notwendig ist eine statische Prüfung des Gebäudes, damit es die Last der Anlage auch trägt“, sagt Rainer Konerding. So war es auch bei Hartmut Rosendahl. „Die Mitarbeiter der Stadt haben sich sehr viel Mühe gegeben und so lange mit mir gesucht, bis wir eine geeignete Fläche gefunden hatten“, sagt er. Das Dach der IGS teilt sich der 53-Jährige nun mit einem selbständigen Unternehmensberater. Werden in den nächsten 20 Jahren, der Laufzeit der gesicherten Einspeisevergütung, Sanierungsarbeiten fällig, müssen die Betreiber ihre Module ein Mal auf eigene Kosten abbauen.

Rosendahl hofft, dass die Anlage ab 2032 so viel Geld einbringt wie eine vergleichbare Aktiendividende. Da seine Module Ende März und damit rechtzeitig vor der Kürzung der Solarförderung installiert wurden, erhält der Ingenieur pro Kilowattstunde eine Einspeisevergütung von 21,98 Cent. Heute in Betrieb gebe es nur noch 15,85 Cent. Im November soll die Förderung nochmal neu berechnet werden.

Hartmut Rosendahl hat also Glück gehabt. Auch mit der Sommersonne ist er bisher zufrieden. Das befeuert ihn in seinem Eifer für die Energiewende nur noch mehr. Denn der Ingenieur aus der Nordstadt hat noch weitere Ziele, um den CO2-Ausstoß einzudämmen: „Ich will unbedingt ein Elektroauto fahren.“ Bereits seit 2000 hat er eine Solaranlage auf seinem Haus in der Nordstadt. „Damit soll das Auto direkt vor der Tür laden und die Familie in der Nacht mit Energie aus der Batterie versorgen.“

Larissa Holzki

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