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Nord Verschlüsseln bei Kaffee und Kuchen
Hannover Aus den Stadtteilen Nord Verschlüsseln bei Kaffee und Kuchen
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14:37 12.11.2014
Meist geht es im Repair-Café um Hilfe beim Reparieren von Alltagsgegenständen, nun auch um Internetsicherheit. Quelle: Michael Wallmueller
Hannover

Michael Ebeling hat eine Mission: Er will Bürger über Datenschutz im Internet aufklären. „Das Internet macht Spaß, es gibt aber auch Gefahren. Gerade Laien wissen oft nicht genau, wie sie ihre Privatsphäre im Internet schützen können. Das wollen wir den Leuten beibringen“, sagt der Computerexperte. Der Gründer der Internet-Initiative „freiheitsfoo“ veranstaltete vergangenen Sonnabend ein sogenanntes Privacy-Repair-Café in den Räumen der Stadt-Teil-Werkstatt in der Nordstadt. Mit dem „deutschlandweit ersten Angebot dieser Art“, wie Ebeling sagt, soll die Palette des Repair-Cafés in der Kniestraße 10 erweitert werden. Jeweils am zweiten Sonnabend im Monat werden hier bei Kaffee und Kuchen Alltagsgegenstände gemeinsam repariert.

Im Mittelpunkt der Sitzung stand vor allem die E-Mail-Sicherheit und die Verwendung verschiedener Browser. In einem Vortrag erläuterte Ebeling anschaulich, wie und mit welchen Programmen sich E-Mails verschlüsseln lassen. „Eine unverschlüsselte Mail ist wie eine Postkarte, eine verschlüsselte Mail wie ein Brief“, sagte der Experte. Er sei auf dem Dorf großgeworden. Da hätte der Briefträger alles gewusst, da er fest in die Dorfgemeinschaft integriert war. Im Bezug auf die E-Mail-Kommunikation sei dies aber nicht wünschenswert: „Mir ist das Verschlüsseln sehr wichtig geworden. Ich habe mittlerweile ein schlechtes Gefühl, wenn ich eine unverschlüsselte Mail verschicken muss“, sagte er. Denn wer jede E-Mail einer Person kenne, könne aus der Gesamtheit der Nachrichten sehr viel über den jeweiligen Menschen erfahren.

Ebeling betonte immer wieder, dass sich sein Angebot nicht an Experten richtet, sondern auch an Anfänger. Er bat darum, ihn „mit Fragen zu löchern“, wenn etwas nicht verstanden wurde. Da jedoch nur sechs Besucher gleichzeitig da waren, hielten sich die Fragen in Grenzen. Auch einen Laptop hatte keiner der Besucher dabei. „Das wäre natürlich praktisch, weil wir dann direkt vor Ort zusammen etwas ausprobieren können“, sagte Ebeling. Auch wenn die erste Sitzung noch nicht auf viel Interesse stieß, ist sich der Experte sicher, dass das Konzept funktioniert: „So ein Angebot muss sich erst mal herumsprechen. Da mittlerweile aber so viele Menschen im Internet sind, ist der Bedarf sicher da.“ Gleichzeitig betonte er, dass das Privacy-Cafe keine Computer-Sprechstunde werden soll. Der Schutz persönlicher Daten solle im Vordergrund stehen.

Davon zeigte sich die Rentnerin Ursula Roesner etwas enttäuscht. „Ich habe mir vor kurzem ein Laptop gekauft und wollte mich hier vor allem über die Bedienung des Computers und das Internet informieren“, sagte sie. Die Verschlüsselung von E-Mails sei ihr persönlich nicht wichtig. „Ich schreibe nur mit meinen beiden Enkeln, und die würden sich eher wundern, wenn ihre Oma auf einmal kryptische Nachrichten schickt“, so die Nordstädterin. Zur nächsten Veranstaltung am 13. Dezember will sie trotzdem kommen: „Dann bringe ich aber auf jeden Fall meinen Laptop mit“.

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