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Nord Sanierungsprogramm für Vahrenheide läuft bis Ende 2012 weiter
Hannover Aus den Stadtteilen Nord Sanierungsprogramm für Vahrenheide läuft bis Ende 2012 weiter
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12:28 06.10.2011
Vahrenheide-Ost

Während andere Stadtteile um die Förderung aus dem StädtebauprogrammSoziale Stadt“ bangen, hat Vahrenheide-Ost das offizielle Ende des Sanierungsprogramms nach Plan erreicht. Die Übergabe des neu gestalteten Brunnenplatzes am Vahrenheider Markt war der letzte Akt. Eigentlich – denn noch wachsen Neubaugebiete. Und noch immer fördert die Stadt einige Projekte im Stadtteil.

„Der Stadtteil soll nicht von heute auf morgen sich selber überlassen bleiben“, sagt Regina Fischer (SPD), die Vorsitzende der Sanierungskommission Vahrenheide-Ost. Das Gremium tagt im November noch einmal und bleibt auch im Jahr 2012 aktiv. Erst Ende nächsten Jahres soll das Sanierungsgebiet endgültig aus dem Programm entlassen werden. Bis dahin wird sich auch Fischers Kommission um Dinge wie Nachbarschaftsprojekte kümmern. Solche Projekte werden über den Quartiersfonds gefördert, der jährlich 25 000 Euro umfasst. Geld von der Stadt erhalten auch soziale Institutionen wie der Förderverein Leben und Arbeiten im Stadtteil (Flais), der in diesem Jahr einen Zuschuss von rund 41 200 Euro bekommt, sowie die Nachbarschaftsinitiative Vahrenheide (rund 57 480 Euro).

Seit Januar dieses Jahres gibt es zudem das Quartiermanagement in Vahrenheide. Dort finanziert die Gesellschaft für Bauen und Wohnen (GBH) eine halbe Personalstelle für Quartiersmanagerin Anja Rohn. „Das ist zunächst auf zwei Jahre befristet“, sagt GBH-Sprecher Frank Ermlich. Doch womöglich werde das Angebot auch über 2012 hinaus fortgesetzt, kündigte er an. Und schließlich gibt es auch das Stadtteilforum sowie die noch junge Interessengemeinschaft Vahrenheider Gewerbe.

Rege Bautätigkeit gibt es nach wie vor im ehemaligen Klingenthal an der Straße Holzwiesen. Die Firma Weber Massivhaus entwickelt dort mehrere Wohngebiete; fertig sind 29 Häuser im Gebiet der „Gartenhöfe“. Nun ist der Abschnitt „Märchenviertel“ mit weiteren 27 Häusern an der Reihe. Der Bauabschnitt soll bis Ende 2012 fertig sein. Ein letzter Bauabschnitt werde wohl 2013 erschlossen, kündigt eine Firmenmitarbeiterin auf Anfrage des Stadt-Anzeigers an. Um Weber Massivhaus zu fördern, bleibt ein Teil von Vahrenheide noch Sanierungsgebiet. „Die Firma wird aber nicht direkt gefördert“, sagt Stadtsprecher Dennis Dix. Sie profitiere vom Verbleib im Sanierungsgebiet, weil sie für neue Straßen und Wege keine Erschließungsbeiträge entrichten müsse.

Insgesamt pumpte die Stadt seit 1998 rund 19 Millionen Euro aus dem Förderprogramm in den Stadtteil. Das Geld stammt zu zwei Dritteln aus der Landeskasse; ein Drittel steuerte die Stadt selbst hinzu. Weiterhin zahlte Hannover aus der eigenen Kasse zusätzlich eine Million Euro für soziale Projekte.

Die GBH hat in Vahrenheide insgesamt 2161 Wohnungen. Viele davon ließ das städtische Wohnungsbauunternehmen in den vergangenen 13 Jahren sanieren; insgesamt investierte die GBH rund 58 Millionen Euro in die Modernisierung ihres Bestands. Derzeit laufen noch Bauarbeiten an der Plauener Straße 13-17. „Diese Wohnungen sollen Ende 2011 fertig sein“, sagt GBH-Sprecher Ermlich. Auch wenn es keine Fördermittel mehr gibt, will das Unternehmen seine Modernisierung fortsetzen. Über konkrete Projekte für 2012 sei aber noch nicht entschieden, sagt Ermlich. „So richtig fertig ist die Erneuerung eines Stadtteil ja nie“, findet Sanierungskommissions-Vorsitzende Fischer. Viel Gutes sei in Vahrenheide passiert, auch wenn es noch immer Häuser gebe, die sanierungsbedürftig seien. „Und es war wichtig, dass sich die Menschen selbst einbringen konnten“, sagt Fischer mit Blick auf die Stadtteileinrichtungen, die oft erst im Zuge der Sanierung entstanden.

Marcel Schwarzenberger

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