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Nord Sozialwerk richtet Kindertafel ein
Hannover Aus den Stadtteilen Nord Sozialwerk richtet Kindertafel ein
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12:55 28.04.2011
Im Gemeindehaus der Sankt Hedwig Kirche wird eine Kindertafel eingerichtet. Quelle: Martin Steiner

Der Verein Sozialwerk Vinnhorst gründet den ersten Mittagstisch für Kinder und Jugendliche im Stadtteil. Junge Menschen aus einkommensschwachen Familien sollen in der neuen Einrichtung regelmäßig eine warme Mahlzeit bekommen. Die Kindertafel, die im Gemeindehaus von St. Hedwig an der Kalabisstraße 3 angesiedelt wird, will der Verein aus Spenden finanzieren. Das Sozialwerk will den Mittagstisch mit einem Fest am Mittwoch, 4. Mai, um 12 Uhr eröffnen.

Zunächst wird es das Angebot jeden Mittwoch zwischen 12 und 16 Uhr geben. Eine Gruppe freiwilliger Helfer um Projektleiterin Angelika Jagemann kümmert sich dann um die Zubereitung und Essensausgabe. „Wir kochen in der Küche des Gemeindehauses selbst“, berichtet Jagemann, die auch stellvertretende Vorsitzende des Sozialwerks ist. Genügend Platz und eine Küche seien vorhanden.

Das gemeinsame Essen soll so oft wie möglich mit einem Betreuungsprogramm verbunden werden. Bei einem Ausflug zu Vinnhorster Bauernhöfen etwa könnten Kinder lernen, wo Gemüse wachse und wie gesunde Kost angebaut werde, erläutert Jagemann. Exkursionen sollen die Kinder auch in den Zoo, den Mecklenheider Forst oder zu anderen Ziele in der Region führen. Das Angebot soll für die jungen Teilnehmer möglichst verbindlich sein. „Deshalb planen wir auch Ausflüge in den Sommerferien“, sagt Jagemann. Mit vorerst zehn Kindern rechnet das Sozialwerk Vinnhorst in der Anfangszeit des Mittagstisches. Für das Essen kalkuliert der Verein gut 100 Euro im Monat ein; hinzu kommen die Kosten für die Ausflüge. Für die Kinder und Jugendlichen soll die Teilnahme kostenlos sein. Deshalb verhandelt das Sozialwerk derzeit mit örtlichen Geschäftsleuten und Stiftungen über Spenden. Mittelfristig soll die Tafel bis zu 20 junge Menschen mit einer Mahlzeit versorgen.

Das Sozialwerk Vinnhorst gehört dem Paritätischen Wohlfahrtsverband an und betreut bereits seit mehr als 30 Jahren einen Seniorenkreis. „Wir wollen uns nun aber auch mehr in der Kinder- und Jugendarbeit engagieren“, sagt Jagemann. Der Mittagstisch ist das erste Projekt für eine jüngere Zielgruppe. Zwar sieht die Projektleiterin Vinnhorst nicht als sozialen Brennpunkt an. „Aber es gibt doch Bedarf an unserem Angebot“, findet sie. Weil die Grundschule Vinnhorst keine Ganztagsschule sei, könnten Schüler dort nicht essen. „Auch Geschwister von Kita-Kindern oder Schüler weiterführender Schulen sind manchmal unterversorgt“, meint Jagemann. In diesen Tagen wirbt das Sozialwerk deshalb in Kinder- und Jugendeinrichtungen des Stadtteils; aber auch in Geschäften mit einem Flyer für den neuen Mittagstisch. „Wichtig sind uns zunächst die Kontakte zu den Eltern“, sagt Jagemann. Denn nur sie könnten ihre Kinder für den Mittagstisch anmelden – und dabei ihre Bedürftigkeit nachweisen. „Dafür wollen wir natürlich auch Hemmschwellen abbauen“, sagt Jagemann. Eltern können ihre Kinder bei Angelika Jagemann unter der Telefonnummer 67 35 33 für die Kindertafel anmelden.

Marcel Schwarzenberger

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