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Nord Stadtbahn bekommt drei neue Hochbahnsteige im Norden
Hannover Aus den Stadtteilen Nord Stadtbahn bekommt drei neue Hochbahnsteige im Norden
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14:06 17.03.2011
Die Haltestelle am Schneiderberg wird ein Stück stadtauswärts verlegt (in den Bildvordergrund). Etliche Bäume links und rechts der Gleise müssen dem Bauwerk weichen. Quelle: Schwarzenberger

In der Nienburger Straße wird es im nächsten Jahr eng: Die Infrastrukturgesellschaft (Infra) Hannover will Anfang 2012 mit dem Umbau von drei Nordstädter Haltestellen beginnen. Die Bahnsteige „Leibniz-Universität“, „Schneiderberg/Wilhelm-Busch-Museum“ und „Appelstraße“ sollen innerhalb eines Jahres barrierefrei ausgestattet werden. Die Region und das Land Niedersachsen investieren zusammen rund 5,9 Millionen Euro. Die neuen Bahnsteige nehmen mit ihren jeweils 70 Metern Länge mehr Platz ein als die alten Haltestellen. „Es müssen deshalb insgesamt 23 Bäume gefällt werden. Ersatzstandorte dafür werden noch gesucht“, berichtete Stadtplanerin Edda Rabe in der jüngsten Sitzung des Bezirksrats Nord. Das Gremium stimmte dem Vorhaben einmütig zu. Alle drei Haltestellen werden mit Seitenhochbahnsteigen ausgerüstet.

Haltestelle Universität: Der neue Hochbahnsteig wird am alten Standort gebaut. Er reicht bis an die Mauern vor der Einfahrt in den U-Bahn-Tunnel heran. Während der Bauzeit wird eine Ersatzhaltestelle eingerichtet. Auch die beiden Zebrastreifen, die bislang zusammen mit Warnblinkanlagen für eine sichere Straßenüberquerung der Passagiere sorgen sollen, verschwinden. An den beiden Enden des neuen Hochbahnsteigs werden dafür Bedarfsampeln für Fußgänger eingerichtet. Eine weitere Ampel soll über die Gleise zur Wartezone der Gegenrichtung führen. Ein zweiter Gleisübergang wird zwar eingerichtet; er bekommt allerdings keine Ampel. Eine ähnliche Kombination aus signalisiertem sowie unsignalisiertem Gleisüberweg bekommen auch die anderen Haltestellen.

Haltestelle Schneiderberg: Dieser Bahnsteig wird um gut 100 Meter stadtauswärts verschoben; die bisherige Haltestelle bleibt bis zum Bauende erhalten und wird erst dann abgebaut. Die Fläche soll später begrünt werden – unter anderem als Ersatzstandort für Bäume. Immerhin 17 Laub- und Nadelbäume müssen dem neuen Bahnsteig weichen; die meisten von ihnen auf dem grünen Mittelstreifen zwischen Gleisbett und Nienburger Straße. Mit der Verlegung der Haltestelle wollen die Planer die Wege für Besucher des Uni-Viertels verkürzen. Der nordwestliche Zugang liegt nahe der Kniggestraße; dort wird eine Bedarfsampel zur Straßenüberquerung installiert. Das andere Ende des Hochbahnsteigs liegt künftig an der Einmündung Schneiderberg. Die dort schon vorhandene Ampelanlage bleibt erhalten und wird als Hauptzugang samt signalisiertem Gleisübergang eingerichtet.

Haltestelle Appelstraße: Dort baut die Infra wiederum am alten Standort und richtet eine Bedarfshaltestelle in der Nähe ein. Die jetzt schon in Höhe Appelstraße vorhandene Signalanlage bleibt ebenfalls erhalten. Den signalisierten Gleisübergang sowie eine neue Bedarfsampel zum Überqueren der Straße plant die Infra am anderen Ende des Bahnsteigs, das in Richtung Alleestraße liegt. Sechs weitere Bäume werde an dieser Haltestelle gefällt.

Bauphase und Verkehr: Klar ist aber, dass die Nienburger Straße 2012 an einigen Wochenenden komplett gesperrt werden muss. „Und zwar dann, wenn die großen Betonteile der Bahnsteige verlegt werden“, sagte Infra-Geschäftsführer Stefan Harcke dem Stadt-Anzeiger. Zusätzlich wird die recht schmale Straße möglicherweise über mehrere Wochen hinweg zur Einbahnstraße. „In welcher Richtung und für welche Zeit – das steht noch nicht fest“, sagte Harcke. Diese Verkehrsbehinderungen sehen die Bauherren der benachbarten Schlossbaustelle in den Herrenhäuser Gärten, wo im nächsten Jahr die Bauarbeiten noch andauern, vorerst gelassen. „Wir rechnen kaum mit Konfliktpotenzial“, sagte Jens Rehländer, Sprecher der Volkswagenstiftung, die den Schlossneubau finanziert. Der Baustellenverkehr werde mit der Stadtverwaltung abgestimmt.

Marcel Schwarzenberger

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