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Nord Begegnungsstätte kommt vorerst doch nicht
Hannover Aus den Stadtteilen Nord Begegnungsstätte kommt vorerst doch nicht
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12:00 11.01.2019
Das Grundstück ist noch frei, gebaut wird dennoch nicht: Seit zehn Jahren planen Engagierte des Quartiers Schwarze Heide in der Straße Alter Damm eine Begegnungsstätte.
Das Grundstück ist noch frei, gebaut wird dennoch nicht: Seit zehn Jahren planen Engagierte des Quartiers Schwarze Heide in der Straße Alter Damm eine Begegnungsstätte. Quelle: Foto: Sebastian Stein
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Stöcken

In der Schwarzen Heide wird vorerst doch keine Begegnungsstätte für die Bewohner des Quartiers gebaut. Die Stadt hat kein Geld zur Erschließung des Grundstücks – so einfach lautet die Begründung für die neuerliche Absage. Dies teilte die Verwaltung auf Anfrage der CDU-Fraktion im Bezirksrat Herrenhausen-Stöcken mit. Engagierte des 1400-Einwohner-Quartiers nördlich der Autobahn 2 und des VW-Werks in Stöcken wollen die Begegnungsstätte seit über zehn Jahren bauen.

Für die Finanzierung hatten die Bewohner zwischenzeitlich sogar selbst gesorgt und von der Stadt die Zusage für ein Grundstück unmittelbar neben der Sami-Moschee in der Straße Alter Damm bekommen. Die Baukosten für das Projekt seien durch Spenden oder Eigenleistung größtenteils in trockenen Tüchern, meint Uwe Schmidt von der Siedlergemeinschaft. Doch das abgelegene Grundstück muss erst noch erschlossen werden. Die dafür fälligen Kosten in Höhe von etwa 30 000 Euro könnten die Engagierten nicht auch noch tragen, meint Schmidt. Er sieht sein Projekt im Vergleich zu anderen im Stadtteil Stöcken benachteiligt.

Die Stadt will für die Erschließungskosten auf ihrem eigenen Grundstück aber nicht aufkommen. Angesichts des Haushaltsdefizits müssten sich sämtliche Investitionsmaßnahmen an den Pflichtaufgaben der Stadt orientieren, sagt Stadtsprecher Dennis Dix. Dies betreffe insbesondere die Sanierung und den Ausbau von Schulen und Kindertagesbetreuung sowie die Förderung des Wohnungsbaus.

Das Thema sei schon seit über zehn Jahren akut, sagt Bezirksbürgermeisterin Regine Bittorf (SPD). Damals hatte sich die Interessengemeinschaft Förderverein Jugend- und Begegnungsstätte Schwarze Heide gegründet. Bislang gibt es nur einen Bauwagen, in dem sich Kinder und Jugendliche im Quartier treffen können. „Die engagierten Leute in der Siedlung hätten eine Begegnungsstätte verdient“, sagt Bittorf.

Das Grundstück werde auch weiterhin vorgehalten, sagt Stadtsprecher Dennis Dix. „Damit ist die Stadt dem Projekt wohlwollend gegenüber aufgestellt.“ Lediglich eine Beteiligung an der Finanzierung sei nicht vorgesehen.

Von Sebastian Stein