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Nord Sami-Moschee leitet das neue Jahr ein
Hannover Aus den Stadtteilen Nord Sami-Moschee leitet das neue Jahr ein
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16:00 09.02.2019
Imam Basil Ahmad Bhatti dankt Gemeinde und Unterstützern für ihren Einsatz gegen Fremdenfeindlichkeit und Extremismus. Quelle: Foto: Nina Hoffmann
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Liebe statt Hass, Dialog statt Vorurteilen – auf dem Neujahrsempfang der Sami Moschee riefen Muslime und Nicht-Muslime zu mehr gegenseitiger Toleranz im Jahr 2019 auf. „Wir sehen immer wieder, dass es Schwierigkeiten gibt zu koexistieren“, sagt der Imam der Stöckener Moschee, Basil Ahmad Bhatti, zu seinen etwa 80 Zuhörern. „Gerade deshalb wollen wir uns heute bei unseren Nachbarn und Gemeindemitgliedern bedanken, dass wir uns alle für ein friedvolles gemeinsames Leben engagieren.“

Freundschaftlich miteinander zu leben, ungeachtet der religiösen Orientierung: Um dieses Ziel zu erreichen, haben die Mitglieder der Sami Moschee im vergangenen Jahr viel unternommen. Die muslimische Gemeinde organisierte unter anderem Vorträge über Rassismus an der Leibniz Universität, veranstaltete einen Tag der offenen Tür und sammelte Spenden über den Ahmadiyya Charity Walk.

Den Einsatz für mehr Toleranz und gegenseitige Wertschätzung lobt auch die Stadt Hannover. Zu den Ehrengästen des Empfangs zählen etwa der stellvertretende Regionspräsident Michael Dette und der stellvertretende Bezirksbürgermeister Bernd Janischowsky. „Deutschland und Islam schließen sich niemals gegenseitig aus“, sagt Dette entschlossen. „Alle Religionen gehören zu Hannover, das kann ich aus Überzeugung sagen.“ Dennoch betont Dette, dass die Moschee im Siedlungsgebiet Schwarze Heide von Beginn an kontrovers diskutiert wurde. Bereits während der Planung des Baus der Moschee gab es im Jahr 2004 einen breiten Bürgerprotest. Die heute knapp 500 Anhänger der Ahmadiyya-Bewegung, die sich regelmäßig in der Stöckener Moschee zum Beten versammeln, haben sich von den Protesten nicht abhalten lassen. Skepsis und Abneigung bekommen die Muslime dennoch auch im Alltag immer wieder zu spüren. „Die Ablehnung des Islams lässt sich auf einzelne Extrembeispiele zurückführen“, sagt Dette. „Die Aufklärungsarbeit ist deshalb umso wichtiger.“

Von rechten Protesten und fremdenfeindlichen Strömungen möchte sich die muslimische Gemeinde nicht beirren lassen. Der Neujahrsempfang steht deshalb unter dem Motto „Im Zeichen des Friedens“. „In Deutschland können wir friedlich miteinander leben und eine gesunde Debattenkultur führen“, lobt Imam Bashi. „In einigen Ländern dieser Welt ist das nicht möglich.“ Offene Dialoge und ein friedliches Miteinander unterschiedlicher Kulturen – auch im Jahr 2019 möchte sich die muslimische Gemeinde für Aufklärung und gegenseitiges Verständnis einsetzen. Die Stadt Hannover möchte die Gemeinde dabei unterstützen. „Wir gehen Schulter an Schulter“, sagt Dette.

Von Nina Hoffmann

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