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Nord Stöckener Friseursalon wird mit fünf Bienenkästen ausgestattet
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Stöcken: Stöckener Friseursalon wird mit fünf Bienenkästen ausgestattet

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11:00 18.05.2019
Friseur Dirk Schartenberg (links) stellt gemeinsam mit der Studenteninitiative Enactus Bienenkästen auf seinem Dach auf. Quelle: Nina Hoffmann
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 Nachhaltig und unternehmerisch: Gemeinsam mit der Studenteninitiative Enactus engagiert sich der Stöckener Gewerbetreibende Dirk Schartenberg gegen das Bienensterben. Auf dem Flachdach seines Friseur- und Wellnesssalons Am Stöckener Bach hat er mithilfe des Enactus-Projekts „Imke – The Natural Drink“, das Getränke auf der Grundlage von Honig produziert, insgesamt fünf Bienenkästen aufgestellt.

Dabei gab es anfangs einige Hürden, die Schartenberg in Kauf nehmen musste. „Statt Lösungen zu suchen, sahen die Verantwortlichen eher Probleme“, erinnert sich der Friseur, der mit seinem Anliegen nach eigenen Angaben im Stadtbezirk auf wenig Unterstützung stieß. „Wo diese Probleme liegen sollen, verstehen wir allerdings nicht“, meint dagegen Georg Rieger vom Imke-Projekt.

Der Kontakt von Schartenberg zu dem Biologiestudenten Rieger kam schließlich über den Imkerverein Burgwedel-Isernhagen zustande. „Wir waren gerade auf der Suche nach einem geeigneten Platz für weitere Bienenkästen, als man uns an Dirk verwiesen hat“, erzählt Rieger. Er und seine acht Projektkollegen setzen sich mit ihrem jungen Start-up etwa durch Aufklärungsarbeit an Schulen, aber auch durch die eigene Honigproduktion für die Bienen ein.

„Imke –The Natural Drink“ zählt zu einem von acht Projekten der Non-Profit-Organisation Enactus. „Wir gehen von der Annahme aus, dass Nachhaltigkeit nur auf unternehmerischem Weg funktioniert“, meint Student Alexander Appel, Vorstandsmitglied von Enactus. Ein gutes Beispiel für die Umsetzung dieses Sozialunternehmertums ist das Imke-Projekt. „Unser Honig wird als natürliches und lokal produziertes Süßungsmittel für die selbst hergestellten Getränke verwendet“, erklärt Neele Birnbaum, die wie Rieger an der Gründung des Projekts beteiligt war. Met, Limonade und Honig-Bier-Mischgetränke: Die Studierenden ergänzen regelmäßig das Angebot ihrer Getränkeauswahl.

Auch der Honig, der durch die Bienenvölker auf Schartenbergs Flachdach produziert wird, ist neben dem Verkauf an die Kunden im Friseursalon für die Getränke bestimmt. „Unsere Einnahmen werden unter anderem in unsere Imkerausbildungen investiert“, sagt Rieger, der in Zukunft selbst die Honigproduktion auf dem Dach des Stöckener Friseurs begleiten wird. Um die Insekten artgerecht zu halten, ist eben ein gewisses Grundwissen notwendig. „Wichtig ist etwa, dass der Ort – in diesem Fall das Flachdach – keinen starken Schwingungen ausgesetzt ist, da die Bienen sonst nicht über den sogenannten Bienentanz kommunizieren können“, erklärt Rieger. „Außerdem muss es im Radius von drei bis fünf Kilometern ein ausreichendes Nahrungsangebot für die Bienen geben.“ Schartenbergs Flachdach eignet sich mit seiner naturnahen Lage somit ideal.

„Da mir das Thema Nachhaltigkeit allgemein sehr am Herzen liegt, möchte ich auch diesen Platz auf dem Dach sinnvoll nutzen“, meint der Friseur, auf dessen Flachdach bereits eine Solaranlage installiert ist. „Wir müssen uns alle aktiv für die Umwelt und das Klima einsetzen – immer nur zu meckern und frühzeitig aufzugeben, hilft da wenig.“

Von Nina Hoffmann

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