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Nord Bezirksräte kritisieren Telefonzellen-Abbau
Hannover Aus den Stadtteilen Nord Bezirksräte kritisieren Telefonzellen-Abbau
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14:30 24.01.2015
Von Susanna Bauch
Eine von 66: Die Säule an der Schulenburger Landstraße soll weg. Quelle: Tim Schaarschmidt
Hannover

Smartphones sind mittlerweile generationenübergreifend im Einsatz, Münzgeld wird allenfalls noch für Parkuhren und Einkaufswagen gebraucht. Das ist der Trend, und so wundert es kaum, dass die Telekom im gesamten Stadtgebiet Hannovers etliche Telefonzellen abbauen will. 66 Standorte sind betroffen, 21 in den nördlichen Stadtteilen. Auch zentral gelegene Telefonzellen wie vor dem Hauptbahnhof, am Königsworther Platz, auf der Lister Meile und am Steintor gehören dazu. Das geht aus einer Liste hervor, die das Unternehmen jetzt an alle Bezirksräte verschickt hat.

Beim Bezirksrat Vahrenwald-List stößt diese Entscheidung auf wenig Gegenliebe. „Es gibt doch ohnehin kaum noch Telefonzellen, die sollte man stehen lassen“, sagt Monica Plate, stellvertretende Bezirksbürgermeisterin (Grüne). Man müsse die Stellen sorgfältig abwägen, an denen die Apparate abgebaut werden sollen. „Es gibt immer noch Menschen ohne Handy. Außerdem ist das Handy auch eine Geldfrage. Wer knapp bei Kasse ist, muss oft als erstes auf das mobile Telefonieren verzichten“, betont Plate.

Bezirksräte dürfen Einspruch einlegen

Bis Ende Februar dürfen die Bezirksräte Einspruch erheben, für den Abbau der Telefonzellen dürfte die Telekom wirtschaftliche Gründe anführen. Sollte eine Rückmeldung ausbleiben, setzt die Telekom das Einverständnis der Kommunalpolitik voraus und beginnt mit dem Abriss der Telefonzellen.

Bedenken gibt es auch im Bezirksrat Mitte. „Vor dem Hauptbahnhof sollte es weiterhin einen öffentlichen Fernsprecher geben“, sagt CDU-Fraktionschef Dieter Prokisch. Denn für Besucher aus dem Ausland sei ein Anruf mit dem Mobiltelefon meist sehr teuer. Ebenso müsse auf dem Steintorplatz eine Telefonzelle bestehen bleiben, um Notrufe absetzen zu können. „Schließlich ist der Steintorplatz ein Konfliktherd“, sagt Prokisch. Die SPD teilt diese Meinung. „Wir müssen uns noch einmal darüber beraten“, sagt Michael Sandow. Klar sei, dass an zentralen Orten ein öffentlicher Fernsprecher bestehen bleiben muss.

Grüne: Auch unwirtschaftliche Standorte sind nötig

FDP-Fraktionschef Wilfried Engelke kann zwar verstehen, dass nicht mehr so viele Telefonzellen benötigt werden. „Aber an Standorten, die besonders abends und nachts problematisch sind, halte ich ein öffentliches Telefon für zwingend notwendig“, sagt er. Grünen-Fraktionschef Martin Nebendahl meint, dass manche Standorte erhalten bleiben müssen, auch wenn sie unwirtschaftlich sind. „Das öffentliche Telefon vor der Uni am Königsworther Platz gehört dazu“, sagt er.

In den vergangenen Jahren hat die Telekom bereits wenig frequentierte Standorte abgebaut. Inwieweit die Einsprüche aus der Kommunalpolitik Gehör finden, ist ungewiss. Eventuell wird der Konflikt ähnlich ausgehen, wie beim Thema Briefkästenabbau. Damals hat sich der Bezirksrat für den Erhalt etlicher Kästen eingesetzt - weitgehend ohne Erfolg.

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