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Nord Änne Albeshausen feiert ihren 100. Geburtstag
Hannover Aus den Stadtteilen Nord Änne Albeshausen feiert ihren 100. Geburtstag
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10:00 24.06.2018
Emmi, genannt Änne, Albeshausen feiert ihren Ehrentag zu Hause. Quelle: Foto: Ebeling
Vahrenheide

Als Emmi, genannt Änne, Albeshausen geboren wurde, regierte Kaiser Wilhelm II., und der Erste Weltkrieg wütete noch: Am 13. Juni 1918 erblickte die heute 100-Jährige das Licht der Welt. Am Mittwoch war daher in ihrem Haus in Vahrenheide im wahrsten Sinne Tag der offenen Tür: Gratulanten, darunter Freunde, Familie und Nachbarn, besuchten die Jubilarin ununterbrochen. Bei Schnittchen, Kaffee und Kuchen feierten sie ausgiebig ihren Ehrentag. „Ich bin schon ein bisschen aufgeregt und nervös“, erzählt sie. An sich sei sie aber für ihr Alter noch gut auf geistiger Höhe, nur ein, zwei Sachen vergesse sie manchmal, und manche Geschichten würden sich leicht verändern, verrät ihr Sohn Wolfgang.

Auf die Frage, wie man sich als 100-Jährige fühle, antwortet sie ganz gelassen: „Als ich heute Morgen aufgewacht bin, war alles wie sonst auch.“ Trotz ihres Alters wohnt sie seit 54 Jahren in einem Wohnhausblock mit Garten in Vahrenheide. Seit dem Tod ihres Mannes 2011 lebt sie dort alleine. Das scheint sie nicht zu stören, im Gegenteil: Jeden Tag würde ihr das Essen gebracht, ihr Sohn Wolfgang Albeshausen würde für sie einkaufen gehen. „Seit ich hier eingezogen bin, fühle ich mich sehr wohl“, erzählt sie.

Kindheit in Waldhausen

Albeshausen war schon immer Hannoveranerin: Sie wurde als letzte von drei Schwestern geboren und wuchs im Stadtteil Waldhausen auf. Ihre Kindheit sei schön gewesen, nur ihre Mutter mochte sie nicht so gerne. Sie sei sehr herrisch gewesen, beklagt sie. „Trotzdem hatten wir keine Not und haben gut gelebt“, erinnert sie sich. Das änderte sich zunächst auch während des Krieges nicht. Ihr Ehemann wurde in Dresden stationiert und holte Änne mit ihrem gemeinsamen Sohn Dirk nach. „Wir haben wunderbare, ruhige Jahre dort in einem Bungalow erlebt“, resümiert die Rentnerin die Zeit.

Doch dieses Glück endete leider, als Dresden im Februar 1945 von den Briten zerbombt wurde. „Keine halbe Stunde und alles war kaputt“, bedauert sie. Wenig später floh Albeshausen gemeinsam mit ihrem vierjährigen Sohn vor den Russen wieder nach Hannover. Viereinhalb Wochen sei sie mit ihm zu Fuß unterwegs gewesen. „Wir haben uns irgendwie so durchgeschlagen“, sagt sie trocken. Aber auch nur, weil die Leute nett gewesen seien.

In Hannover angekommen, hätten sie zunächst eine Woche am Welfenplatz gewohnt, bis ihr Mann aus Dresden nachkam, der ebenfalls vor den Russen geflohen war. Gemeinsam zogen sie in eine Wohnung in die Südstadt. 1958 kam ihr zweiter Sohn Wolfgang zur Welt. Ihr Mann verdiente das Geld, sie zog die Kinder groß. „Mittlerweile habe ich schon fünf Enkelkinder“, erzählt sie stolz.

Von Laura Ebeling

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