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Nord Die IGS Büssingweg will Wildbienen anlocken
Hannover Aus den Stadtteilen Nord Die IGS Büssingweg will Wildbienen anlocken
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09:00 25.11.2018
Jakob Grabow-Klucken (l.) vom BUND und IGS-Lehrer Fabian Wolff haben das Projekt der insektenfreundlichen Schule ins Leben gerufen. Quelle: Fotos: Lisa Neugebauer (5)
Vahrenwald

Emilia rümpft die Nase, als sie den anderen beim Formen von Blumensamenkugeln zuschaut. Die Masse aus Katzenstreu, Wasser und Blumenerde hat eine Farbe wie Hundekot, riecht muffig und klebt an den Händen. „Das sieht voll ekelig aus“, sagt die 13-jährige Schülerin der IGS Büssingweg. „Aber ich weiß ja, was dabei rauskommt, darum geht’s.“ Im Frühling will sie zusammen mit ihren Klassenkameraden die Kugeln in der Nachbarschaft ausstreuen und beobachten, wie daraus nach einiger Zeit Blumen sprießen. Die Aktion ist eine von vielen, die sich die IGS Büssingweg vorgenommen hat, um eine insektenfreundliche Schule zu werden.

Die Schüler der Vahrenwalder Schule wollen ihren Schulhof für Bienen attraktiver machen. Mit einem Projekttag starteten sie die Aktion.

Fabian Wolff, Lehrer für Naturwissenschaften und Chemie an der IGS, hat das Projekt ins Leben gerufen und mit Unterstützung von Jakob Grabow-Klucken vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland im Rahmen eines Aktionstags die ersten Schritte eingeleitet: Schüler haben erste Bäume in die Erde gesetzt, Nisthilfen für Bienen gebaut und Blumen gepflanzt. Zum Startschuss war unter anderem Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies zu Gast. Schuldirektor Eberhard Dolezal beschreibt die Intention des Projekts: „Wir wollen unseren Teil dazu beitragen, dass Bienen auch in der Stadt einen Ort zum Wohnen finden.“ Mit einer vervielfältigten Botanik hätten Wildbienen auch ein breites Nahrungsangebot. In den Insektenhäusern könnten sie dann nisten.

„Es ist wichtig, dass wir die Kinder an der Natur teilhaben lassen“, sagt Wolff. „Das Insektensterben geht uns alle an, und hier können wir den Kindern so ein globales Thema auf kleinstem Raum näherbringen.“ Wolff ist seit Oktober an der Schule und möchte in den kommenden Monaten auch die Garten-AG wieder ins Leben rufen. Fächer- und jahrgangsübergreifend sollen die Kinder sich um die neuen Pflanzen kümmern und das Thema Insekten auch in den Unterricht integrieren.

Der 13-jährige Hilmi hat verstanden, worum es bei dem Projekt geht: „Bienen sind gut für die Umwelt, denn ohne sie hätten wir keine Früchte und nichts zum Essen. Darum machen wir die Bienenhäuser.“ Alissa weiß auch, wie wichtig die Tiere sind. Trotzdem hat sie Bedenken: „Ich habe Angst, dass die Bienen dann in die Klassen geflogen kommen“, sagt die 13-Jährige. Trotzdem freut sie sich auf die neuen Pflanzen, denn neben Nahrung für die Bienen werden auch einige Beerensträucher gepflanzt, die ausdrücklich zum Naschen für die Schüler gedacht sind.

Von Lisa Neugebauer

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