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Nord Hier können Alleinstehende gemeinsam Weihnachten feiern
Hannover Aus den Stadtteilen Nord Hier können Alleinstehende gemeinsam Weihnachten feiern
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00:52 24.12.2018
Die Weihnachtsstuben, wie die der Diakonie in der Burgstraße, sind traditionell gut besucht. Quelle: Foto: Alexander Körner
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 Miteinander essen, singen und sich entspannt unterhalten: Wer Weihnachten nicht allein verbringen möchte, findet an Heiligabend Gesellschaft in einer der 19 Weihnachtsstuben im Stadtgebiet. „Wir erwarten in unseren Stuben 850 Gäste“, sagt Insa Becker-Wook vom Stadtkirchenverband Hannover. Damit steigt die Zahl der Weihnachtsstuben wie auch der Gäste. Im Jahr 2017 haben in 16 Weihnachtsstuben 767 Menschen gefeiert. Das Diakonische Werk Hannover will dieses Jahr auch diejenigen erreichen, die bislang noch nicht das Angebot des gemeinsamen Feierns wahrgenommen haben.

In Hannover leben 131 000 Über-60-Jährige, davon fast 50 000 in Einpersonenhaushalten. Die Veranstalter wollen den Alleinstehenden am familiengeprägten Festtag eine Alternative zur Einsamkeit bieten. Aber auch viele Jüngere kommen zu den Stuben, um den Abend in Gesellschaft zu verbringen. Im Haus der Diakonie, in der Burgstraße sind auch viele Obdachlose zu Gast. An der Organisation beteiligen sich unter anderem die AWO, die Johanniter sowie Vereine und auch private Initiativen. Die Programme sind von Stube zu Stube unterschiedlich. An einigen Orten werden gemeinsam Weihnachtslieder gesungen, an anderen gibt es ein Weihnachtsquiz.

Das sind die Weihnachtsstuben in der Stadt

Döhren: Nachbarschaftstreff Wohnen, Donaustraße 2, 15 bis 18 Uhr, Telefon (05 11) 16 84 38 88.

Groß-Buchholz:Seniorenwohnanlage Friedrich-Otto, Warburghof 1, 15 bis 21 Uhr, Anmeldung unter (01 76) 51 12 86 43.

Kleefeld: Begegnungsstätte für Senioren, Rodewaldstraße 17, 14 bis 17 Uhr, Anmeldung erwünscht unter (05 11) 16 84 36 84.

Linden: Gemeindehaus an der Bethlehemkirche, Betlehemplatz 1, 15 bis 20 Uhr, (05 11) 9 23 99 70; AWO Begegnungsstätte Ernst-Korte-Haus, Posthornstraße 27, 14 bis 19 Uhr, (05 11) 21 97 81 23 oder (05 11) 21 97 81 73; Johanniter Wohncafé, Pfarrlandstraße 5, 15 bis 19 Uhr, Besuch ohne Anmeldung, (05 11) 2 13 42 41; Lindener Tisch e.V, Dunkelberggang 7, 12.30 bis 15 Uhr, Anmeldung erwünscht unter (05 11) 27 07 81 87.

List:Gemeindezentrum an der Matthäuskirche, Wöhlerstraße 13, 15 bis 20.30 Uhr, (05 11) 66 96 22.

Misburg:Misburger Begegnungsstätte, Waldstraße 9, 14 bis 16 Uhr, Besuch ohne Anmeldung, Telefon (05 11) 16 84 67 25.

Mitte: SOS-Bistro, Steintorfeldstraße 4a, 13 bis 16 Uhr, (05 11) 76 95 03 45 oder (01 79) 1 16 51 85; Drogenkontaktcafé Bauwagen, unter der Raschplatzbrücke, 13 bis 16 Uhr, Telefon (05 11) 76 95 03 45 oder (01 79) 1 16 51 85; Haus der Diakonie, Burgstraße 8/10, 15 bis 18 Uhr, Besuch ohne Anmeldung, Telefon (05 11) 3 68 71 16 oder (05 11) 3 68 70; Heilsarmee, Am Marstall 25, 14 bis 15 Uhr (es findet nur eine Andacht statt), Besuch ohne Anmeldung, Telefon (05 11) 32 26 60; ka:punkt Katholische Kirche in der City, Grupenstraße 8, 18 bis 20.30 Uh, ab 20 Uhr Andacht, Besuch ohne Anmeldung, (05 11) 27 07 39 15

Stöcken:Stadtteilladen, Ithstraße 8, 15 bis 17 Uhr, Anmeldung unter (01 63) 4 58 11 55 oder (05 11) 85 00 23 81.

Südstadt: Medi terra Seniorenzentrum, Hilde-Schneider-Allee 6, 15 bis 17.30, (05 11) 98 19 10.

Vahrenheide: Gemeindehaus der Titus-Kirchengemeinde, Weimarer Allee 60, 19 bis 22 Uhr, Telefon (05 11) 63 26 09.

Vahrenwald:Vahrenwalder Kirchengemeinde, Vahrenwalder Straße 109, 18.30 bis 21 Uhr, Telefon (05 11) 3 50 66 36 (Montag bis Freitag, 10 bis 13 Uhr).

Waldhausen:Hanns-Lilje-Gemeindehaus, Borriesstraße 24, 15 bis 17.30, Telefon (05 11) 83 71 43.

Umsorgt werden die Besucher der Weihnachtsstuben nicht nur von hauptamtlichen Mitarbeitern sondern auch von vielen Ehrenamtlichen. Die Stuben werden bereits seit 1962 organisiert. Eine telefonische Anmeldung ist wünschenswert, aber nicht überall erforderlich. Auskunft erteilt das Diakonische Werk Hannover unter Telefon (05 11) 3 68 71 16 und der Kommunale Senioren-Service unter Telefon (05 11) 16 84 23 45. Anmeldung und Rückfragen sind unter den angegeben Telefonnummern (siehe Infotext) bis zum morgigen Freitag, 21. Dezember möglich.

Kommentar: Die gute Stube

Es gibt Tage, an denen kann man ­allein sein. Heiligabend ist kein solcher Tag. Heiligabend ist der Tag, an dem Familien zusammenkommen und ihre Nähe zelebrieren. Für Kinder mag das Auspacken von Bagger oder ­Barbie der Höhepunkt des Tages sein – für Erwachsene ist es die Nestwärme der Familie.

Doch die Zahl derer, die keine Familie haben, zu der sie Heiligabend gehen können, steigt stetig. 50 000 Menschen, die älter sind als 60 Jahre, leben laut Angaben der Stadt in Hannover allein. Wie viele von ihnen wirklich einsam sind, weiß niemand.

Heiligabend 1962 hat die Diakonie in Hannover für ebensolche Menschen die erste Weihnachtsstube geöffnet. In diesem Jahr sind es erstmals 19. Für einen Abend wachsen die Vergessenen dieser Stadt hier zu Gemeinschaften zusammen – betreut unter anderem von ehrenamtlichen Helfern. Das mag flüchtig wirken – schließlich haben diese Ersatzfamilien nur einen Abend Bestand. Aber es ist eben der wichtigste Abend.

Die Redaktion des Stadt-Anzeigers wünscht ein frohes Fest und besinnliche Feiertage. Die nächste Ausgabe erscheint ausnahmsweise nächste Woche Freitag, 28. Dezember.

Von Sebastian Stein

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