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Nordstadt Freunde und Weggefährten gedenken Wulf Hühns
Hannover Aus den Stadtteilen Nordstadt Freunde und Weggefährten gedenken Wulf Hühns
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15:31 12.01.2017
Mit seiner Gitarre Frau Gitta Reh: der verstorbene Wulf Hühn. Quelle: Archiv
Hannover

Zu der Feier in dem bis auf den letzten Stehplatz gefüllten Saal des Stadtteilzentrums Nordstadt hatte das städtische Kulturbüro eingeladen. Initiatorin Elke Oberheide erinnerte sich in ihrer Begrüßung an den umtriebigen Künstler. „Ich kannte Wulf seit Mitte der Siebzigerjahre. Er war charmant, querköpfig und dabei immer sehr ambitioniert in allem, was er tat.“ Im Zentrum seines Schaffens, so Oberheide, stand die Musik und das Kulturmanagement. „Er verfasste poetische und politische Texte, trat als Sänger und Rezitator auf sowie als jazzorientierter Gitarrist. Sein Ziel war ein neuer Humanismus“, erinnerte sich Elke Oberheide. Hühn gründete mehrere Kulturinitiativen, unter anderem den Verein „querkunst“, und betrieb in seinem Wohnzimmer die kleinste Bühne der Welt, die es sogar ins Guinnessbuch der Rekorde schaffte.

„Er hatte zeit seines Lebens eine beständige Geliebte - Frau Gitta Reh“, erzählte Elke Oberheide. „Und damit war seine geliebte Gitarre gemeint.“

Neben seinen vielen auch bundesweiten Aktivitäten als Chansonnier unterstützte Hühn das Kulturzentrum Gartenhaus und das Bürgerradio Radio Flora. In seiner Gedenkrede an Hühn mahnte Alfred Klose von Radio Flora: „Wir lassen uns zu viel ablenken von Dingen, die nichtig sind. Wir sollten uns mehr um uns kümmern und miteinander anstatt übereinander sprechen.“ Er kündigte an, die hundert Sendungen unter dem Titel „Floramotte“ von Wulf Hühn erneut im wöchentlichen Rhythmus zu senden.

Mit dem langjährigen musikalischen Weggefährten von Wulf Hühn, Lito Bringas, stand die erste Musikdarbietung auf dem dreistündigem Programm. Er interpretierte unter anderem das Chanson „Das kleine Mädchen“ von Wulf Hühn, begleitet von Lars Bernsmann auf der Gitarre. Es folgten ein argentinisches Lied, das das Leben besingt, sowie eine Panflötenversion von Gershwins „Summertime“. Eindrucksvoll auch der Tanz der persischen Künstlerin Tahere Asghary, die sich noch einmal bei ihrem Kollegen Hühn bedankte: „Er hat mich in meiner Lyrik immer unterstützt.“

Weitere Textdarbietungen gab es unter anderem von Marlies Siebecke, David Stolte, Babette Reinecke, Dorothea Krause, Monika Garn-Hennlich, Gudrun Heidenreich, Barbara Macherius, Eva Korhammer und Marita Faye. Das Programm, bei dem alle Künstler ohne Gage auftraten, wurde musikalisch ergänzt von Diether Dehm (Gesang) und Michael Lentz (Klavier), Monika Herrmann (Cello) und Dorothea Krause (Gesang), Axel Richter und Birgit Dalmer mit diversen Instrumenten sowie Jürgen Zöpel mit Gitarre und Gesang. Mit den Worten „Alles Schöne!“ hatte sich Wulf Hühn stets verabschiedet. Die Gedenkveranstaltung mit ihren sehr individuellen Erinnerungen und Hommagen war ein schöner Abschied und hätte ihm sicherlich gefallen.

Von Sonja Steiner

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