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Nordstadt Gehwegplatten gegen die Tristesse vor Stadtteilzentrum
Hannover Aus den Stadtteilen Nordstadt Gehwegplatten gegen die Tristesse vor Stadtteilzentrum
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10:00 20.10.2017
Die bunten Gehwegplatten heben sich deutlich gegen den grauen Belag des Platzes ab. Quelle: Nele Schröder
Hannover

Vor wenigen Tagen fand nun die Einweihungsfeier der neuen Gewehgplatten sowie der neu installierten Bänke auf dem Platz am Klaus-Müller-Kilian-Weg vor dem Stadtteilzentrum Nordstadt statt. Sabine Schultz von der Bürgerschule und dem Stadtteilzentrum Nordstadt rief das Projekt ins Leben. „Mich hat es immer gestört, dass dieser Platz so trist und grau aussieht, obwohl er durchaus ein Blickfang ist. Da musste Farbe rein“, erzählt die Projektleiterin. So setzte sie sich mit den beiden Künstlerinnen Ulla Nentwig und Katharina Sickert zusammen und entwickelte die Idee der ausgewechselten Platten. Die Teilnehmer seien diejenigen, die in der Bürgerschule die Deutschkurse besuchten, und weisen daher eine sehr große Internationalität auf, erzählt Schultz. So nahmen Menschen aus Syrien, der Ukraine, Russland, Italien, dem Tschad, der Türkei und Deutschland an dem Projekt teil, das die Landesarbeitsgemeinschaft Soziokultur, LAGS, finanzierte.

"Ein Anfang für viel mehr Leben auf dem Platz"

Ein Spaziergang durch die Nordstadt schuf ein Verständnis der Umgebung, bevor es an das eigentliche Zeichnen ging. Die Leitfrage dabei war „Was für Visionen habe ich für meine Zukunft und wie gestalte ich diese?“ Der Spaziergang und die Frage ergaben Motive wie Wegweiser oder auch das Porträt eines Kindes. Nun zieren 48 der rund acht Zentimeter dicken, bemalten Platten den Platz. Schultz weist auf die ebenfalls im Rahmen des Projekts neu aufgebauten Bänke: „Das hier ist ein Anfang für viel mehr Leben auf diesem Platz.“ Sie plane auch für die Zukunft weitere Änderungen, die den Platz verschönern sollen.

Schultz und die beiden Künstlerinnen dankten den Teilnehmenden in ihrer Eröffnungsrede. „Ohne euer großes Interesse hätte das hier niemals geklappt“, richtet Nentwig ihr Wort an die anwesenden Teilnehmer.

Von Nele Schröder

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