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Nordstadt Hochbahnsteig am Bahnhof Nordstadt nicht vor 2020
Hannover Aus den Stadtteilen Nordstadt Hochbahnsteig am Bahnhof Nordstadt nicht vor 2020
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07:00 04.08.2017
Von Bärbel Hilbig
Die Situation an der Haltestellte gilt als kompliziert.
Die Situation an der Haltestellte gilt als kompliziert. Quelle: Tim Schaarschmidt
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Hannover

Die Haltestelle Bahnhof Nordstadt ist ein wichtiger Knotenpunkt zum Umsteigen zwischen Stadtbahn, S-Bahn und Bus. Die Situation ist für Gehbehinderte, Rollstuhl- und Rollatorfahrer besonders schwierig: Die Stadtbahnhaltestelle liegt auf einer Brücke. „Wenn Menschen mit Mobilitätseinschränkung eine Haltestelle davor oder danach aussteigen, müssen sie zusehen, wie sie von dort die Brücke hinaufkommen, um zur S-Bahn zu gelangen“, sagt Stefan Winter, Grünen-Fraktionschef im Bezirksrat Nord.

Die Grünen haben deshalb kürzlich bei der Verwaltung nachgefragt, wie weit die Planungen für einen barrierefreien Ausbau der Haltestelle an der Linie 6 gediehen sind. Die Antwort der zuständigen Infrastrukturgesellschaft der Region Hannover (Infra) fiel ernüchternd aus. Die Rede ist von Voruntersuchungen, die „andiskutiert, aber nicht vertiefend besprochen wurden“. Wie Versorgungsleitungen künftig geführt werden könnten, wurde noch nicht untersucht. Dabei ist der Bau des Hochbahnsteigs im Nahverkehrsplan 2015 der Region noch für das Jahr 2019 eingeplant.

Die Lage ist kompliziert

„Die Antwort der Infra ist beunruhigend. Sie zeigt, dass noch nicht einmal an den Planungen gearbeitet wird“, kritisiert Grünen-Ratsherr Patrick Drenske. Die Region hat für dieses Jahr im Haushalt Geld für eine Vorplanung und die Diskussion von Varianten vorgesehen. Drenske hält das inzwischen für eine „Beruhigungspille“.

Für die Region ist die Situation an der Haltestelle auf der Brücke besonders kompliziert. Die Deutsche Bahn will die Eisenbahnüberführung über die Schulenburger Landstraße erneuern, die Stadt eines Tages den Weidendamm verlängern und an dieser Stelle anbinden. All dies sei zu berücksichtigen. Für die Üstra bedeuten die Verzögerungen, dass sie nach heutigem Stand 24 Stadtbahnfahrzeuge des älteren Typs TW 6000 vorerst weiterbetreiben muss. Denn sie braucht ausreichend Fahrzeuge mit Trittstufen, die weiter die Station ohne Hochbahnsteig ansteuern können.

Problematisch an der aktuellen Situation sind für manche Fahrgäste auch die besonders hohen Bordsteine an der Straße. Sie ermöglichen ein bequemes Aussteigen aus dem Bus. Kunden, die aus der Stadtbahn auf die Fahrbahn wechseln, müssen danach aber den Bordstein erklimmen. Sebastian Ricken (Grüne) fragte, ob dafür keine Zwischenlösung denkbar sei. „Es sollte außerdem gewährleistet werden, dass der Fahrstuhl zur S-Bahn funktioniert.“

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