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Nordstadt Nach Protest: Genossenschaft stellt Baupläne zurück
Hannover Aus den Stadtteilen Nordstadt Nach Protest: Genossenschaft stellt Baupläne zurück
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13:00 24.07.2017
Von Bärbel Hilbig
Die Mieter von Putti Nonstop sind gegen den Neubau.
Die Mieter von Putti Nonstop sind gegen den Neubau. Quelle: Samantha Franson
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Hannover

Auf der Mitgliederversammlung der Wohnungsgenossenschaft Woge gab es kürzlich eine kontroverse Debatte um die Pläne zur Bebauung eines freien Grundstücks am Puttenser Feld. Ein Teil der Woge-Leute befürwortet angesichts der starken Nachfrage nach Wohnungen die Idee eines Neubaus. Andere wollen unbebaute Grundstücke als Freiräume erhalten.

Die Genossenschaft besitzt in der kleinen Straße am Rand des Kerngeländes der Leibniz-Universität drei Häuser und eine angrenzende Freifläche. Das Gelände mit der Baulücke befindet sich also im Besitz der Woge. Es liegt allerdings zwischen drei Häusern, deren Wohnungen die Genossenschaft an den selbstverwalteten Verein Putti Nonstop vermietet hat.

Dort lehnt die Mehrheit eine Bebauung ab, auch wenn nicht alle Vereinsmitglieder in der Straße wohnen.

Freifläche gehört der Woge

„Die Idee zur Bebauung kommt aus dem Verein Putti Nonstop. Auch dort läuft eine Diskussion um das Für und Wider“, berichtet Friedhelm Birth vom Vorstand der Woge. Gedacht wird an ein Gebäude mit maximal 4,5 Geschossen und vielleicht neun Wohnungen. Eine Variante wären drei Wohnungen à 50 Quadratmeter pro Etage, die sich bei Bedarf verbinden lassen. Die Projekte der Woge zielen darauf ab, durch Eigenarbeit vergleichsweise günstige Mieten zu ermöglichen.

An der Genossenschaftsversammlung nahmen 34 Mitglieder teil, und damit deutlich mehr als üblich. „Sonst kommen eher um die 20 Mitglieder“, sagt Birth. Insgesamt gehören aber 351 Teilhaber zur Woge. Der Woge-Vorstand will nun weitere Gespräche führen.

„Wir sehen weiter unsere Verantwortung, im mietpreisgünstigen Segment zu bauen. Wir wollen und können aber nicht über die Meinung der Bewohner unserer Häuser am Puttenser Feld hinweggehen“, betont Friedhelm Birth. Die Woge hatte die Häuser im Puttenser Feld vor rund 15 Jahren vom Land für den Verein Putti Nonstop gekauft und dafür einen Bankkredit aufgenommen. Das Darlehen ist längst noch nicht abbezahlt.

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