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Nordstadt Polizei warnt vor vergifteten Ködern im Georgengarten
Hannover Aus den Stadtteilen Nordstadt Polizei warnt vor vergifteten Ködern im Georgengarten
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16:00 27.10.2017
Im Georgengarten behalten Hundebesitzer ihre Lieblinge derzeit im Auge und lassen sie nicht von der Leine. Quelle: Nele Schröder
Hannover

Ein aufmerksamer Spaziergänger stieß am 14. Oktober an der Nienburger Straße auf vergiftete Wurststücke. Diese zog er durch Aufsammeln aus dem Verkehr und alarmierte die Polizei. Bei einer Durchsuchung des Gebiets konnten die Beamten aber vorerst keine weiteren Giftköder feststellen. Zwei Tage später kam es dennoch zu einem weiteren Zwischenfall, als ein Hund nach dem Verschlucken eines solchen Präparats im Welfengarten tierärztlich behandelt werden musste. Die Polizei stellte den Köder in der Klinik sicher und leitete Untersuchungen ein; Ergebnisse liegen jedoch noch nicht vor.

Vorfälle wie diese kommen leider immer häufiger vor: Schon im Januar 2016 starb in Bemerode ein Hund, nachdem er ein mit Rattengift versetztes Stück Wurst gefressen hatte. Und auch im Winter des vergangenen Jahres kam es bei Hunden wiederholt zu Verletzungen durch präpariertes Hühnerfleisch. Unbekannte hatten dieses zuvor mit Gift und Nadeln gespickt und in einem Park ausgelegt.

"Wie soll man sich davor schützen?"

Die Hundebesitzer in der Nordstadt reagieren schockiert auf die Warnung. „Ich kann überhaupt nicht verstehen, warum Menschen so etwas tun“, sagt eine Rentnerin, die ihren Hund Lucky täglich im Georgengarten ausführt. Den Bereich, in dem die Köder entdeckt wurden, meide sie seit der Meldung. Auch bei Doro F. führte die Meldung dazu, ihre beiden Hunde ein paar Tage von dem Fundort fernzuhalten. „Ich denke aber, es ist kein Wiederholungstäter, deswegen bin ich wieder hier. Ich bin kein Typ, der bei so was in Panik verfällt“, sagt sie. Ein großes Problem sei die eigene Machtlosigkeit bei solchen Vorfällen. „Ich halte meine Hunde angeleint. Aber wenn da ein Stück Fleisch liegt, würden sie es wahrscheinlich fressen. Wie soll man sich auch davor schützen?“, sagt ein 49-jähriger Hundesbesitzer.

Die Polizei ermittelt zwar weiterhin in dem Fall, allerdings hat es seit den Vorfällen keine weiteren Funde gegeben. „Von einer akuten Gefahr gehen wir momentan nicht aus“, berichtet Philipp Hasse, Pressesprecher der Polizei. Dennoch riet er den Hundebesitzern zur Achtsamkeit.

Von Nele Schröder

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